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Immunsystem stärken

Mit etwas Glück präsentiert sich der Winter sonnig und schneereich und das Leben in diesem Kalenderbild könnte kaum schöner sein. Einzig Grippe und Erkältungen können uns die Freude an diesem «Winterwonderland» trüben. Dagegen hilft ein Griff in die Trickkiste der Natur.

Damit die Winterfreuden erhalten bleiben, braucht der Körper vor allem ein leistungsstarkes und intaktes Immunsystem. Verschiedene Pflanzen und biochemische Mineralsalze unterstützen das Immunsystem in seinen Funktionen und halten den Körper gesund. Sollte die Vorbeugung trotzdem an ihre Grenzen stossen und das Immunsystem den Grippe- oder Erkältungsviren nicht gewachsen sein, dann gibt es ebenfalls tolle Hilfe aus diesen Therapiebereichen. Sie lassen sich untereinander kombinieren und bilden für unseren Körper einen natürlichen Wintermantel.

Pflanzenkraft – Schätze für die Gesundheit

Die Natur hält einige Pflanzen bereit, die unser Immunsystem in seiner Arbeit unterstützen können. Die wohl bekannteste unter ihnen ist der Rote Sonnenhut, Echinacea purpurea. Er hat sich in der Gesundheitsforschung als eines der wirksamsten, natürlichen Immunstimulanzien erwiesen. Schon bei den amerikanischen Ureinwohnern wurde Echinacea als Heilmittel verwendet. Der Tee aus den Wurzeln der Echinacea wurde bei Erkältungskrankheiten, steigender Anfälligkeit im Alter und zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt. Heute finden sich gutdosierte Echinacea-Präparate als Tinkturen oder Tabletten auf dem Markt. Darin enthalten sind die Wirkstoffe aus den oberirdischen Pflanzenteilen sowie auch aus den Wurzeln. Diese stimulieren die Bildung der weissen Blutkörperchen. Diese Abwehrzellen «fressen» unter anderem schädliche und fremde Erreger im Gewebe, im Blut und der Lymphe. Weiter hemmt Echinacea das Enzym, mit dem die Erkältungsviren die Schleimhäute angreifen und bremst so die Ausbreitung der Krankheitserreger im Organismus. Zusätzlich veranlasst Echinacea die Blutzellen, Botenstoffe freizusetzen, die weitere Immunreaktionen hervorrufen und mindert so die Auswirkungen einer Infektion mit Erkältungsviren. Echinacea eignet sich zur vorbeugenden Stimulierung des Immunsystems und auch zur Stosstherapie beim ersten Auftreten von Grippesymptomen.  Bei der vorbeugenden Stimulierung ist es wichtig, dass Echinaceapräparate nicht über den ganzen Winter pausenlos eingesetzt werden. Sechs bis acht Wochen sollte die Therapiedauer betragen. Dabei wird das Präparat an fünf aufeinanderfolgenden Tagen eingenommen und anschliessend wird zwei Tage ausgesetzt. Damit soll gewährleistet werden, dass das Immunsystem nicht überstimuliert und der Körper dadurch zusätzlich geschwächt wird.


Echinacea wurde schon bei den amerikanischen Ureinwohnern als Heilmittel verwendet.

Hilfe aus der Wüstenapotheke 

Nur wenige Pflanzen aus der Wüste sind uns bisher als Heilpflanzen bekannt. Wüstenpflanzen sind Gegenstand aktueller Forschungen. Alleine in der Kalahari-Wüste in Südafrika gibt es über 1'200 Pflanzen, deren Heilkräfte bisweilen erstaunlich sind. Das Wissen um diese Heilpflanzen wird von den Ureinwohnern seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben. Bereits 1897 durfte der lungenkranke Engländer Charles Henry Stevens von der tollen Wirkung einer solchen Wüstenpflanze profitieren. Er erkrankte an Tuberkulose und wurde von seinem Arzt nach Südafrika geschickt, weil das Klima vorteilhaft wäre. Dort lernte er einen heilkundigen Zulu aus dem Basuto-Land, dem heutigen Lesotho, kennen. Dieser verabreichte dem Kranken einen Sud aus den Wurzeln der Kapland-Pelargonie, der von den Urvölkern zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt wird. Charles Henry Stevens kehrte später geheilt nach England zurück und brachte die Heilpflanze nach Europa. Umckaloabo, so nannte er sie. Umckaloabo bedeutet in der Sprache der Zulu frei übersetzt «schwerer Husten». Erst hundert Jahre später fand die Arzneimittelforschung erste Wirkmechanismen heraus. 

Natürliches Antibiotikum 

Lange Jahre durch synthetische Antibiotika verdrängt, findet die Kapland-Pelargonie heute wieder zurück in den Heilmittelmarkt. Verwendet wird jedoch nicht mehr der Wurzelsud, sondern moderne Extrakte, die zu Tropfen oder Tabletten verarbeitet werden. Die einzigartige Wirkung macht diese Präparate sehr wertvoll bei akuter Bronchitis. Immunmodulierende Effekte veranlassen im Körper eine Mobilisierung von Abwehrzellen, welche die Erkältungsviren beseitigen. Gleichzeitig werden Bakterien in ihrer Vermehrung gehemmt. Dies schützt den Körper vor sekundären Erkrankungen und verhindert ein weiteres Ausbreiten der Erreger. Zu guter Letzt wird der Abtransport von Schleim aus den Bronchien verstärkt. Dadurch wird der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst und die Dauer der Bronchitis verkürzt sich. Ihre antibiotikaähnliche Wirkung beruht nicht auf einem Eingriff in den Erregerstoffwechsel, wie dies bei einem klassischen Antibiotikum der Fall wäre. Deshalb entstehen auch keinerlei Resistenzen gegen die Extrakte der Kapland-Pelargonie.


Immunmodulierende Effekte veranlassen im Körper eine Mobilisierung von Abwehrzellen, welche die Erkältungsviren beseitigen.

Stress schwächt das Immunsystem

Stress ist schon fast zum Modewort geworden. Man könnte manchmal fast meinen, dass Menschen ohne Stress total out sind. Jeder hat heute Stress, es ist hipp und gehört zu einem aktiven Leben. Stress ist nicht grundsätzlich negativ, nein es gibt sogar positiven Stress. Positiv ist der Stress dann, wenn die Aufgaben, die einem das Leben, Beruf und Familie stellen, als positive Herausforderung und als lösbar angesehen werden. Werden die Aufgaben aber als Überforderung empfunden bzw. kommen so viele Aufgaben zusammen, dass die Zeit einfach nicht reicht, alle zu erledigen, dann wird der Stress negativ. Eine Reihe von Reaktionen setzt ein, die als Folge den Körper insbesondere das Immunsystem schwächen. 

Antistress-Pflanze aus der Taiga 

In Sibirien, Nordchina und Nordkorea ist die Borstige Taigawurzel beheimatet. Auch die Taigawurzel hat eine lange Tradition und wird in ihren Heimatländern seit mehr als zweitausend Jahren zur Stärkung und Kräftigung des Körpers eingesetzt. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Borstige Taigawurzel von russischen Wissenschaftlern als Ersatz für den teuren koreanischen Ginseng eingesetzt. Daher rührt auch der gebräuchliche Name «sibirischer Ginseng». Die Inhaltstoffe beider Pflanzen unterscheiden sich, aber die Wirkung ist ähnlich. Eine althergebrachte Anwendung ist ein Teeaufguss aus der Wurzel. Gebräuchlicher sind heute vor allem Flüssigextrakte oder Tabletten, die einfacher in der Anwendung sind. Die Taigawurzel hat eine Reihe von positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. Sie verbessert die Anpassungsfähigkeit von Körper und Psyche und erhöht die Belastbarkeit, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit. Dadurch stärkt sie indirekt auch die Leistung des Immunsystems. Zusätzlich hat die Taigawurzel aber auch einen direkt stärkenden Effekt auf die körpereigenen Abwehrmechanismen. Verschiedne Wirkstoffe schützen die Zellen vor Schädigungen durch freie Radikale, Krankheitserreger und Umweltgifte und regen die Produktion weisser Blutkörperchen an. Die Aktivität der Fresszellen wird gesteigert und Krankheitserreger werden dadurch schneller zerstört. Die stärkende Wirkung wird durch eine Hemmung der Adrenalinausschüttung ergänzt. Das Stresshormon Adrenalin wird in Stress- und Notfallsituationen ausgeschüttet. Durch die hemmende Wirkung der Taigawurzel wird der Körper weniger schnell in Alarmbereitschaft versetzt und somit die körperliche und psychische Erschöpfung verringert. 


Die Taigawurzel ist sehr vielseitig einsetzbar und stärkt den Körper in Situationen von Stress, hoher Belastung, Erkältung und in der Rekonvaleszenz.

Winterhart mit Schüsslersalzen

Neben der Kraft der Heilpflanzen vermögen auch die biochemischen Mineralsalze nach Dr. Schüssler (z.B. von der Firma Omida) dem Körper Gutes zu tun. Steigende Anforderungen in Beruf und Alltag, sich verschlechternde Umweltbedingungen sowie eine ungesunde Ernährungsweise sind Faktoren dafür, dass die normalen Zellfunktionen in unserem Körper gestört werden. Erste Anzeichen für Stoffwechselstörungen sind Abgespanntheit, schnelles Ermüden sowie Anfälligkeit gegenüber Erkältungs- und Infektionskrankheiten. Im Lauf der Entwicklung der biochemischen Heilmethode kristallisierten sich zwölf Mineralstoffe heraus, mit denen sich die normalen Funktionen der Zellen wiederherstellen und erhalten lassen. Später wurde die Reihe um 13 Ergänzungssalze erweitert. Mit der Anwendung von Schüsslersalzen wird die Krankheit nicht unterdrückt, sondern die Selbstheilungsmechanismen werden aktiviert und die Zellfunktionen gestärkt. Für die Behandlung von Erkältungskrankheiten kommen verschiedene Schüsslersalze zum Einsatz. Die Nr. 3 Ferrum phosphoricum ist das erste Entzündungsmittel. Alles was rot, heiss, geschwollen und schmerzhaft ist, benötigt Ferrum phosphoricum. Bei beginnender Erkältung und Fieber, bei akuten Erkrankungen der Atemwege und zur Unterstützung des Immunsystems ist Ferrum phosphoricum das Mittel der Wahl. Auf 3 folgt 4, das scheint logisch und trifft auch im Falle der Schüsslersalze zu. Die Nr. 4  Kalium chloratum ist das Folgemittel nach Ferrum phosphoricum und findet im Erkältungsbereich Anwendung bei Schnupfen und Husten mit klarem bis weisslichem Sekret. Es hat schleimlösende Eigenschaften und unterstützt den Aufbau und die Regeneration der Schleimhäute. Fortgeschrittene Grippe und häufige Mandelentzündungen sind weitere Einsatzgebiete. 

Natrium sulfuricum, die Nr. 10 aus der Schüssler-Reihe, wird zur Nachbehandlung von Erkältungskrankheiten eingesetzt. Dieses Mineralsalz leitet Schadstoffe und körpereigene Abfallstoffe (z.B. abgestorbene Zellen) aus dem Körper und entlastet den Stoffwechsel und das Immunsystem. Das Immunsystem wird unterstützt in seinem Kampf gegen Viren und andere Keime. Zur zusätzlichen Stärkung des Immunsystems, sowohl vorbeugend als auch in der Rekonvaleszenz, eignet sich das Ergänzungssalz Nr. 21 Zincum chloratum. Zink spielt in vielen Stoffwechselvorgängen eine Rolle und ist wichtig für ein optimal funktionierendes Immunsystem. ​
Natur pur gegen Erkältungen Greifen Sie Ihrem Körper und dem Immunsystem bei Erkältungskrankheiten unter die Arme. Das Schüsslersalz Nr. 3 hilft bei beginnender Erkältung und Fieber, bei akuten Erkrankungen der Atemwege und unterstützt das Immunsystem. Bei Schnupfen und Husten mit klarem bis weisslichem Sekret löst das Schüsslersalz Nr.4 den Schleim und unterstützt Aufbau und Regeneration der Schleimhäute. Die Nr. 10 leitet Schadstoffe (z.B. abgestorbene Zellen) aus dem Körper, entlastet Stoffwechsel und Immunsystem und dient zusammen mit der Nr. 21 dem Aufbau in der Rekonvaleszenz. Ergänzen Sie die Schüsslersalze je nach Bedarf mit Heilpflanzenextrakten aus Echinacea, Kapland-Pelargonie oder Taigawurzel.

Text: Lukas Maron, Bilder: © Peter Atkins / Fotolia.com

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