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Blutdruck

Keine Beschwerden und trotzdem krank. Bei Bluthochdruck ist das möglich. Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. Etwa jeder fünfte Erwachsene weist einen erhöhten Blutdruck auf.

Sehr oft wird ein zu hoher Blutdruck erst per Zufall bei einer Routineuntersuchung entdeckt, oder wenn schon Schäden an Organen und Gefässen entstanden sind. Es ist wichtig Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen, bzw. zu vermeiden. So können schwerwiegende Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen vermieden werden.

Was ist Blutdruck?

Unter Blutdruck wird der Druck verstanden, der im Adersystem des Menschen herrscht. Indem sich der Herzmuskel zusammenzieht, pumpt er das Blut durch die Arterien des Körpers. Diese setzen dem hineindrängenden Blut einen bestimmten Widerstand entgegen, ähnlich einem Gartenschlauch, bei dem auch Wasser gegen einen Widerstand hindurch läuft. Was der Arzt bei Ihnen als Blutdruck misst, wird bestimmt durch den Gefässwiderstand, die Pumpkraft des Herzmuskels und durch das Blutvolumen. Der Blutdruck wird in „mmHg“ (Millimeter-Quecksilbersäule) angegeben. Dabei wird zwischen dem oberen (systolischen) und dem unteren (diastolischen) Druck unterschieden. Der obere Wert entspricht dem Druck in den Gefässen in der Schlagphase des Herzens. Der untere Wert bezeichnet den Druck in der Ruhephase zwischen zwei Herzschlägen. Die Blutdruckregulierung erfolgt über fein abgestimmte Vorgänge, an denen sowohl Hormone als auch das Nervensystem beteiligt sind.

Der ideale Blutdruck

Der ideale Blutdruck liegt 120/80 mmHg. Von Bluthochdruck (Hypertonie oder Hypertonus) spricht man, wenn der Druck in den Arterien dauerhaft auf einen Wert von über 140/90 mmHg gesteigert ist. Der Blutdruck ist natürlichen Schwankungen unterworfen. So sind die Werte am frühen Morgen oder bei Anstrengungen und Stress am höchsten und während dem Schlaf am tiefsten. Ein einmaliges Blutdruckmessen reicht demnach nicht aus, um eine verlässliche Diagnose zu stellen. Werden aber bei mehreren Blutdruckmessungen an verschiedenen Tagen oder während einer 24h-Messung erhöhte Werte festgestellt, ist eine Behandlung ratsam. Die Entscheidung, ob der Blutdruck behandlungsbedürftig ist oder nicht, hängt nicht nur von der Druckhöhe ab, sondern vom Gesamtrisiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Eine entscheidende Rolle spielen weitere Krankheiten, beispielsweise das Metabolische Syndrom oder ein Typ-2-Diabetes. Aber auch gewisse Lebensumstände, wie bewegungsarme Lebensweise, Rauchen oder Übergewicht werden berücksichtigt.

  • Familiäre Neigung zu erhöhtem Blutdruck
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • hoher Salzkonsum
  • hoher Alkohol- und Nikotinkonsum

Bei Frauen wirkt sich zusätzlich die Hormonumstellung in den Wechseljahren ungünstig auf den Bluthochdruck aus. Faktoren unseres Wohlstandslebens bleiben aber die Hauptauslöser.

Ursachen

Die genaue Ursache für den Bluthochdruck bleibt oft im Dunklen. In der Mehrzahl aller Fälle lässt sich keine organische Ursache finden. Mediziner nennen dies primäre oder essenzielle Hypertonie. Überdurchschnittlich oft tritt die primäre Hypertonie in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Übergewicht (vor allem dem Bauchfett), Typ 2-Diabetes und hohen Blutfettwerten auf. Ärzte sprechen vom Metabolischen Syndrom. Nur 10-20% der Hypertoniker haben eine sogenannte sekundäre Hypertonie. Hier tritt der Bluthochdruck in Folge einer Organ- oder Systemerkrankung auf. Beispiel ist die renale (durch eine Nierenerkrankung bedingte) Hypertonie, die aufgrund einer Verengung der Nierenarterien, entzündlicher Nierenerkrankungen oder eines Tumors entstehen kann. Ein anderes Beispiel ist das Auftreten eines Bluthochdrucks beim Diabetes mellitus infolge von Nierenveränderungen, die durch längerfristig erhöhte Blutzuckerwerte verursacht werden. Auch bestimmte Medikamente können zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen wie z.B.

  • Antibabypille
  • Cortisonpräparate
  • Antirheumatika

Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit

Erste Anzeichen

Bluthochdruck verursacht normalerweise über lange Zeit kaum Beschwerden. Erste Anzeichen können sein:

  • Schwindelgefühle
  • Klopfende Kopfschmerz vor allem am Hinterkopf
  • Müdigkeit
  • Nasenbluten
  • Kurzatmigkeit
  • Nervosität

Diese Symptome können erste Warnhinweise sein, deuten aber nicht zwangsläufig auf einen erhöhten Blutdruck hin, denn auch andere Erkrankungen weisen ähnliche Begleitbeschwerden auf. Treten die Beschwerden aber über einen längeren Zeitraum regelmässig auf, sollten Sie Ihren Blutdruck kontrollieren lassen.

Bluthochdruck – die Folgen

Der Körper ist bemüht durch eine Gegenregulation, die Organversorgung und einen gesunden Blutdruck aufrecht zu erhalten. Das ist mit ein Grund, weshalb die Hypertonie oft so lange nicht entdeckt wird. Langfristig erhöhte Blutdruckwerte können Organe wie das Herz, Nieren aber auch die Gefässe schädigen. Dadurch wird die körpereigene Gegenregulation unwirksam. Erst dann treten Warnhinweise auf, die von diesen Organen kommen, beispielsweise ein Angina pectoris-Anfall. Am häufigsten führt chronischer Bluthochdruck zu einer Arterienverkalkung. Mit steigendem Alter ist dies zwar ein natürlicher Prozess, aber ein Bluthochdruck beschleunigt ihn. Durch die beschleunigte Arterienverkalkung steigt auch das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts. Zudem wird der Herzmuskel über die Jahre geschwächt, wenn er fortwährend gegen einen hohen Druck anpumpen muss. Eine Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) ist die Folge.


Der ideale Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg.

Therapie von hohem Blutdruck

Als allererste Massnahme wird im Falle einer primären Hypertonie eine Änderung des Lebensstils angestrebt. Folgende Änderungen können helfen den Blutdruck zu reduzieren:

  • Regelmäßige, körperliche Bewegung,
  • Gewichtsreduktion,
  • Nikotinabstinenz,
  • wenig Alkohol,
  • Entspannungsübungen (z.B. Autogenes Training),
  • gesunde Ernährung
  • Einschränkung des Salzkonsums unter vier bis sechs Gramm pro Tag.

Bei sekundärer Hypertonie helfen die allgemeinen Maßnahmen nicht, es muss die Grunderkrankung behandelt werden. Eine Einengung der Nierenarterien lässt sich beispielsweise weiten. Greifen die Massnahmen der Lebensstilumstellung nicht, oder zu wenig wird eine medikamentöse Therapie eingeleitet.  Eine leichte bis mittlere Hypertonie kann man mit natürlichen Heilmitteln behandeln. Eine schwere Hypertonie muss mit chemischen Medikamenten behandelt werden, die der Arzt richtig auswählen und einstellen muss.

Blutdruck natürlich behandeln

Eine leichte Hypertonie kann neben den Veränderungen des Lebensstils, auch mit natürlichen Mitteln behandelt werden. Die Natur bietet verschiedene Anwendungsformen und Therapiemöglichkeiten: Eine gute und zuverlässige Möglichkeit bietet ein homöopathisches Arzneimittel, welches der Schweizer Arzt Dr. med. Carl Spengler aus Davos vor über 80 Jahren entwickelt hat. Spenglersan Mycobacterium comp. D13-A  Mycobacterium comp. D13-A hat eine erweiternde Wirkung auf die kleinen Gefässe, die sog. Arteriolen und Venolen. Die in den kleinen Gefässen stattfindende Mikrozirkulation ist für die Regulation des Blutdruckes enorm wichtig. Durch die erweiternde Wirkung kann wieder mehr Blut zu, bzw. von den Organen abfliessen. Gleichzeitig wird das Fliessverhalten des Blutes verbessert, sowie eine bessere Verteilung des Blutes im Gewebe erreicht. Durch diese Effekte sinkt der Strömungswiderstand in der Mikrozirkulation und damit auch der Blutdruck. Das Mittel wird äusserlich angewendet und ganz einfach in die Ellbeuge gesprüht und eingerieben. Wenn Sie schon chemische Blutdrucksenkende Mittel einnehmen, können deren Nebenwirkungen erheblich abgemildert werden. Auch in der Pflanzenwelt finden sich verschiedene Heilkräuter, die zur unterstützenden Behandlung von leichter bis mittlerer Hypertonie eingesetzt werden können.  

Der Weissdorn wirkt regulierend und ausgleichend auf die Herztätigkeit und den Blutdruck. Er verbessert die Durchblutung der Herzkranzgefässe und stärkt das Herz.
Die Inhaltsstoffe des Knoblauchs können die Blutfettwerte senken. Dadurch mildert sich die Arteriosklerose und das Blut kann wieder besser fliessen. Der Blutdruck sinkt.
Auch die Mistel wird seit langem zur Therapie von Bluthochdruck eingesetzt. Sie hat eine sanfte regulierende Wirkung auf den Blutdruck. Rauwolfia kommt primär als spagyrisches Heilmittel zum Einsatz und hat eine regulierende Wirkung auf die Blutgefässe. Dadurch kann sich auch der Blutdruck normalisieren.
​Patienten deren Blutdruck empfindlich auf Stress reagiert profitieren auch von der entspannenden Wirkung von Taigawurzel, Melisse, Baldrian und Passionsblume.
Weiter können auch Schüsslersalze den Therapieverlauf bei Bluthochdruck positiv beeinflussen. Calcium phosphoricum (Nr.2), Kalium phosphoricum (Nr.5) und Magnesium phosphoricum (Nr.7) mildern die Auswirkungen von Stress. Magnesium phosphoricum wirkt zudem Krampflösend auf die Gefässe. Natrium chloratum (Nr.8) hat gute Wirkung auf die Blutfliesseigenschaften.
Ausserdem hat sich auch der Einsatz ätherischer Öle bewährt, da sie sowohl auf Körper als auch auf Geist wirken. Als Mischung für die Duftlampe, im Massageöl oder als Ölbad haben die ätherischen Öle von Lavendel, Litsea cubeba, Melisse, Mandarine, Neroli, Orange, Ylang Ylang und Zitrone gute Wirkung gezeigt.

Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie über die verschiedenen Therapie- und Kombinationsmöglichkeiten beraten, damit Sie die für Sie richtige Therapie erhalten. Grundsätzlich sollte eine Blutdrucktherapie ein Leben lang fortgeführt werden. Werden die natürlichen Heilmittel als Ergänzung zu chemischen Blutdrucksenkern eingesetzt, ist es äusserst wichtig die chemischen Medikamente nicht eigenhändig abzusetzen oder deren Dosierung zu verändern!

Bluthochdruck – Vorbeugen

Genau wie die Veränderung des Lebensstils den Blutdruck positiv beeinflussen kann, kann sie auch vorbeugend helfen eine Hypertonie zu vermeiden. Halten Sie sich dabei an folgende Tipps:

  • Messen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig. Das gilt vor allem für Personen, die übergewichtig sind oder Angehörige mit Bluthochdruck haben.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht. Sie sollten sich abwechslungsreich mit viel Obst und Gemüse ernähren. Achten Sie auf einen hohen Gehalt an Ballaststoffen. Versuchen Sie auch Fett einzusparen. Jedes Kilo Übergewicht weniger auf der Waage bringt eine Senkung des Blutdrucks um mindestens 1-2mmHG
  • Bewegen Sie sich viel und regelmäßig. Gemässigter Ausdauersport, wie Radfahren, Schwimmen, Walking, Wandern, … eignen sich am besten. Hüten Sie sich aber vor Überanstrengung und Erschöpfung. Ideal wäre 3x pro Woche während 30-60 Minuten. Falls Sie nicht schon regelmässig Sport betreiben, sollten Sie die Intensität nur langsam steigern.
  • Schränken Sie den Genuss von Alkohol ein. Ein gelegentliches Glas Wein schadet nicht, aber mehr sollte es nicht sein.
  • Versuchen Sie, das Rauchen aufzugeben
  • Vermeiden Sie Stress und starke Anspannung. Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga oder Atemtechnik können helfen, mit Stresssituationen besser umzugehen und dadurch den Blutdruck weniger ansteigen zu lassen.

Blutdruckmessen – aber richtig

Viele Menschen, die wegen eines hohen Blutdrucks in ärztlicher Behandlung sind, kontrollieren ihren Blutdruck selber. Entsprechende Messgeräte werden heute in jeder Drogerie angeboten. Damit die Messwerte genau sind, gilt es einige Regeln zu beachten.

  • Die Messung sollte nach drei- bis fünfminütiger Ruhe in einem ruhigen Raum erfolgen, weil jede Anstrengung und Aufregung den Blutdruck kurzfristig in die Höhe schnellen lässt. Bewegen Sie sich nicht und auch das Sprechen sollten Sie während der Messung unterlassen
  • Beim ersten Mal den Druck an beiden Armen messen und in Zukunft den Arm mit dem höheren Wert wählen.
  • Falls Sie Tabletten gegen hohen Blutdruck einnehmen: Messen Sie den Blutdruck morgens vor der Tabletteneinnahme. Hohe Morgenwerte sind besonders gefährlich und manchmal müssen die Medikamente angepasst werden.
  • Die Manschette sollte auf Herzhöhe sein. Bei Handgelenksmanschetten also nicht am hängenden Arm messen.
  • Nicht von einzelnen hohen Werten aus der Ruhe bringen lassen und ständig nachmessen. Das erzeugt Stress und die Werte steigen noch weiter. Ist der Blutdruckwert zu hoch, mindestens eine Minute warten und dann erst nachmessen. Bei unterschiedlichen Werten ist der niedrigere, der richtige.
  • Es gibt unterschiedliche Manschettenbreiten. Um genaue Messungen zu bekommen, muss die Manschettenbreite an den Armumfang angepasst sein.
  • Notieren Sie die gemessenen Werte mit Datum und Uhrzeit. Auch sollten die Messungen immer etwa zur gleichen Tageszeit und unter den gleichen Umständen stattfinden. Nur so ergibt sich ein aussagekräftiges Bild über Ihren Blutdruck.
  • Blutdruckmessgeräte müssen regelmäßig gewartet werden.

Bilder: RainerSturm / pixelio.de

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