Gesundheit

 

Heuschnupfen

Obwohl Heuschnupfen nichts mit Heu zu tun hat, wird dieses Wort in verschiedenen Sprachen zur Benennung dieser saisonalen Erkrankung verwendet. Zur umfassenden Eigenbehandlung gibt es viele natürliche Behandlungsstrategien, die in der Drogerie angeboten werden können.


Gunda Schünemann pixelio.de

Des einen Freud – des andern Leid
Wer freut sich nicht auf den Frühling, wenn die Natur zu neuem Leben erwacht! Für immer mehr Menschen beginnt in dieser Zeit jedoch eine mehr oder weniger lange Phase mit lästigen Beschwerden.

Überall sieht man Personen mit triefender Nase, geröteten Augen und mehr oder weniger heftigem Jucken.

Die Betroffenen leiden an Heuschnupfen, der manchmal auch schon im Winter auftreten kann.

Allergische Rhinitis
Der medizinische Fachausdruck dafür ist Allergische Rhinitis oder Pollinose. Sie ist eine schädigende Überreaktion des Organismus auf Stoffe aus der Umwelt (Allergene). Dabei werden körpereigene Substanzen freigesetzt u.a. Histamin. Diese bewirken eine Gefässerweiterung und Flüssigkeitsaustritt ins Gewebe. Daraus entstehen die beschriebenen, individuell stark auftretenden Symptome. Dazu können auch Beschwerden wie Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten kommen. Der Heuschnupfen tritt meistens schon in früher Jugend auf und bleibt während Jahrzehnten bestehen. Die Anzahl Patienten ist zunehmend, inzwischen spricht man schon von 15 bis mehr als 30 Prozent bei Kindern und Jugendlichen.

Fliegende Pollen
Für den Heuschnupfen sind vom Wind verbreitete Pollen verantwortlich. Die klassische Pollenflugzeit ist der Frühling, deshalb tritt die Allergische Rhinitis auch vor allem in den Frühlingsmonaten März bis Mai auf. Es gibt aber auch typische «Frühflieger» und «Nachzügler». Die Pollen von Hasel und Erle sind schon im Januar unterwegs, Nessel und Beifuss blühen erst von Juni bis September. Im Internet findet man Pollenflugkalender mit entsprechenden Angaben, in Tageszeitungen Art und Intensität der momentan in der Luft fliegenden Pollen.

Wer auf welche Pollen reagiert, ist sehr individuell und muss allenfalls mit einem Test ermittelt werden. Beim allerersten Kontakt entsteht eine Sensibilisierung ohne Symptome und ab dem zweiten Kontakt die eigentliche Allergische Rhinitis.

Desensibilisierung
Eine Behandlungsstrategie der Allergischen Rhinitis stellt die Desensibilisierung dar. Bei diesem Verfahren, auch spezifische Immuntherapie oder Hyposensibilisierung genannt, werden den betroffenen Personen anfänglich im Abstand von 1 bis 2 Wochen die Allergene (Pollen) als sogenannte Allergoide (chemisch veränderte Allergene auf einer Trägersubstanz) in steigender Konzentration injiziert. Nach dem Erreichen der maximalen Dosis wird diese im Abstand von etwa 4 Wochen weiter gespritzt, bis die betroffene Person auf den Kontakt mit dem Allergen nicht mehr allergisch reagiert. Das kann 3 Jahre oder länger dauern.

Natürliche Präparate gegen Heuschnupfen
Nebst den klassischen Antihistaminika stehen in der Drogerie und Apotheke verschiedene natürliche Präparate zur Bekämpfung der Heuschnupfen-Symptome zur Verfügung. Neben spagyrischen Lösungen, wie Küchenzwiebel, Pestwurz oder Cardiospermun, die jede Drogerie individuell mischt, bietet das weite Feld der Homöopathie verschiedene Behandlungsstrategien an. Je nachdem werden entsprechende Komplexmittel oder ein klassisch-homöopathisches Einzelmittel empfohlen. Dafür braucht es eine kürzer oder länger dauernde Befragung der individuellen Symptome und eine genaue Auswertung. Nebst Allium cepa, Euphorbium, Luffa und Graminis pollen kommen dann auch noch viele weitere Substanzen zum Zug.

Die Phytotherapie bietet unter anderem Präparate mit Ballonrebe (Cardiospermum halicacabum) und/oder Zinnkraut (Equisetum arvense) an, oder auch Schwarzkümmelpräparate. Wer eher mit Vitalstoffen arbeitet, empfiehlt die tägliche Einnahme von 10 mg Zink, 50 µg Selen sowie von Magnesium als Handelspräparate oder als magnesiumreiches Mineralwasser und zusätzlich Vitamin C. Ein Behandlungserfolg erreicht man am ehesten, wenn man die Einnahme dieser Präparate einige Tage vor dem Auftreten des Heuschnupfens beginnt und bis ans Ende des entsprechenden Pollenflugs einnimmt.

Spenglersan
Vielversprechend ist die Spenglersan-Therapie, die mit homöopathisch potenzierten Bakterienprodukten das Immunsystem stärkt. Es sind keine Nebenwirkungen bekannt und eignet sich bestens für eine umfassende und natürliche Beratung in der Drogerie. Es wird als Spray auf die Haut aufgetragen oder als Nasenspray eingesetzt. Für die normale Heuschnupfenzeit empfiehlt sich Spenglersan Staphylococcus comp. D14-K Nasenspray. Er wird 14 Tage vor dem bekannten Pollenflug und bis an dessen Ende eingesetzt, fünfmal täglich 2 bis 3 Spraystösse. Bei heftigen, entzündlichen Symptomen hilft zusätzlich Spenglersan Virus influencae comp. D13-K Nasenspray.

Text Christoph Bachmann