Ernährung

 

Eine schmackhafte, gesunde Hühnersuppe

Hühnersuppe wird schon seit Jahrhunderten als bewährtes Hausmittel bei Erkältungen eingesetzt. Aber hilft diese Suppe wirklich beim Genesen? Wenn der Hals kratzte und die Nase lief, griff die Grossmutter oft zur heissen Hühnersuppe. Mit gutem Grund: Forscher der Universität von Nebraska haben die positive Wirkung in Studien wissenschaftlich belegt.


© Beat Brechbühl

Die Forscher kochten eine Hühnersuppe mit folgenden Zutaten: Hühnchen und Gemüse, darunter Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten, Sellerie und Petersilie. Das zeigte Wirkung, damit werden im Körper bestimmte weiße Blutkörperchen, die für Entzündungsprozesse mitverantwortlich sind, effektiv blockiert. Weitere Studien deuten darauf hin, dass sich das in der Hühnerbrust enthaltene Carnosin positiv auf unsere Immunabwehr auswirkt. Dadurch werden Krankheitserreger abgewehrt.

 

Ein klassisches, alt bewährtes Rezept

  • Für die Hühnersuppe wird ein ausgenommenes Suppenhuhn (ca. 1.5 kg) in kaltem Wasser mit Gemüse und Gewürzen eingelegt und dann knapp unter dem Siedepunkt gekocht.
  • Das Huhn kommt ganz oder zerkleinert in den Topf. Wichtig ist ein großer Topf, damit das Geflügel vollständig mit kaltem Wasser bedeckt werden kann. Dazu kommt etwas Salz, Pfefferkörner, zwei Lorbeerblätter, Liebstöckel und Gemüsestücke: Pastinaken, Knollensellerie, Karotten, 1 Zwiebel, Petersilienwurzel, Lauch. Mengen: Auf 1 Huhn ca. 750 Gramm Gemüse.

 

  • Alles wird zwei bis drei Stunden gekocht. Dabei entsteht Schaum, der zwischenzeitlich abgeschöpft werden sollte. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, evtl. einen halben Deziliter Sherry beigeben. Nach dem Kochen hat man eine wunderbare Grundlage für die Hühnersuppe.
  • Die Brühe absieben, das Hühnerfleisch von Haut und Knochen befreien und portionieren. Sie können frische Gemüsestücke, Nudeln oder Reis in der aromatischen Brühe garen. Wer es asiatisch mag, verwendet frischen Ingwer, Sojasauce, Chili und Mie-Nudeln.

  

Die vegetarische Variante

 

PASTINAKEN-INGWER-SUPPE

Süsse Pastinaken und feuriger Ingwer – im Winter eine wunderbar wärmende und schmackhafte Kombination.

 

Zutaten (für 4 – 6 Personen)

2 EL Olivenöl

1 Teelöffel Butter

1 grosse Zwiebel, fein gehackt

1 – 2 Knoblauchzehen, fein gehackt

Ca. 5 cm langes Stück Ingwer, geschält und fein gehackt

½ TL gemahlener Kardamom

½ TL gemahlener Kreuzkümmel

etwas gemahlener Cayennepfeffer

500 g Pastinaken, geschält und in 1 cm gross gewürfelt

8 dl Gemüsebouillon

Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

2 dl Vollmilch

Für Garnitur: gehobelte Mandeln oder Kürbiskerne, Crème fraîche

 

Zubereitung

 

Olivenöl und Butter bei mittlerer Hitze erwärmen, Zwiebel darin rund 10 Min. glasig dünsten. Knoblauch, Ingwer, Kardamom, Kreuzkümmel und Cayennepfeffer hinzufügen, einige Minuten mitdünsten. Pastinaken dazugeben und gut mischen. Die Brühe angiessen, mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 15 Minuten köcheln bis die Pastinaken weich sind.

Die Suppe leicht abkühlen lassen, danach mit dem Mixer fein pürieren. Zurück in den Topf geben, die Milch hinzufügen und bei Bedarf nachwürzen. Vorsichtig erhitzen, evtl. mit etwas heissem Wasser verdünnen.

Für die Garnitur: Mandeln oder Kürbiskerne in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten.

Servieren: Die Suppe in vorgewärmte Schalen verteilen, mit einem Tupfer Crème fraîche garnieren, mit den gerösteten Mandeln oder Kürbiskernen bestreuen und schwarzen Pfeffer darüber mahlen.

Guten Appetit!