Kinder

 

Expertentipp Stillen – Stillen und Beruf

Mütter wünschen sich das Beste für Ihr Baby. Es gibt nichts Besseres für ein Baby als Muttermilch, dessen sind sich immer mehr Mütter bewusst und entscheiden sich deshalb zu Stillen.


Christa Müller-Aregger

Doch gerade bei der Planung, in den Beruf zurückzukehren, treten oft Zweifel auf: Kann ich zurück in den Beruf obwohl ich das Baby noch stille? Wie soll das funktionieren? Muss ich vielleicht sogar abstillen?

Christa Müller-Aregger, Stillberaterin bei Medela gibt Ihnen ein paar Tipps und Infos, wie Sie Stillzeit und Beruf einfach kombinieren können.

Egal ob Sie stundenweise, halbtags oder Vollzeit arbeiten, mit etwas Organisation ist es kein Problem, das Baby weiterhin mit Ihrer Muttermilch zu versorgen. Während der Arbeitszeit können Sie Ihre Muttermilch mit einer Milchpumpe abpumpen oder Ihr Baby zu den Stillzeiten an den Arbeitsplatz bringen lassen. Am Arbeitsplatz sollten Sie Ihren Stillrhythmus beibehalten. Das heißt, pumpen Sie im selben Rhythmus ab, in dem Sie Ihr Baby stillen würden. Der Arbeitgeber muss Ihnen dazu folgende Zeiten einräumen: Mindestens zweimal täglich eine halbe Stunde oder einmal täglich eine Stunde. Bei einer zusammenhängenden Arbeitszeit von mehr als acht Stunden soll auf Verlangen zweimal eine Stillzeit von mindestens 45 Minuten oder  wenn in der Nähe der Arbeitsstätte keine Stillgelegenheit vorhanden ist, einmal eine Stillzeit von mindestens 90 Minuten gewährt werden. Nach dem Abpumpen müssen Sie darauf achten, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Stellen Sie abgepumpte Muttermilch sofort in den Kühlschrank und verwenden Sie zum Transport Kühlakkus. Es gibt mittlerweile Taschen und Rucksäcke mit integrierten Kühlakkus, z.B. die City Style. Kühltragetasche von Medela.

Zu Hause kann Ihre Muttermilch eingefroren oder 3-5 Tage im Kühlschrank (nicht in der Kühlschranktüre) aufbewahrt werden. Die Betreuungsperson Ihres Babys kann dann während Ihrer Abwesenheit Ihr Baby mit Ihrer abgepumpten Muttermilch versorgen. Wenn sich das Stillen nach ca. 6 Wochen gut eingespielt hat, und das Baby korrekt an der Brust trinkt, gibt es meist keine Probleme, wenn mit der Flasche gefüttert wird. Falls das Füttern mit der Flasche nicht klappt, kann die Milch auch mit einem Löffel oder Becher gefüttert werden. Welche Milchpumpe ist die Richtige für den Arbeitsalltag? Milchpumpen gibt es für jeden Lebensstil und jedes Budget. Grundsätzlich unterscheidet man elektrische und manuelle Milchpumpen. Berufstätige Mütter, die regelmässig länger von Ihrem Baby getrennt sind, geniessen die Vorteile einer elektrischen Milchpumpe: Das Abpumpen ist komfortabler und bei Benutzung einer Doppelpumpe halbiert sich die Abpumpzeit. Mittlerweile gibt es auch schon elektrische Milchpumpen in einer eleganten Handtasche für unterwegs, inklusive Kühltasche und Milchflaschen (Infos unter www.medela.ch).

Worauf ist beim Milchpumpenkauf noch zu achten?
Das Abpumpen soll für Sie angenehm sein und auf keinen Fall schmerzen. Milchpumpen mit dem neuen 2-Phasen Pumpprogramm von Medela ahmen den natürlichen Saugrhythmus des Babys nach und sind so besonders sanft und effizient. Sie können damit mehr Milch in weniger Zeit abpumpen, was gerade im Beruf von Vorteil ist. Für gelegentliches Abpumpen, um mal ins Kino oder zum Sport zu gehen, ist eine Hand-Milchpumpe völlig ausreichend.

Wenden Sie sich bei Fragen rund ums Stillen auf alle Fälle auch an eine Fachfrau. Das kann Ihre Hebamme sein oder auch eine Still- und Laktationsberaterin IBCLC in Ihrer Nähe. Infos dazu unter www.stillberatung.ch, www.stillen.ch

Text: Christa Müller-Aregger, Stillberaterin IBCLC / International Education Manager
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