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Kopfschmerzen und Migräne

Kopfschmerzen gehören zu den Volkskrankheiten, die Ursache ist oft unbedenklich. Brummt der Schädel jedoch häufiger und kaum aushaltbar, können Verspannungen die Ursache sein, oder Betroffene leiden unter Migräne. Kopfschmerzmittel ohne Nebenwirkungen liefert die Natur.

Jeder Mensch leidet in seinem Leben schon mal unter Kopfschmerzen, und sei es nach übermässigem Alkoholgenuss. Die Ursachen sind vielfältig. «Eine schnelle Schmerzlinderung kann kurzfristig mit Schmerzmitteln wie Aspirin oder Panadol erreicht werden», erklärt der Drogist Lukas Maron von der Irchel Drogerie in Neftenbach, «aber wir legen auf eine ursächliche Therapie Wert.» Die Wissenschaft kennt 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Sie unterscheidet grundsätzlich primäre und sekundäre Kopfschmerzen. Bei letztgenannter Form sind die Kopfschmerzen ein Symptom, also ein Anzeichen für eine andere Erkrankung.

Ursachenforschung 

Wichtig für die Behandlung von regelmässig auftretenden Kopfschmerzen ist es zunächst, die Ursache herauszufinden. Hilfreich dabei sind die Beobachtungen und Berichte von Betroffenen, sie können ein Kopfschmerztagebuch führen oder bei einer Beratung in der Drogerie Auskunft geben: «Wir benötigen folgende Informationen», erklärt Lukas Maron, «das Alter des Kunden, seinen Beruf, die Lokalisation der Schmerzen, die Dauer, die Intensität und die Häufigkeit, zusätzliche Symptome, eventuell beobachtete Auslöser, Ess- und Trinkverhalten, sind Grunderkrankungen vorhanden, was wurde bisher gegen die Kopfschmerzen unternommen, werden Medikamente eingenommen und werden eine Brille oder Kontaktlinsen getragen?» Aufgrund der so erhaltenen Informationen ist neben der Akutbehandlung eine fundierte Beratung und Therapieempfehlung möglich. 

Der Spannungskopfschmerz ist die häufigste Kopfschmerzart. Tritt dieser an weniger als 15 Tagen im Monat auf, bezeichnet man ihn als episodisch, bei häufigerem Vorkommen als chronischen Spannungskopfschmerz. Viele Menschen leiden unter dieser Schmerzart nach einem langen, arbeitsreichen Tag am Schreibtisch. Meist beugen sie sich dabei etwas vor, das schadet der Halswirbelsäule. «Oft sind Tastatur und Bildschirm nicht auf der richtigen Höhe», sagt Lukas Maron, «der Stuhl ist nicht verstellbar und der Abstand zum Bildschirm stimmt nicht.» Der Nacken und die Schultern sind dann verspannt. Diese Muskelgruppen reagieren besonders empfindlich auf inneren und äusseren Druck, auf Fehlbelastungen und mangelnde Bewegung. Neben Entspannungstechniken haben unter Spannungskopfschmerz Leidende gute Erfahrungen mit Magnesium-Präparaten gemacht. Sie wirken krampflösend, die Muskulatur entspannt sich, und die Kopfschmerzen lassen nach. Manche Menschen klagen schon morgens unter Nackenschmerzen, die häufig von Kopfschmerzen begleitet werden. Die Ursache dafür kann ein falsches Kopfkissen sein, das zu Fehlhaltungen und Verspannungen führt. Im Fachhandel sind spezielle Kopfkissen mit Schaumstoff erhältlich, die den Kopf während der Nacht stützen, den Nacken entspannen und die Wirbelsäule in gerader Lage halten. Neben diesem sinnvollen Hilfsmittel können einige einfache Massnahmen die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Kopfschmerzen verringern, besonders wichtig in dem Zusammenhang ist eine ausreichende, tägliche Trinkmenge von Wasser. 

Viele Arbeitnehmende stehen im Berufsleben derart unter Stress, dass sie das Wochenende herbeisehnen. Sie hoffen, sich endlich erholen und die Freizeit geniessen zu können. Allerdings treten bei manchen dann nicht selten samstags, nach längerem Ausschlafen, Migräneanfälle auf. Dabei leiden Betroffene unter besonders starken Kopfschmerzen, die häufig durch zusätzliche Symptome wie Sehstörungen oder Übelkeit begleitet werden. Bei dieser Kopfschmerzform liegt eine angeborene Überempfindlichkeit bestimmter Hirnregionen vor. Dies führt dazu, dass Migränepatienten auf bestimmte Auslöser mit den beschriebenen Beschwerden reagieren. Einer dieser Auslöser kann auch der veränderte Schlafrhythmus am Wochenende sein. Bei leichten Migräneanfällen helfen verschreibungsfreie Medikamente wie Ibuprofen, die auch in Drogerien erhältlich sind. Bei starken Anfällen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. «Ein weiterer Faktor, der Kopfschmerzen am Wochenende mitbedingt, ist die Entspannung», so Lukas Maron: «Der Körper und die Muskulatur verkrampfen sich häufig während einer stressigen Arbeitswoche, das Loslassen führt dann nicht selten zu Kopfschmerzen. Auch kann Koffeinentzug an den freien Tagen eine Rolle spielen, da im Büro während der Woche meist mehr Kaffee konsumiert wird.» 

Hilfe aus der Natur 

Bei akuten Kopfschmerzen hat sich das Schüsslersalz Nr. 7: Magnesium phosphoricum D6, bewährt. «Weitere, natürliche Therapie-Möglichkeiten sollten aber über eine längere Zeit eingenommen werden, damit sie ursächlich wirken können», führt Lukas Maron aus. «So können Magnesium und Vitamine der B-Gruppe helfen, eine individuell für den Patienten gemischte Spagyrikmischung, Gemmoessenz aus der Feige, Präparate für Leber und Galle bei sogenannten Verdauungskopfschmerzen, aber auch homöopathische Mittel und weitere Schüsslersalze können eingesetzt werden. Wichtig ist ein ausführliches Beratungsgespräch, um eine individuelle Lösung zu finden. Zusätzlich können äusserlich auf Schläfen und Nacken beispielsweise Pfefferminzöl oder Lavendelöl aufgetragen werden.» 


Kopfschmerzen gehören zu den Volkskrankheiten, die Ursache ist oft unbedenklich.

Empfehlung zur Vorbeugung von Kopfschmerzen

  • Nackenentspannendes Kopfkissen.
  • Rückenschonende Matratze.
  • Fehlhaltungen, etwa am Arbeitsplatz, vermeiden.
  • Ausreichend, aber auch nicht zu viel Schlaf.
  • Kein Zähneknirschen während der Nacht.
  • Feste Rhythmen, auch am Wochenende.
  • Viel Wasser trinken (mind. 1,5 Liter pro Tag).
  • Gesunde Ernährung.
  • Optimale Versorgung mit Vitalstoffen.
  • Wenig Koffein, Nikotin und Alkohol.
  • Regelmässig Bewegung an frischer Luft.
  • Langanhaltenden Lärm vermeiden.
  • Kein Umgang mit Chemikalien.
  • Stress vermeiden.
  • Entspannungstechniken.
  • Bei Verspannungen Wärme und Gymnastik.
  • Bei häufig vorkommenden Kopfschmerzen Tagebuch führen und fachlichen oder ärztlichen Rat einholen.

Text: Ariane Kroll, Bild: © Dmytro Konstantynov / Fotolia.com

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