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Rauchentwöhnung

«Ich würde ja mit dem Rauchen aufhören, wenn die Sache mit dem Zunehmen nicht wäre.» Solche Aussagen zeigen das Dilemma des Rauchers, der Raucherin. Wer versteht, was im Körper vorgeht, kann sich gut auf eine rauchfreie Zeit ohne Gewichtszunahme einstimmen.

Gleich vorneweg: Es stimmt, Nikotin macht nicht nur süchtig, sondern kurbelt auch den Energieverbrauch an. Das bedeutet, dass der Körper gänzlich ohne Bewegung ca. 250 bis 300 kcal mehr pro Tag verbrennt. Raucher weisen demnach tendenziell ein tieferes Gewicht auf, als sie ohne Rauchen hätten. Zudem sättigt Zigarettenrauch die Süssgelüste wie auch das Hungergefühl bis zu einem gewissen Grad. Der Preis dafür ist aber hoch: Die allgemeine Gesundheit, das Geschmackserlebnis und die Puste leiden stark unter dem Rauchen. Deshalb macht es Sinn, mit dem Rauchen aufzuhören und dann erstmal kräftig durchzuatmen.

Ohne Wille kein Weg

Die absolute Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Rauchentwöhnung ist der eigene Wille. Der Druck des Arztes, der Partnerin oder des Partners sowie ein schlechtes Gewissen sich selbst gegenüber werden kaum ausreichen, das Rauchen ein für allemal aufzugeben. Es braucht den eigenen starken Willen, um sich vom Tabak zu befreien. Ist dieser Wille vorhanden, stehen die Chancen gut. Idealerweise geht man vorbereitet in dieses persönliche Projekt. Das Essverhalten, die Klarheit über die eigenen Gewohnheiten und genügend Bewegung sind hier entscheidend.


Die absolute Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Rauchentwöhnung ist der eigene Wille.

Aufs Essen achten

Achten Sie bei der Ernährung auf mehr «Buntes» (Gemüse, Früchte, Salat) bei den Hauptmahlzeiten. Das effektive Problem sind die Zwischenverpflegungen, diese salzigen oder süssen Snacks zwischendurch bzw. beim Krimi oder Fussballspiel vor dem Fernseher. Dies umso mehr, als bei einem Rauchstopp diese Essgelüste vermehrt auftreten. Hier sind zwei einfache Grundsätze zu beachten:

  • Wenn ich esse, dann mache ich nur das! Dabei also keine Arbeit verrichten, das Smartphone zur Seite legen, nicht fernsehen oder Zeitung lesen und allgemein keine weiteren Aktivitäten damit verbinden.
  • Bei Hunger wie auch plötzlich auftretender Lust nach Süssigkeiten empfehlen sich Lebensmittel, die süsslich und faserreich sind, wie Früchte oder Karotten, allenfalls leichte Vollkorn-Crackers.

Das gute kaltgepresste Öl im Salat bleibt im Menüplan. Hingegen sind die versteckten Fette in Wurstwaren und Süssigkeiten genauso zu meiden wie Nahrungsmittel mit sogenannt «leeren» Kohlenhydraten (zum Beispiel Weissmehlprodukte). Auf diese Weise wird dem Körper weniger Energie (Kalorien) zugeführt. Hilfreich sind auch faser-reiche Topinambur-Toffys, die leicht süsslich sind und etwas das Hungergefühl nehmen. Der Blutzucker kann auch mit den Vitalstoffen Zink, Mangan, und Chrom stofflich oder mit Schüsslersalzen positiv beeinflusst werden.


Mehr Bewegung steigert den Energieverbrauch und das Wohlbefinden.

Auf und davon

Mehr Bewegung steigert den Energieverbrauch und das Wohlbefinden. Etwas schnellere Spaziergänge im Wald oder sonst an der frischen Luft helfen hier sehr gut. Auch ein leichtes Jogging eignet sich vorzüglich. Beginnen Sie einfach mal damit, anstelle des Liftes oder der Rolltreppe die Treppe hinauf- und hinunterzulaufen. Wer regelmässig Sport treibt, schüttet Glückshormone aus. Das ist eine willkommene Unterstützung beim Rauchstopp. Mehr Bewegung hilft stark beim Ändern von Gewohnheiten. Wer statt einem Feierabendbier in der Bar zu trinken sich draussen bewegt, lässt viele Momente mit erhöhtem Rückfallpotenzial aus. Meiden Sie vorerst derartige Verlockungen, zumal Alkohol die Lust zum Rauchen steigert. Deshalb hilft es, schon vor dem letzten Suchtstängel sich die Woche etwas zu planen und Neues einzubauen. Nikotinersatzpräparate wie Kaugummi oder Pflaster können hier helfen, wobei es stark auf die Anzahl der gerauchten Zigaretten ankommt, um zu entscheiden, was richtig ist. Lassen Sie sich hier kompetent in Ihrer Drogerie oder Apotheke beraten.

Ein idealer Helfer ist auch die Antirauch-Spagyrik-Mischung mit Pflanzenessenzen, die dabei helfen, die Sucht, die Nervosität und die Anspannung zu lindern sowie reinigend auf die Lunge zu wirken. Immer dann, wenn das nagende Verlangen nach Nikotin drängt, kann der Spray angewandt werden.

Auch die taktile Gewohnheit beim Rauchen, dieses Gefühl, etwas zwischen den Fingern haben zu müssen, ist nicht zu unterschätzen. Süssholzstängel, auf denen gekaut werden darf, schaffen hier einen altbewährten Ersatz.

Achtung Rückfall

Die süchtig machende Substanz Nikotin ist zwar bereits nach vier bis fünf Tagen aus dem Körper geschafft. Es stellt sich beim Ex-Raucher eine euphorische Stimmung ein, weil man es angeblich nachhaltig durchstehen kann. Auch die Empfindungen von Geruch und Geschmack werden intensiver und natürlicher. Doch aufgepasst: Nach drei, oft auch nach sechs und neun Monaten können Entzugserscheinungen auftauchen, und die Lust aufs Laster ist plötzlich wieder da. Diese erneuten Krisen treffen den Ex-Raucher meist unvorbereitet, was oft zu einem Rückfall führt, weil die Anfangseuphorie längst abgeklungen ist und die Disziplin nachlässt. Hier gilt es erneut: nicht aufgeben, den eigenen Willen stärken, sich Hilfe und Beratung holen. Durchhalten!

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