Kinder

 

Vitalstoffe bei unerfülltem Kinderwunsch

Kinderlosigkeit kann durch Stoffwechselstörungen bei Mann oder Frau hervorgerufen werden. Diese können auch durch hohe Schwermetall-Belastungen und eine mangelnde oder falsche Nährstoffversorgung verursacht sein. Doch die Fruchtbarkeit kann wieder verbessert werden.


Yuri Arcours / ClipDealer

Für viele Paare bedeutet ein eigenes Kind das grösste Glück und der eigentliche Sinn des Lebens. Kommt es nicht zu einer Schwangerschaft, stellt sich zunächst Verunsicherung ein, die bei anhaltenden, vergeblichen Versuchen von Verzweiflung und tiefer Traurigkeit abgelöst wird.

Fruchtbarkeitsstörungen
Fruchtbarkeitsstörungen können viele Ursachen haben, und die Zahl betroffener Paare hat in den Industrieländern in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Ein negativer Einflussfaktor ergibt sich durch den reduzierten Nährstoffgehalt der Lebensmittel, die konsumiert werden. Dieser Umstand ist auf die heutigen Produktions- und Verarbeitungsmethoden zurückzuführen. Gemeinsame Untersuchungen der englischen Royal Society of Chemistry und des Ministry of Agriculture and Food haben ergeben, dass der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen in Lebensmitteln, die frisch eingekauft werden, seit 1940 kontinuierlich abgenommen hat. Nährstoffe wie Vitamine, Mineralsalze und Spurenelemente sind für die Fruchtbarkeit aber extrem wichtig. Auch falsche Ernährungsgewohnheiten stellen ein Problem dar. Studien des deutschen Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zeigten, dass 24- bis 35-jährige Frauen vielfach bereits vor einer Schwangerschaft mit wichtigen Mikronährstoffen wie Vitamin D, Folsäure, Jod oder Omega-3-Fettsäuren unterversorgt sind.

Schwermetalle
Neben den genannten Aspekten wirken sich auch Umweltbelastungen wie Lösungsmittel,
Pestizide und Schwermetalle negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit von Mann und Frau
aus. Beim männlichen Geschlecht beeinträchtigen Aluminium, Blei und Quecksilber die Qualität der Spermien. «Schwermetalle verstecken sich etwa im Leitungswasser, in Medikamenten, in Zahnfüllungen oder auch anteilig in Deodorants », erklärt der Drogist Julius Jezerniczky, Inhaber der Drogerie Süess in Wädenswil, «die meisten Menschen wissen gar nicht, dass sie Schadstoffe aufnehmen und welche Folgen das haben kann.» Bei Frauen können sie zu unregelmässigen Zyklen und hormonellen Schwankungen
führen. Schwermetalle und eine defizitäre Nährstoffversorgung können also den Traum
von einem eigenen Kind gefährden.

Haarmineralanalyse
Haare werden von der internationalen Weltgesundheitsorganisation (WHO) als biologischer Marker für Umweltbelastungen anerkannt. Die Probenentnahme ist schmerzfrei und einfach sowie schnell in einer Drogerie durchzuführen. Mithilfe einer Haarmineralanalyse lassen sich der komplette Mineralstoffstatus und toxische Belastungen durch Schwermetalle nachweisen.
Der Gehalt im Haar ist über einen längeren Zeitraum konstant, und somit ist die Aussagekraft gegenüber einer Analyse aus Blut oder Urin in der Regel verbessert. Bei der Haarmineralanalyse wird das Haar auf 38 Mineralstoffe, Spurenelemente und Schwermetalle hin untersucht. Für diese Methode werden lediglich zwei gute Esslöffel Haare vom Ansatz benötigt. Wurde der Kopfschmuck gefärbt oder getönt, werden Körperhaare verwendet. Interessierte müssen lediglich Haare abgeben und einen Fragebogen ausfüllen, auf dem spezielle Krankheiten und Medikamenteneinnahmen erfasst werden. Die Haarprobe wird eingeschickt, im Labor ausgewertet, und nach einer Woche hat die Drogerie des Vertrauens individuelle Dossiers vorliegen.

Vitalstoffe
Anhand eines Dossiers wird vom Drogisten ein Therapieplan erstellt, wichtig dabei ist die individuelle Beratung und Begleitung. Bei toxischen Überbelastungen werden vor allem mithilfe von Vitaminen, Mineralsalzen und Spurenelementen Schwermetalle aus dem Körper ausgeleitet, und die Nährstoffversorgung wird optimiert. Frauen benötigen für die ideale Fruchtbarkeit vor allem Vitamin B12 und Folsäure. Ein besonders wichtiger Vitalstoff für die Männer ist Zink, der für die Produktion der Spermien und der männlichen
Geschlechtshormone unerlässlich ist. «Zu mir kam beispielsweise ein 41-jähriger Mann», berichtet Julius Jezerniczky, «der schon längere Zeit gemeinsam mit seiner Partnerin versuchte, Nachwuchs zu bekommen. Seine Haaranalyse ergab eine hohe Schwermetallbelastung. Nach entsprechender Vitalstofftherapie wurde seine Frau ein halbes Jahr später schwanger. Natürlich kann diese Therapie keine Wunder wirken, aber wer sich ein Kind wünscht, sollte einen gesunden Lebensstil führen und eventuell gezielt Nährstoffe als Ergänzung einnehmen. Wenn sich nach einer gewissen Zeit bezüglich des Kinderwunsches kein Erfolg einstellt, ist die beschriebene Methode sinnvoll, um die Fruchtbarkeit zu überprüfen und zu erhöhen.

Text Ariane Kroll