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Auch unsere Augen kennen Stress

Überanstrengte Augen

Häufiger als wir annehmen, stressen oder überanstrengen wir unsere Augen. Zum Beispiel immer wenn wir über längere Zeit auf dieselbe Stelle blicken, beispielsweise bei der Arbeit am Computer, bei langem Lesen oder bei «Fliessbandarbeit». Das kann zu verschiedenen Problemen führen.

Stressfaktoren durch das Verhalten

Wenn wir schauen, aber das Auge kaum bewegen, wie dies bei der Arbeit am Bildschirm der Fall ist, hat das Auswirkungen auf die Muskulatur rund ums Auge und den Feuchtigkeitsfilm auf dem Auge. Durch das konzentrierte «Starren» verringert sich der Lidschlag. Dieser ist wichtig, um die schützende Tränenflüssigkeit auf dem Auge zu verteilen. Fehlt die Flüssigkeit oder reisst der Flüssigkeitsfilm zum Teil auf, kommt es zu geröteten, gereizten, trockenen Augen und/oder dem Gefühl, man hätte ein Sandkorn im Auge. In der Folge kann es auch zu Entzündungen der Bindehaut kommen, da mit dem Mangel an Tränenflüssigkeit auch die Infektabwehr des Auges geschwächt ist. Versucht das Auge, den Mangel an Flüssigkeit zu kompensieren, kann es auch zu vermehrtem Tränenfluss kommen. Wenn das Auge immer auf dieselbe Distanz scharf eingestellt bleiben muss, fehlt die Bewegung der Augen wie auch der Linsen (resp. Ziliarmuskeln). Dies kann zu Verspannungen führen, die sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen können: von vorübergehenden Sehschärfestörungen, gesteigerter Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen bis hin zu Nackenschmerzen oder Lidflattern.

Externe Faktoren

Alles was das Auge übermässig strapaziert, kann es über längere Zeit stressen oder überanstrengen. Dazu gehören unter anderem zu trockene Luft, Zugluft und falsches – zu dunkles oder zu helles, blendendes Licht. Zu trockene Luft und Zugluft können zu trockenen Zuständen auf dem Auge führen. Nicht zu verwechseln mit dem trockenen Auge, bei dem grundsätzlich zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird. Vorübergehende Trockenheit, die auch durch das Tragen von Linsen hervorgerufen werden kann, wird einfach und wirkungsvoll mit befeuchtenden Augentropfen behoben. Wer oft unter trockenen Augen leidet, sollte dies beim Augenarzt abklären lassen und mit zusätzlich Omega-3-Fettsäuren (Leinöl, Fischöl) und natürlichem Vitamin E nachhelfen.


Häufiger als wir annehmen, stressen oder überanstrengen wir unsere Augen.

Das hilft unseren Augen

Das beste Mittel gegen Stress ist Ruhe. Das gilt auch für unsere Augen. Bei Bildschirmarbeit hilft es sehr, alle 50 Minuten eine kurze Pause einzulegen. Führen Sie in dieser kurzen Zeit einige Augenübungen (z.B. zu finden auf www.augengesundheit.ch) durch und legen danach die warmen Handflächen sanft auf die geschlossenen Augen. Vielleicht lockern Sie auch gleich den Nacken und die Schultern etwas. Wir kennen auch potente natürliche Möglichkeiten, die unseren Augen helfen können. Gesunde vitalstoffreiche Ernährung ist wichtig; sie kann gezielt mit Vitalstoffprodukten für die Augen kombiniert werden, insbesondere dann, wenn für die Ernährung nicht die nötige Sorgfalt aufgebracht wird. Bewährt haben sich auch homöopathische Mittel wie zum Beispiel Ruta graveolens (bei Augenanstrengung mit Kopfschmerzen, bei müden schmerzhaften Augen durchs Lesen etc.) oder Natrium chloratum (bei Tränenfluss mit Rötungen, brennender Schmerz und Jucken, erhöhte Lichtempfindlichkeit etc.). Auch homöopathische Augentropfen mit diesen Mitteln lindern sehr rasch die Beschwerden, wie zum Beispiel Similasan Augentropfen «überanstrengte Augen». Diese Augentropfen enthalten auch die Silbereiche (Cineraria maritima), die gemäss homöopathischem Heilmittelbuch wirkungsvoll bei traumatischen Augenerkrankungen und bei Hornhaut- und Linsentrübung (grauer Star) eingesetzt wird. Dazu muss beachtet werden, dass beim grauen Star grundsätzlich nur eine Operation Abhilfe bringt. Deshalb wäre es falsch zu behaupten, die Silbereiche heile den grauen Star. Doch warum der Pflanze nicht die Chance geben, ihre Wirkung zu entfalten? Der graue Star bezeichnet eine Trübung der Linsen, die häufig über die Jahre langsam stärker wird. Die Trübung entsteht durch eine Veränderung der Eiweissfäden innerhalb der Linsen, meist durch das erhöhte Vorkommen freier Radikale. Am häufigsten kommt der graue Star in Afrika vor, bedingt durch die dort stark grassierenden Unterernährung. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig gesunde Ernährung ist. Wobei es klar um die Qualität der Ernährung geht. Wir essen zum Beispiel sehr häufig zu viele kohlenhydratreiche Lebensmittel und zu wenig Früchte, Salat und Gemüse, was langfristig den grauen Star im Alter fördern kann.


… und was nun? Im Abschnitt «Empfehlung» finden Sie noch einmal einfache Tipps und konkrete Ratschläge, wie Sie Ihre Augen pflegen können. So schätzen Sie das störfreie Sehen nicht nur dann, wenn Sie es gerade nicht mehr können.

Empfehlung

Machen Sie bei stetiger Bildschirm-Lesearbeit mindestens alle 50 Minuten eine kurze Pause. Nutzen Sie diese Pause für kurze Augenübungen http://www.augengesundheit.ch/). Verschaffen Sie Ihren Augen eine kurze Erholungsphase: Warm geriebene Handflächen sanft auf die geschlossenen Augen legen. Streichen Sie Augen immer zur Nase hin aus (so läuft der Fluss der Tränen). Essen Sie täglich mindestens fünf Portionen verschiedenfarbige Früchte, Gemüse und Salat. Achten Sie darauf, genügend zu Trinken; sorgen Sie für nicht blendendes, helles Licht ohne starke Schattenbildung und für ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit. Setzen Sie gezielt die passenden Augentropfen ein (bei überanstrengten Augen beispielsweise die von Similasan).

Text: Patrick Seiz​​, Bilder: © Subbotina Anna / Fotolia.com

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