Ernährung

 

Hyperaktive Kinder richtig ernähren

Die Ernährung kann einen beträchtlichen Einfluss auf das Fühlen, Denken und Verhalten des Kindes ausüben. Es ist allgemein bekannt, dass bei Kindern, die mangelhaft ernährt sind, häufiger Verhaltensstörungen, Konzentrationsstörungen und Lernstörungen auftreten.


© Yantra - Fotolia.com

Eine schlechte Ernährung zieht unweigerlich eine unzureichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen nach sich. Jenen Stoffen, die für eine allgemeine Entwicklung des Kindes und für die Leistungsfähigkeit unentbehrlich sind.

Eine angepasste Ernährung enthält ausreichend Aminosäuren, Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, essentielle Fettsäuren wie Omega 3 ( z.B. Fischöl oder Krillölkapsenl) eisetzen.

Dann sind auch die vollwertigen Kohlenhydrate unablässig. Denn diese lassen den Blutzuckerspiegel länger stabil bleiben.

Vermieden werden sollten raffinierte Zucker, falsche Fette, künstliche Nahrungsmittelzuatzstoffe, Nahrungsmittel auf die das Kind allergisch reagiert. Eine Umstellung auf eine hirngerechte Ernährung kann den ganzen Speiseplan umkrempeln, aber es lohnt sich - nicht nur für Ihre Kinder. Auch Sie können davon profitieren. Wenn es im Familienalltag ruhiger her und zu geht.

Vielen Menschen, besonders aber hyper- und hypoaktive Kinder, leiden aun einem Nährstoffmangel. Oftmals besteht eine Unterversorgung an ; B6, Thiamin (Vitamin B1) Niacinamid, Zink, Chrom, Mangan, Kalzium, Magnesium, essentielle Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6 ) .

Mit einer Stoffwechselanalyse oder Bioresonanz können Ungleichgewichte aufgedeckt werden. Auch eine Untersuchung der Darmflora und Darmpermeabilität ist empfehlenswert, da sie besonders bei verhaltensgestörten Kindern oft erhöht ist. Diese Analysen erlauben eine  individuellen Nährstoff  zufuhr und eine gezielte probiotische Therapie.

Hyperaktive Kinder haben Schwierigkeiten mit der Regulierung des Blutzuckers. Bei Ihnen verläuft die Blutzuckerkurve anders. Der Blutzucker fällt nach einer Glukosebelastung meist deutlich unter den Normalwert, was auf eine verstärkte Insulinreaktion schliessen lässt .

Dies macht die Kinder zappelig.

Es sollten vor allem Lebensmittel verwendet werden deren GLYX unter 50 liegt. Wie z.B. Vollkornpasta, Vollkornbrot, Roggenflocken, Dinkelprodukte,  Aepfel, Linsen, Milch und Gemüse.

Empfehlenswert ist es sich einen Ratgeber zu kaufen wo die GLYX Werte der einzelnen Nahrungsmittel aufgeführt ist.

Als Süssstoff eignet sich Agavensaft oder auch Stevia.

Ein grosses Anliegen soll auch sein, die Betroffenen mit Lebensmittel und nicht Nahrungsmitteln zu versorgen.  Je frischer, saisongerechter und natürlicher je besser. Denn so enthält die Nahrung noch Lebensstoffe und keine Zusatzstoffe.

Zusatzstoffe und E-Nummern
problematisch können Farb- und Konservierungsstoffe und Phospate sein (E102,104,110,122,123,124,127,180,E310-312,E320-321,338-341)), Nitrate (E249-E252) und Glutamat (E620-625)Bei uns gilt die Regel, so viel selber gemacht wie möglich – erstes schmeckts besser, zweitens weiss man was die Inhaltsstoffe sind. Fertig- und Halbfertigprodukte verwenden wir keine. Auch wenn es nun Produkte gibt, die ohne Konservierungsstoffe sind, verwenden wir diese nicht und werden diese auch nicht Publizieren, da diese Produkte andere problematische Inhaltsstoffe enthalten wie Zucker oder Milch. Es gibt aber auch immer wieder Situationen, da kommt man nicht herum – man ist auf Besuch – ist auswärts in einem Restaurant. Wichtig ist, dass man weiss, welche Zusatzstoffe, dass nicht vertragen werden und welche Reaktionen sie auslösen. Dementsprechend kann man sich darauf einstellen.


Phosphat

Phosphate gehören neben Milcheiweiss zu den von den Lebensmittelindustrie häufig verwendeten Zusatzstoffen. Sie sind vor allem in jenen Lebensmittel enthalten, die wir häufig und in grossen Mengen essen: Brote, Brötchen, Backwaren, Wurstwaren, Colagetränke,Wurstwaren, Puddingpulver, Eis, Gebäck usw. Es gibt aber auch natürliche Phosphate. Diese sind enthalten in Kakao, in Eiern, in Milch, Käse, Nüsse, Haferflocken, Quark und auch in  Zitrusfrüchten. Darum können bei Unverträglichkeit von Phosphat die Produkte auch ein Problem sein. Es muss jeder ausprobieren, was vertragen wird oder nicht.

Hefeextrakt
Die Nahrungsmittelindustrie ist heute immer mehr bemüht, Suppen und Saucen ohne den in die Kritik geratenen Geschmacksverstärker Glutamat herzustellen. Auf dem Etikett steht dann stattdessen: Hefeextrakt. Dieses ist eine primäre Quelle für Natriumglutamat der Nahrungsmittelindustrie. Da Hefeextrakt freies Glutamat nicht in isolierter Form enthält, besitzt es keine E-Nummer und gilt nach Gesetz nicht als Geschmacksverstärker.Es ist zwar grundsätzlich davon auszugehen, dass die natürlich in Hefen und Gemüsen enthaltenen Glutamate gesünder sind als die künstlich hergestellten – von daher ein Fortschritt.Aber: Glutamat ist Glutamat. Daher ist zu beobachten, wie die Reaktionen auf Produkte mit Hefeextrakt sind, da es Menschen gibt, die bereits auf geringe Spuren reagieren. Bei den Produkte, welche wir verwenden und die Hefeextrakt enthalten, sind bei Sarah kein Problem.

Flüssigkeit ist ein wichtiges Thema für die Betroffenen. Oftmals sind sich die Leute nicht bewusst, dass sie mit Orangina oder Shorley oder Fruchtsaft nicht getrunken, sondern „gegessen“ haben, da der Körper Energie sprich Nährstoffe erhält und meist auch jede Menge Zusatzstoffe. Diese Getränke sollten ausgetauscht werden, durch ungesüsste Flüsssigkeiten wie Wasser oder Tee. Auch ein hausgemachter Eistee ist was wunderbares. Gerade Kinder sollten von Anfang an neutrale Getränke erhalten so kennen sie nichts anderes und geniessen es doppelt an einem Sonntag mal ein Süssgetränk zu erhalten.

Es lohnt sich die Betroffenen auf Nahrungsmittelallergien auszutesten ( Naturheilpraktiker oder mit Bioresonanz)

Auch Elektrosmog kann die ADHS verschlimmern.

Kontrollierter TV Konsum, nichts aufregendes abends usw.

Regelässigkeit im Tagesablauf, auch regelmässige friedliche Mahlzeiten sind sehr empfehlenswert ohne TV und Games während dem essen.

Oft in die Natur hinaus, Erlebnisse im Wald sind sehr wohl tuend.

Für die Betroffenen bedeutet es viel Umstellung und Anpassung doch dies lohnt sich auf jeden Fall!

Auch wenn Medikamente eingesetzt werden ist es ein „must“  auf all die Erwähnten Themen zu achten.  So gibt es für die Betroffenen selbst wie auch für ihr Umfeld grosse Erleichterung.

Seien sie offen für eine neue Ernährung es unterstützt auf vielen Ebenen.

Buchtipp: Zappelphilipp von Brigitte Speck ISBN 3-03780-159-x

Text: Karin Liechti