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Gesund trotz Kälte und Schnee

Rundherum hört man Menschen husten oder sieht sie mit triefender Nase durch den Tag eilen. Nun gilt es den Körper zu schützen, ihn bei der Genesung zu unterstützen.

Der Körper schützt sich mit Hilfe seines Immunsystems gegen Krankheitserreger. Der Mensch kann mit dem richtigen Verhalten den Körper schützen und seine Abwehrfunktionen unterstützen. Wie aber kommt eine Erkältung überhaupt zustande und was sind die effektivsten Massnahmen zum Schutz vor bzw. bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten?

Von oben nach unten

Viren sind die Auslöser von Erkältungskrankheiten und relativ einfach übertragbar. Über Händeschütteln oder winzige Speicheltröpfchen beim Niessen oder Sprechen finden die Erkältungsviren einen neuen Wirt. Der Körper reagiert auf diesen Befall mit einer lokalen Entzündung, einer vermehrten Schleimproduktion und eventuell auch mit Fieber. Die ersten Symptome sind meist Schnupfen, Halsschmerzen und Heiserkeit. Oft verläuft die Infektion dabei von oben nach unten. Ist die Erkältung im Anfangsstadium auf den oberen Atemapparat beschränkt, befallen die Viren im weiteren Verlauf die Bronchialschleimhäute und führen zu Husten und Bronchialkatarrh. Bakterien sind selten an einer Erkältung, einem grippalen Infekt oder einer echten Grippe beteiligt. Dieser Zusammenhang erklärt auch, wieso Antibiotika in der Behandlung normaler Erkältungskrankheiten nicht eingesetzt werden sollten, denn diese wirken nur gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren. Ihr Einsatz rechtfertigt sich erst bei einem bakteriellen Befall, den der Arzt feststellen kann. Der korrekte Einsatz von Antibiotika ist äusserst wichtig, um den zunehmenden Antibiotikaresistenzen entgegen zu wirken.


Der Körper schützt sich mit Hilfe seines Immunsystems gegen Krankheitserreger.

Warm halten

Neben einer vitalstoffreichen Ernährung ist regelmässige Bewegung an der frischen Luft auch im Winter wichtig für eine gesunde Immunabwehr. Halten Sie den Körper dabei warm und trocken, damit der positive Effekt nicht durch eine Unterkühlung zunichte gemacht wird. Mütze, Schal und Handschuhe gehören also neben der Winterjacke beim Winterspaziergang unbedingt dazu. Für sportliche Aktivitäten im Freien empfehlen sich die modernen, funktionellen Textilien, die den Körper warm und trocken halten und den Schweiss nach aussen ableiten. Zusätzlich unterstützen warme Getränke und Bäder den Wärmehaushalt. Die durch Kälte und trockene Luft gestresste Winterhaut lässt sich ganz einfach und wirksam mit hochwertiger Naturkosmetik, die reich an hautverwöhnenden und pflegenden Ölen ist, schützen. Gerade die Haut um die Nase, die Lippen und die Augenpartien sind sehr empfindlich und freuen sich über eine Portion Extrapflege und Schutz. 

Richtig behandeln

Die heutige schnelllebige Zeit fordert viel von uns und unserem Körper. Krank sein liegt da nicht mehr drin. Damit die Leistungskurve einigermassen erhalten bleibt und die Symptome verschwinden, ist der Griff zu unterdrückenden Medikamenten naheliegend. Diese Massnahmen sind aber wenig sinnvoll, denn sie sind meist ein «Schuss mit der Schrotflinte» und nur wenig zielgerichtet. Stimmen Sie die Behandlung auf die Symptome Ihrer Erkältung ab und unterstützen Sie den Körper in seinen Heilungsbemühungen. So ist es beispielsweise wichtig, bei einem Bronchialhusten mit Schleimbildung den Husten und damit das Abhusten des Schleims nicht zu unterdrücken. Hier sind schleimlösende Massnahmen angebracht. Ähnlich verhält es sich bei Schnupfen und Stirnhöhlenbeschwerden. Unterschiedlich ist auch die Behandlung von Ohrenschmerzen. Ohrenschmerzen mit Druckempfindlichkeit und Schmerzen beim Kauen oder Sprechen deuten auf eine Gehöhrgangsentzündung hin, während eine Mittelohrentzündung mit pochenden Schmerzen und Fieber auf sich aufmerksam macht. Es ist wichtig, Erkältungssymptome korrekt zu unterscheiden, um die Behandlung entsprechend auszuwählen. Konkrete Vorschläge aus den verschiedenen Bereichen der Naturheilkunde finden Sie auf der separaten Übersicht auf der Folgeseite. Am Besten aber lassen Sie sich bei der Auswahl von einer Fachperson beraten, dann erhalten Sie eine massgeschneiderte und individuelle Lösung für Ihre Beschwerden. Ihr Körper dankt es Ihnen.

Umgang mit Fieber

Fieber ist eine natürliche und wichtige Abwehrreaktion des Körpers und sollte nicht wahllos unterdrückt werden. Achten Sie auf eine gute Flüssigkeitszufuhr und messen sie regelmässig die Körpertemperatur. Steigt die Körpertemperatur eines Erwachsenen über 37° C, spricht man von erhöhter Temperatur und ab 38° C von Fieber. Anders bei Babys und Kleinkindern. Hier beginnt die erhöhte Temperatur bei 38°C und Fieber ab 38,5° C. Wenn das Fieber auf mehr als 39 Grad Celsius ansteigt, über einen längeren Zeitraum anhält und mit einem schweren Krankheitsgefühl einhergeht, muss ein Arzt konsultiert werden.

Richtig Fiebermessen ist zwar keine Kunst, aber ganz wichtig, um den Krankheitsverlauf richtig zu beurteilen. Für alle Altersstufen gilt nach wie vor die Messung im After (rektal) als genaueste Methode, dicht gefolgt von der Temperaturmessung im Ohr. Temperaturabweichungen bis zu 0,5° C sind gegenüber After und Ohr bei Messungen unter den Achseln, im Mund oder auf der Stirn zu erwarten. Messen Sie deshalb immer an der gleichen Stelle, damit die Werte vergleichbar sind. Da der Fieberverlauf und die -stärke in Zehntelsschritten gemessen werden ist dies sehr wichtig. Zeigt die Messung z.B. 39°C spricht man gerade noch von mässigem Fieber, ab 39.1°C hingegen von hohem Fieber. Bei Babys und Kleinkindern ist die rektale Messung am Besten. Bei der Messung im Ohr darauf achten, dass der Messfühler ohne Druck in den Gehörgang eingeführt wird. Dabei wird das Ohr mit der freien Hand leicht nach oben und hinten gezogen. Bei Ohrthermometer mit Schutzkappen, sollte die Schutzkappe nach jeder Messung gewechselt oder bei Modellen ohne Schutzkappen der Sensor gereinigt werden, denn Verschmutzungen können das Messresultat verfälschen.

Welches Mittel für welche Erkältungsbeschwerden?

Diese Übersicht zeigt die gängigsten Naturheilmittel zur Behandlung der verschiedenen Erkältungskrankheiten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Mit einer individuellen Beratung durch eine Fachperson finden Sie jedoch die beste Lösung für Ihre Beschwerden.

Für die Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern ist unbedingt der Rat einer Fachperson einzuholen, da der unausgereifte Organismus viel empfindlicher auf die Erkältung aber auch auf die Heilmittel reagiert. Konsultieren Sie hier Ihre Drogerie oder Apotheke.

Generell können zur Vorbeugung, aber auch zur Behandlung von Erkältungskrankheiten Produkte mit Echinacea eingesetzt werden. Auch die Homöopathische Zubereitung des Grippevirus (z.B. Spenglersan Virus Influenza) oder von Asa foetida (Oscillococcinum) bieten weitere Möglichkeiten der Prävention und Behandlung in diesem Bereich.

Konventionelle Mittel:
  • desinfizierende und schmerzstillende Lutschtabletten
  • Gurgellösung
  • Halsspray
Schüsslersalz:
  • Nr.3 Ferrum phos. 
  • Nr.8 Natrium chloratum
Homöopathie:
  • Apis
  • Belladonna
  • Lachesis
  • Carbo veg.
  • Spenglersan Virus influenza Halsspray
Pflanzen-Tinktur:
  • Salbei
  • Kapuzinerkresse
Spagyrik:
  • Salbei
  • Bienenkittharz
  • Tollkirsche
  • Arnika
  • Kapuzinerkresse
Tee:
  • Gurgeln mit Salbeitee oder Malvenblatt
Zusatztipp:
  • Hals-Wickel mit Quark
  • Zitrone oder Zwiebel wirken entzündungshemmend

Konventionelle Mittel: 

  • Nasenspülungen mit Salzwasser
  • ACC-Produkte zum Einnehmen

Schüsslersalz: 

  • Nr.4 Kalium chloratum
  • Nr.6 Kalium sulfuricum

Homöopathie: 

  • Luffa
  • Cinnabaris
  • Kalium bichromicum

Spenglersan:

  • Virus Influenza Nasenspray

Pflanzen-Tinktur: 

  • schwarzer Holunder

Spagyrik: 

  • kanadischer Gelbwurz
  • Merrettich
  • wilder Jasmin
  • Schwalbenschwanz
  • Kaplandpelargonie

Tee: 

  • Kamille
  • Thymian
  • Holunderblüte
  • Lindenblüte

Konventionelle Mittel: 

  • Nasenspray und Spülungen mit Salzwasser
  • Nasenspray mit Acetylcystein (ACC)

Schüsslersalz: 

  • Nr.3 Ferrum phos.
  • Nr.4 Kalium chloratum
  • Nr.6 Kalium sulfuricum

Homöopathie:

  • Luffa
  • Sambucus 

Spenglersan:

  • Virus Influenza Nasenspray

Pflanzen-Tinktur:

  • schwarzer Holunder
  • Gelchoma hederacea

Spagyrik: 

  • Küchenzwiebel
  • Augentrost
  • schwarzer Holunder
  • Schwalbenschwanz

Tee: 

  • Kamille
  • Thymian
  • Holunderblüte
  • Lindenblüte

Zusatztipp: 

  • Spülungen mit Meersalzlösung und Inhalationen mit ätherischen Ölen aus Eukalyptus und Thymian
  • eine aufgeschnittene Zwiebel neben das Bett stellen

Konventionelle Mittel: 

  • kurzfristig (max. 7 Tage) Nasenspray mit synthetischen Wirkstoffen

Schüsslersalz: 

  • Nr.3 Ferrum phos.
  • Nr.8 Natrium chloratum

Homöopathie: 

  • Allium cepa
  • Euphrasia

Spenglersan:

  • Virus influenza Nasenspray

Pflanzen-Tinktur: 

  • schwarzer Holunder
  • Küchenzwiebel

Spagyrik: 

  • Küchenzwiebel
  • Augentrost
  • schwarzer Holunder

Tee: 

  • Erkältungstee

Zusatztipp: 

  • Gereizte Hautpartie um die Nase und zur Oberlippe hin mit Ringelblumensalbe pflegen
  • eine aufgeschnittene Zwiebel neben das Bett stellen
  • Inhalieren mit Kamille oder Thymian (nicht bei Kindern)

Text: Lukas Maron, Bilder: Beat Brechbühl

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