Gesundheit

 

Sporttreiben- Gesund und Riskant zugleich

Achtung, fertig los! Sport hält fit und gesund, doch im Eifer des Gefechts kann leicht ein Unfall passieren. Gerade stumpfe Verletzungen wie Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen sind dabei keine Seltenheit. Bei der Schadensbegrenzung ist schnelle Hilfe Gold wert.


Martin Garnham / Fotolia.com

Sind Sie begeisterter Fussballspieler oder Radsportliebhaber? Oder springen Sie nach einer Bergwanderung gerne ins erfrischende Nass? Dann heisst es aufgepasst: Bei diesen Sommersportarten ereignen sich schweizweit die meisten Unfälle. Häufig handelt es sich um stumpfe Verletzungen. Wird der Körper etwa zu hart von einem Ball getroffen, entsteht eine Prellung. Ein abrupter Richtungswechsel kann eine Muskelzerrung auslösen, wobei die Muskelfasern überspannt werden. Zudem kann beim Umknicken mit dem Fuss oder durch das Verdrehen des Knies eine Verstauchung hervorgerufen werden. Dabei wird der natürliche Bewegungsspielraum eines Gelenks überschritten. Die Folge: Bänder werden überdehnt und können sogar reissen.

Aufruhr im Körper
Die Folgen stumpfer Verletzungen sind mehr oder weniger starke Schmerzen. Durch zerstörte Zellen wird ausserdem eine Entzündungsreaktion ausgelöst. Dadurch kommen die Aufräumarbeiten im Körper in Gang, damit die Unfallstelle wieder repariert wird. Es werden zudem Substanzen freigesetzt, die die Durchblutung anregen und die Blutgefässe durchlässiger machen. Deswegen kann vermehrt Flüssigkeit ins Gewebe gelangen, wodurch eine Schwellung begünstigt wird. Des Weiteren kann ein blauer Fleck entstehen, nachdem Blutgefässe unter der Haut verletzt wurden.

PECH im Unglück
Ist das Missgeschick passiert, ist schnelle Hilfe gefragt. Die Vorgehensweise nach der PECH-Regel hat sich bei leichten Verletzungen des Bewegungsapparates bewährt. Dadurch gehen Schwellungen zurück und die Schmerzen werden gelindert. Zunächst ist eine Pause angesagt. Die betroffene Stelle muss dann mit Eis gekühlt werden. Es werden mindestens zwanzig Minuten empfohlen, doch vielfach sind zwei bis drei Stunden von Vorteil. Doch Vorsicht: Wird der Kühlbeutel ohne Tuch direkt auf die Haut gelegt, können Erfrierungsschäden entstehen. Des Weiteren ist eine Compression sinnvoll, indem ein Verband angelegt wird. Ergänzend wird das Hochlagern der betroffenen Gliedmasse angeraten, sofern dies möglich ist. Bei dem Verdacht auf eine komplikationsgefährdete Sportverletzung muss ein Arzt hinzugezogen werden. Dazu gehören gerissene Bänder, Muskeln oder Sehnen, Knochenbrüche und Ausrenkungen von Gelenken. Hinweise darauf geben starke Schmerzen, anhaltende Schwellungen, ein Taubheitsgefühl, Bewegungseinschränkungen oder ein spürbares Knochenreiben.

Lokale Hilfe
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Heilung zu beschleunigen. Vor dem Anlegen einer stabilisierenden Bandage kann ein kühlendes Gel mit Heparin aufgetragen werden. Dies lässt einen Bluterguss schneller verschwinden. Ausserdem helfen Salben mit dem Inhaltsstoff Diclofenac gegen Schmerzen und starke Entzündungen. Unter den pflanzlichen Präparaten haben Zubereitungen mit Arnika oder Wallwurz eine vergleichbare Wirkung.
Daneben werden häufig homöopathische Mittel eingesetzt. Sie können sowohl lokal als auch innerlich angewendet werden.

Hypericum, Arnica & Co.
In der Homöopathie eignet sich Hypericum bei Nervenschädigungen mit stechenden Schmerzen und Arnica lindert Blutergüsse, Schwellungen und Quetschungen. Des Weiteren trägt Calendula zur Wundheilung bei und Symphytum fördert das Zusammenwachsen von Knochenbrüchen. Diese vier Mittel können entweder einzeln verwendet werden oder zusammen bilden sie ein starkes Quartett bei der Behandlung von Verletzungen aller Art. Dieses Quartett ist beispielsweise im Similasan Arnica plus Spray enthalten, der äusserlich auch für Kompressen verwendet werden kann.

Heilsame Vitalstoffe
Selbstverständlich können verschiedene Vitalstoffe den Genesungsprozess ebenfalls begünstigen. So stärkt beispielsweise Vitamin C nicht nur das Immunsystem, sondern unterstützt auch den Aufbau des Bindegewebes. Ein guter Partner ist das lebensnotwendige Spurenelement Zink, das im Eiweiss-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel eine zentrale Rolle spielt. Des Weiteren gibt es Produkte mit kurzkettigen Eiweissen und Aminosäuren, die den Körper gezielt mit den notwendigen Bausteinen für die Reparatur und Neubildung des zerstörten Gewebes versorgen. Sie werden auch für eine schnelle Genesung nach Operationen, Verbrennungen und schwerer körperlicher Arbeit eingesetzt.

Endlich wieder fit
Nach einer Verletzung möchten viele Athleten bald wieder mit dem Training beginnen. Doch wann sind sportliche Aktivitäten wieder erlaubt? Dies kann sehr unterschiedlich sein. Bei einer einfachen Prellung reicht je nach Schweregrad eine kurze Pause von ein paar Tagen. Dahingegen dauert die Erholungsphase bei einer Zerrung oder Verstauchung oft bis zu sechs Wochen. Beginnen Sie den anschliessenden Wiedereinstieg langsam. Ausserdem hilft es, wenn Sie angemessene Schutzkleidung tragen, Überanstrengungen meiden und vorab ein Aufwärmtraining machen.

Richtig durchstarten
Auflockerungsübungen bereiten den Körper auf die Anstrengungen vor. Die Stoffwechselvorgänge und der Kreislauf kommen dadurch langsam in Schwung und werden nicht schlagartig überfordert. Ausserdem wird die Muskulatur besser durchblutet und elastischer, wodurch das Verletzungsrisiko sinkt. Unterstützend lockert eine Massage mit Präparaten mit ätherischen Ölen die Muskulatur und beugt Wadenkrämpfen vor. Mit diesen Massnahmen steht einem ungetrübten Sportvergnügen hoffentlich nichts mehr im Weg.

 

Tipps für einen unbeschwerten Sportgenuss

Machen Sie Auflockerungsübungen, bevor es losgeht. Wärmende Salben können helfen, die Muskeln vorzubereiten und die Durchblutung anzuregen.

Bringen Sie den Erste-Hilfe-Kasten am Sportplatz wieder auf Vordermann. Verbandsmaterial, Desinfektionsspray und Schmerzsalben sollten nicht fehlen.

Halten Sie für den Notfall ein Cold-Hot-Pack im Kühlfach bereit.

Die homöopathischen Kombi-Produkte «Similasan Verletzungsglobuli» und «Similasan Arnica plus Spray» lindern akute Sportverletzungen und fördern den Heilungsprozess.

Stützende Bandagen können einem verletzten Gelenk vermehrt Halt geben. Dadurch werden unangenehme Schmerzen gelindert und eine schnellere Genesung ist oftmals möglich.

Die Aminosäure Arginin fördert die Gewebeneubildung und die Aminosäure Glutamin ist eine wichtige Energiequelle in Stresssituationen.

Text: Monika Lenzer