Gesundheit

 

Gesundheit auf schmalen Latten

Langlauf ist gesund. Wie ein gutes Fondue kann diese Sportart die Laune erhellen. Auf dem Stoos kriegt man beides und eine fantastische Bergkulisse obendrauf.


© ZVG

War Langlaufen früher für viele Wintersportler bestenfalls eine Schlechtwetter-Alternative zum Skifahren, erfreut sich diese Sportart steigender Beliebtheit. Es ist ein Genuss, auf Langlaufskiern durch verschneite Winterlandschaften zu gleiten und dabei die Natur zu erleben. Die Nebeneffekte sind erbaulich: Das Laufen auf den schmalen Latten wirkt sich positiv auf viele Gesundheitsfaktoren aus. Es ist im Gegensatz zum alpinen Skifahren ein gelenkschonendes Ausdauertraining, weil die Bewegungsabläufe runder, regelmässiger sind – und gleichzeitig eine optimale Kraftübung. Dazu ist Langlaufen ein regelrechter Kalorienkiller: Ein motivierter Amateur kann in einer Stunde an die 900 Kilokalorien verbrennen. Für den Sporteinsteiger bietet der Sport schlicht viele Vorteile. Gut, dass er in zwei bis drei Tagen zu erlernen ist und man schnell Fortschritte machen kann. Einzige Voraussetzung: Schnee muss es haben. Zum Beispiel auf dem Stoos, den wir empfehlen.

WINTERSPORTGEBIET STOOS

Auf dem Stoos warten gut ausgebaute Loipen auf begeisterte Langläuferinnen und Langläufer. Der familienfreundliche, autofreie Bergsportort liegt im Herzen der Zentralschweiz hoch über dem Vierwaldstättersee auf 1300 bis 1935 Meter über Meer. Der Ort ist mit der steilsten Standseilbahn Europas von Schwyz oder mit der kleinen Luftseilbahn ab Morschach erreichbar. Das kleine, aber feine Langlaufangebot umfasst zwei Loipen mit insgesamt über 15 Kilometern Länge in einer zauberhaften Winterlandschaft. Die Langlaufloipen werden klassisch und für Skating gespurt. Beide beginnen auf 1300 Metern und liegen daher meistens über der Nebelgrenze im Sonnenschein und sind schneesicher. Die gemütliche Loipe befindet sich im Frontal. Bei der Bergstation des Skilifts Maggiweid ist der Einstieg in die zweite Loipe, welche über eine anspruchsvollere Route führt.

Nadine Fähndrich

Nadine Fähndrich

Nadine Fähndrich, 19, Horw, Langläuferin und Nachwuchs-Schweizermeisterin, 15 Stunden pro Woche auf den Skiern. Karriereziel: Weltcupstart 

Was fasziniert Sie an dieser Sportart?
Dass sie so abwechslungsreich ist. Man braucht Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Technik. Und auch, dass die Trainings meistens draussen absolviert werden.

Was raten Sie einer Anfängerin oder einem Anfänger?
Ich empfehle einen Kurs, da werden immer gute Tipps gegeben. Danach viel laufen und ab und zu auch mal eine Übung einbauen wie zum Beispiel laufen ohne Stöcke.

Text: Angelo Gonzalo