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Wenn Pflanzen und Insekten uns verletzten

Hilfe! Eine Biene hat mich gestochen. Im Sommer schwirren wieder viele Insekten umher und manch gefährliches Kraut wächst am Wegrand. Damit der vergnügliche Ausflug in die freie Natur nicht mit einer bösen Überraschung endet, ist richtiges Handeln gefragt.
«Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!» Wohl die meisten Leute kennen dieses bekannte Kinderlied. Jetzt im Sommer fliegen die Bienen wieder fleissig umher, um Nektar und Pollen zu sammeln. Es ist auch die Zeit, in der uns Mücken heimtückisch im Schlaf überfallen und Blut abzapfen. Natürlich sind noch eine Reihe anderer Quälgeister unterwegs, mit denen wir gelegentlich eine unliebsame Bekanntschaft machen. Doch es gibt auch viele schöne Dinge zu entdecken, wenn es endlich wärmer wird und wir wieder mehr Zeit in der freien Natur verbringen. Vor allem die farbenfrohen Schmetterlinge und die bunten Blumen sind eine wahre Pracht. Doch aufgepasst: Mit bestimmten Pflanzen ist nicht gut Kirschen essen! Ein bekanntes Beispiel ist die Brennnessel: Beim direkten Hautkontakt reizen ihre Inhaltsstoffe die Haut. Etwas anders ist es bei Pflanzen mit lichtsensibilisierenden Substanzen. Typische Vertreter sind das Johanniskraut, der Bärenklau und einige Zitrusgewächse. Erst durch das Einwirken von Licht entstehen aggressive Inhaltsstoffe, die dann juckende Pusteln und Bläschen verursachen. Abgesehen davon können empfindliche Personen auf bestimmte Pflanzen allergisch reagieren. Weit verbreitet ist die Unverträglichkeit gegen Korbblütler wie Arnika, Huflattich und Schafgarbe. Allergie – ja oder nein?
Bei einer Allergie interagieren bestimmte, eigentlich harmlose Stoffe mit unserem Immunsystem. Dabei reagiert es übermässig heftig, und die betroffenen Stellen werden plötzlich von Juckreiz, Quaddeln, Hautrötungen und Hitzegefühl heimgesucht. In seltenen Fällen sind die Auswirkungen sogar im ganzen Organismus spürbar. Dann können mitunter gefährliche Atem- und Kreislaufprobleme auftreten. Doch warum werden eigentlich nur manche Menschen von einer Allergie geplagt? Hier wird zwar viel diskutiert, doch eine endgültige Erklärung wurde noch nicht gefunden. Es gibt mehrere Hinweise, dass diese Neigung angeboren ist. Ausserdem wird vielfach angenommen, dass unser Immunsystem durch zu viel Hygiene unterfordert ist. Deshalb stürzt es sich auf ungefährliche Substanzen, damit es genügend zu tun hat. Wollen Sie es genau wissen? Mit einem Allergietest kann abgeklärt werden, ob tatsächlich ein erhöhtes Risiko vorliegt. Anders ist es bei hautreizenden Substanzen: Hier wird keine Immunreaktion ausgelöst, sondern Insektengift oder bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe greifen unsere Haut an. Es handelt sich um eine direkte Schädigung der betroffenen Stellen, woraufhin sich häufig eine Entzündung bildet. Dieser Ablauf ist bei allen Menschen mehr oder weniger gleich. Achtung: Mückenalarm!
Sind Sie heute Morgen mit einem quälenden Mückenstich aufgewacht? Das oberste Gebot lautet: Kratzen ist verboten! Dies ist zwar schwer, doch ansonsten wird der Juckreiz oft nur noch schlimmer. Ausserdem wird die Haut dadurch leicht verletzt. Sie können sich selbst überlisten, falls es Ihnen schwer fällt. Dazu wird die Stelle einfach mit einem Pflaster abdeckt. Des Weiteren sind die Schüsslersalze Nummer 3 und 8 gute Helfer in der Not. In akuten Fällen kann alle fünf bis fünfzehn Minuten je eine Tablette im Mund langsam gelutscht werden. Für die lokale Anwendung gibt es zudem ein Creme-Gel, das beide Salze vereint. Haben Sie es gerade nicht zur Hand? Dann können Sie einen Brei aus einigen Tabletten und Wasser herstellen und auf die betroffene Stelle auftragen. Alternativ eignen sich spezielle homöopathische Zubereitungen mit Viren und Bakterien. Sie sind vielseitig einsetzbar und in einer praktischen Sprayform erhältlich. Die Stichstelle wird damit sofort grosszügig besprüht und anschliessend leicht eingerieben. Dadurch wird der Juckreiz gestillt, Schwellungen gehen zurück und Schmerzen werden gelindert. Bei Bedarf kann diese Anwendung alle zehn bis fünfzehn Minuten wiederholt werden. Damit Sie erst gar nicht gestochen werden, können Sie sich mit einer Lösung aus verschiedenen ätherischen Ölen einreiben. Denn der Duft von Lavendel, Nelke, Patchouli und Zeder schreckt Mücken ab. Ein Geheimtipp bei lästigen Insektenstichen ist übrigens eine Mischung aus Manuka-Honig und Zitronenöl. Alternativ kann auch das vielseitige Teebaumöl aufgetupft werden. Schwarz-gelbe Gefahr
Wespen können in der Regel mehrmals stechen, wohingegen der Bienenstachel häufig in der Haut stecken bleibt. Hier gilt: Möglichst schnell entfernen! Eine spitze Pinzette ist dabei ein gutes Handwerkszeug. Doch Vorsicht: Manchmal hängt noch die Giftblase daran. Sie sollte beim Herausziehen nicht zerdrückt werden, damit kein weiteres Gift in den Körper gelangt. Dann am besten sofort kühlen, um grosse Schwellungen zu verhindern. Dazu eignen sich Coldpacks aus dem Kühlschrank oder kalte Umschläge mit essigsaurer Tonerde. Praktische Erste-Hilfe-Mittel aus der Spagyrik sind Apis, Belladonna und Propolis, die Schwellungen, Rötungen und Schmerzen mildern. Des Weiteren wirkt Lavandula zuverlässig gegen den unangenehmen Juckreiz. Echinacea purpurea und Chamomilla fördern dann den anschliessenden Heilungsprozess. Tipps für Allergiker
In manchen Fällen können Bienenstiche eine Allergie hervorrufen. Reagiert der ganze Körper, dann wird zur Sicherheit am besten ein Arzt aufgesucht. Dies gilt auch bei Stichen im Mund- und Rachenraum: Denn Schwellungen können eine Erstickungsgefahr auslösen. Handelt es sich jedoch nur um eine lokal begrenzte Reaktion, kann dies selbst behandelt werden. Vor allem eine Salbe mit Cardiospermum ist in solchen Fällen gut geeignet. Innerlich kann die unterstützende Einnahme von Cardiospermum Globuli oder Tabletten den Heilungsverlauf beschleunigen. Oder möchten Sie lieber auf ein Präparat aus der Schulmedizin zurückgreifen? Hier gibt es verschiedene Gels, die einen oder mehrere Inhaltsstoffe enthalten: Antihistaminika hemmen die Wirkung von Histamin, das bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird. Genauso hilfreich ist Lidocain, das lokal betäubt und somit den unangenehmen Juckreiz besänftigt. Diese Substanzen werden oft mit Menthol kombiniert. Es ist ein Bestandteil im ätherischen Öl der Pfefferminze und ruft auf der Haut ein angenehmes Kältegefühl hervor. Reizende Gewächse
Bestimmte Pflanzen können ebenfalls allergische Reaktionen auslösen. Hier können die gleichen Mittel wie bei einem allergischen Insektenstich angewendet werden. Viele Gewächse verursachen jedoch eher eine direkte Reizung der Haut. Ein typisches Beispiel: Die Kinder sind beim Spielen in ein Brennnesselgestrüpp gefallen. Ab zwei Jahren ist eine 10%ige Ammoniak-Lösung sehr wirksam. Sie wird auf die betroffenen Stellen aufgetragen, wodurch der Juckreiz verschwindet. Sie hilft übrigens auch nach einer schmerzhaften Begegnung mit Quallen und Korallen. Ansonsten ist vor allem der (Riesen-)Bärenklau dafür bekannt, dass er sehr unangenehme Hautausschläge und mit Flüssigkeit gefüllte Blasen verursacht. Was ist zu tun? Hier lautet die Empfehlung von Experten: Die Haut umgehend mit Wasser und Seife abwaschen. Da Sonneneinstrahlung die Reaktion fördert, sollte sie in den nächsten 48 Stunden gemieden werden. Ist es für vorbeugende Massnahmen bereits zu spät, helfen kühlende Umschläge. Bei grossflächigen Beschwerden ist jedoch der Gang zum Arzt sinnvoll. Erste Hilfe bei Wunden
Aufgeplatzte Blasen, aufgekratzte Insektenstiche oder widerspenstige Rosenranken können offene Wunden verursachen. Am besten werden sie regelmässig desinfiziert, damit sich keine schwere Entzündung bildet. Zusätzlich können homöopathische Globuli den Heilungsverlauf beschleunigen. Ein wichtiges Wundheilmittel ist Arnica, das sich bei Verletzungen aller Art eignet. Ein guter Kombinationspartner bei unangenehmen Hautproblemen ist Urtica, die Brennessel. Sie lindert Brennen, Juckreiz, Quaddeln und Ausschläge. Die innerliche Behandlung kann dabei sehr gut durch pflanzliche Cremes oder Gels unterstützt werden.
Mit unseren Empfehlungen können Sie gefährlichen Gewächsen und lästigen Insekten gut gewappnet gegenübertreten. Die wichtigsten Alarmsignale einer allergischen Reaktion
• Die betroffene Stelle schwillt stark an, juckt und ist gerötet.
• Ein grosser Hautausschlag mit Bläschen bildet sich.
• Übelkeitsgefühle sind möglich.
• Atemnot macht sich manchmal bemerkbar.
• Kreislaufprobleme mit Schwindel und Herzklopfen können in seltenen Fällen auftreten. Hilfreiche Tipps bei allergischen Hautbeschwerden
• Den Kontakt mit Auslösern möglichst meiden.
• Kühlende Umschläge lindern starke Schwellungen.
• Aus der Homöopathie hilft Cardiospermum.
• Gels mit Antihistaminika stoppen die allergische Reaktion.
• Bei starken Problemen heisst es: Ab zum Arzt!
• Ein Spagyrik-Spray aus Echinacea purpurea, Eleutherococcus und Propolis stärkt vorbeugend das Immunsystem. Text: Monika Lenzer
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