Gesundheit

 

Die Helligkeit der Haut entscheidet

Die Sonne weckt unsere Lebensgeister. Alle sehnen sich nach sonnigen Sommertagen. Doch  zu viel des Guten birgt Gefahren. Sonnenschutz ist deshalb (lebens)wichtig. Die Sonne weckt unsere Lebensgeister. Alle sehnen sich nach sonnigen Sommertagen. Doch  zu viel des Guten birgt Gefahren. Sonnenschutz ist deshalb (lebens)wichtig.


© Beat Brechbühl

Sonnenlicht wirkt positiv auf unsere Psyche. Eine erhöhte Sonneneinstrahlung jedoch ist schädlich und sollte unbedingt vermieden werden. Daher ist Sonnenschutz von grosser Bedeutung, um Hautkrebs und der Alterung unserer Haut vorzubeugen. Zu beachten gilt auch: Kälte und Bewölkung täuschen oft über die Strahlenintensität hinweg. Bei bedecktem Himmel dringen immer noch bis zu 80 Prozent der UV-Strahlen durch die Wolkendecke. Helle Flächen wie Schnee, Eis, Sand, Beton oder Wasser reflektieren die UV-Strahlen und verstärken so deren Wirkung sowie jene der UV-B-Strahlung. Nachfolgend finden Sie Antworten auf brennende Fragen sowie ein paar Regeln zum Schutz gegen UV-Einstrahlung.

Gibt es eine gesunde Bräune?
Nein, die gibt es nicht. Wer sich intensiv bräunt, hat eine stark lichtgealterte Haut und erhöht sein Hautkrebsrisiko. UVA-Strahlen schädigen das Bindegewebe der Haut, was zu einer Abnahme der Elastizität der Haut und zu einer frühzeitigen Hautalterung führt.

Was sagt der Lichtschutzfaktor (LSF) aus?
Der LSF gibt die Zeit an, in der man sich in der Sonne aufhalten kann. Dabei wird der LSF mit der Eigenschutzzeit multipliziert. Die Eigenschutzzeit kann variieren. Sehr hellhäutige Menschen, oft solche mit rötlichen Haaren, sollten nicht länger als drei Minuten ungeschützt in der Sonne sein, dunkelhäutige verfügen über eine Eigenschutzzeit bis zu 90 Minuten. So oder so sollte man sich nicht allzu lange in der Sonne aufhalten, denn entscheidend ist die Dauer sowie die Art des Aufenthaltes. Immer aber gilt: Selbst das einmalige Verwenden von Cremes mit Schutzfaktor 50 schützt nicht während einem ganzen Tag. Wiederholtes Eincremen ist notwendig.

Für wen ist welches Sonnenschutzmittel geeignet?
Es hängt vom Hauttyp ab, wie lange die Haut den UV-Strahlen ausgesetzt werden kann. Je heller der Farbton der Haut, desto kürzer die Zeit, die man ohne Sonnenschutz unbeschadet in der Sonne verbringen kann. Durch Produkte mit hohem Lichtschutzfaktor lässt sich diese Zeit verlängern. Für Erwachsene reichen je nach Hauttyp und Stärke der Sonneneinstrahlung meist Produkte mit LSF 25. Für das Gesicht wird grundsätzlich ein höherer LSF von 30 empfohlen, bei den hellsten Hauttypen sogar Produkte mit LSF 50.

Muss ich bei «wasserfesten» Produkten nachcremen?
Vorsicht ist geboten beim Begriff «wasserfest» auf Sonnenschutzmitteln. Als wasserfest gilt zum Beispiel, wenn nach einer bestimmten Zeit des Wasserkontaktes noch 50 Prozent der Schutzwirkung erhalten sind. Nachcremen ist also sinnvoll, übrigens auch nach starkem Schwitzen oder vermehrten Trockenreiben. <

Weitere nützliche Informationen zu Sonnenschutz unter www.krebsliga.ch (Rubrik: Prävention)

7 goldene Regeln zum Schutz gegen UV-Einstrahlung

  1. Halten Sie sich in der Zeit der stärksten Sonneneinstrahlung, zwischen 11 und 15 Uhr, nur kurz in der Sonne auf.
  2. Bleiben Sie möglichst im Schatten.
  3. An der Sonne Hut, Sonnenbrille und geeignete Kleidung tragen.
  4. Babys und Kleinkinder bleiben am besten im Schatten und bekleidet. Wenn dies nicht möglich ist, verwenden Sie nach dem ersten Lebensjahr spezielle Kindersonnenschutzmittel mit besonders hohem Schutzfaktor.
  5. Verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit UV-B- und UV-A-Filter auf der unbedeckten Haut und wählen Sie Produkte mit dem Logo für den UV-A-Schutz.
  6. Tragen Sie Sonnenschutzmittel immer dick auf. Cremen Sie sich nach dem Schwimmen oder Abtrocknen erneut ein.
  7. Vergessen Sie nicht, auch Lippen, Ohren, Nase und Fussrücken zu schützen.

Text: Angelo Gonzalo, Bild: Beat Brechtbühl