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Sonne auf der Haut. Schutz für gesunde Bräune

Braun sein gilt immer noch als Zeichen von Gesundheit und Vitalität. Dabei wäre die edle Blässe, wie sie bis Anfang des 20. Jahrhunderts in war, viel gesünder. Schützen Sie deshalb Ihre Haut vor den aggressiven UV-Strahlen und geniessen Sie den Sommer und die Sonne.


© Sandra Cunningham - Fotolia.com

Ohne Sonne würden wir nicht leben können. Für viele Prozesse im Stoffwechsel des Menschen ist Sonnenlicht ein zentraler Faktor. Doch bergen die Sonnenstrahlen auch Gefahren. Die UV-Strahlen können für den Menschen gefährlich werden. Diese sorgen zwar für die begehrte Bräune, schädigen aber auch die Haut. Unsere Haut wird aber nicht braun, damit wir schön aussehen, sondern um sich selbst vor den UV-Strahlen und den daraus resultierenden Schädigungen zu schützen.

UV-Strahlen und ihre Wirkung
Das ultraviolette Licht oder eben die UV-Strahlen gehören zum nicht sichtbaren Teil des Sonnenlichts. Je nach Wellenlänge wird zwischen UVA, UVB und UVC unterschieden. Normalerweise treffen nur UVA- und UVB-Strahlen auf die Erdoberfläche, der UVC-Anteil wird durch eine intakte Ozonschicht absorbiert. Durch die unterschiedlichen Wellenlängen ergeben sich auch unterschiedliche Auswirkungen auf die Haut. UVA ist für die direkte, sofortige Bräune zuständig. Sie setzt innerhalb kurzer Zeit ein, ist aber nach einigen Stunden kaum noch sichtbar. Im Gegensatz zu UVB baut die Haut durch UVA-Strahlung keine Schutzschicht auf. Vorbräunen im Solarium bringt also keine Schutzwirkung, denn Solarien strahlen nur im UVA-Bereich. Sie hinterlässt auch keine unmittelbar sichtbaren Schäden. Daher bleiben ihre Auswirkungen auch lange Zeit unbemerkt. Tief in der Haut werden aber die elastischen Fasern geschädigt. Damit trägt UVA massgeblich zur vorzeitigen Hautalterung und zur Faltenbildung bei. Auch lichtbedingte Hautausschläge und Sonnenallergie gehen auf das Konto der UVA-Strahlung.
UVB-Strahlen erzeugen die langsam einsetzende und langanhaltende Bräune. Dabei bildet der Körper den braunen Hautfarbstoff Melanin. Die Bräunung durch UVB ist ein natürlicher Schutzmechanismus gegen das Sonnenlicht. Zusätzlich verdickt sich unter dem Einfluss von UVB-Strahlen die Hornhaut und bildet die sogenannte Lichtschwiele, ebenfalls ein Eigenschutzmechanismus. Wenn die UVB-Strahlen zu lange auf ungeschützte Haut treffen, entsteht ein Sonnenbrand. Dieser ist ein deutliches Zeichen einer Zellschädigung. Zum Thema Sonnenbrand finden Sie weiterführende Informationen weiter hinten in diesem Heft.

UV-Index
Da die UV-Strahlen nicht sichtbar sind und ihre Wirkung erst spät oder zu spät spürbar wird, wurde eine Skala entwickelt, um die Intensität richtig einschätzen zu können. Der UV-Index ist ein Mass für die Stärke der UV-Strahlung. Mit steigendem UV-Index nehmen auch die Strahlung und die Gefahr, einen Sonnenbrand zu kriegen, zu. Der UV-Index wird entweder als aktuell gemessener Wert oder als Prognose angegeben. Der UV-Index wird mit Zahlen zwischen 1 und 11 angezeigt und von Empfehlungen betreffs der Schutzmassnahmen begleitet. Je höher der Indexwert also ist, umso besser muss die Haut geschützt werden. Mit steigender Meereshöhe und zunehmender Äquatornähe steigt auch die UV-Belastung. Im Urlaub, sei es in den Bergen oder am Meer, kann also ein höherer UV-Schutz, als Sie ihn zu Hause verwenden, sinnvoll sein.

Von Sonnenschutz, Sonnenfilter und Co.
Wer also lange Zeit eine schöne und jugendliche Haut bewahren und sich vor Hautkrebs als Spätfolge von zu viel Sonne schützen will, tut gut daran, seine Haut mit Sonnenschutzpräparaten zu pflegen und zu schützen. Die Angebotsbreite an Sonnenschutzpräparaten ist heute kaum noch überschaubar. Neben den kosmetischen Eigenschaften spielen vor allem der persönliche Hauttyp, Allergieneigungen, die geografische Lage und die Tageszeit eine Rolle bei der Auswahl des geeigneten Produkts und der Höhe des Schutzfaktors. Ebenso benötigen Kinder einen anderen Schutz als Erwachsene.
Am wichtigsten ist ein hauttypgerechter Sonnenschutz. Je nach Helligkeit der Haut, der Haar- und Augenfarbe variiert dieser stark. Die folgende Tabelle dient der Übersicht über die verschiedenen Hauttypen:

Hauttyp 1
Sehr helle, extrem empfindliche Haut, Sommersprossen, helle Augen, rotblondes Haar, keine Bräunung, bekommt ungeschützt in kürzester Zeit einen Sonnenbrand

Eigenschutz: 5 bis 10 Minuten

Empfohlener Lichtschutzfaktor: über 30

Hauttyp 2
Sehr helle, empfindliche Haut, oft Sommersprossen, helle Augen, helles Haar, langsame Bräunung, häufig Sonnenbrand

Eigenschutz: 10 bis 20 Minuten

Empfohlener Lichtschutzfaktor: über 25

Hauttyp 3
Mittelhelle Haut, helle oder dunkle Augen, braunes Haar, einfache und langsame Bräunung, manchmal Sonnenbrand

Eigenschutz: 20 bis 30 Minuten

Empfohlener Lichtschutzfaktor: mindestens 15–20

Hauttyp 4
Bräunliche, wenig empfindliche Haut, dunkle Augen, dunkelbraunes oder schwarzes Haar, schnelle und tiefe Bräunung, selten Sonnenbrand

Eigenschutz: 30 bis 45 Minuten

Empfohlener Lichtschutzfaktor: mindestens 15

Hauttyp 5
Dunkle, wenig empfindliche Haut, dunkle Augen, schwarzes Haar, selten Sonnenbrand

Eigenschutz: 45 bis 60 Minuten

Empfohlener Lichtschutzfaktor: mindestens 15

Hauttyp 6
Schwarze, wenig empfindliche Haut, schwarze Augen, schwarzes Haar, sehr selten Sonnenbrand

Eigenschutz: 60 bis 90 Minuten

Empfohlener Lichtschutzfaktor: 15

Die Eigenschutzzeit gibt an, wie lange die Haut ungeschützt der Sonne ausgesetzt werden kann, bevor sich erste Rötungen oder Sonnenbrand zeigen. Der Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF) ist also die wichtigste Bezeichnung, um den entsprechenden Sonnenschutz zu finden. Die Zahl auf der Sonnencremeverpackung bezeichnet den Schutzfaktor bzw. um welchen Faktor die Eigenschutzzeit der Haut verlängert werden kann. Wenn Sie z.B. über eine Eigenschutzzeit von 20 Minuten verfügen und einen Schutzfaktor 10 wählen, können Sie rund drei Stunden an der Sonne verbringen. Der LSF bezieht sich dabei nur auf die Schutzwirkung gegenüber den UVB-Strahlen. Moderne Sonnenschutzpräparate sollen aber auch vor UVA-Strahlen schützen. Dieser Schutz muss nach der europäischen Kosmetikverordnung mindestens einen Drittel des UVB-Schutzes betragen. Ist diese Vorgabe erfüllt, darf die Verpackung mit dem UVA-Siegel (UVA im Zentrum eines Kreises) ausgezeichnet werden. Als bester Schutz vor UV-Strahlung gelten immer noch Hut, Hose, Hemd und Sonnenbrille und der Aufenthalt im Schatten sowie das Vermeiden von Sonnenexposition zwischen 11 und 15 Uhr. Und auch im Schatten muss die Haut mit einer Sonnencreme geschützt werden, denn die UV-Strahlen gelangen sowohl durch Wolken und Bäume hindurch als auch via Reflexion von Sand und Wasser auf unsere Haut. Bitte denken Sie daran, dass die Bräune aus dem Solarium keinen Schutz bietet. Ebenso wenig wie das Verwenden von Selbstbräunern. Deren Bräune kommt durch eine chemische Veränderung der hauteigenen Proteine zustande.

Natürlicher oder organischer Sonnenschutz?
Eine Frage, die kontrovers diskutiert wird und zu der es keine abschliessende Antwort gibt. Natürliche Sonnenschutzpräparate enthalten sogenannte mineralische oder physikalische Filter. Dies sind Mikropigmente aus Zink und Titan. Sie lagern sich auf der Haut ab und reflektieren das Sonnenlicht wie ein Spiegel. Die UV-Strahlen können also nicht in die Haut eindringen. Sie sind im Allgemeinen gut verträglich und auch für Menschen geeignet, die allergisch auf die organischen Filter reagieren. Verwendet werden diese Stoffe auch bei Hauterkrankungen, die einen hohen Lichtschutz erfordern, und bei Kindern. Natürliche Filter geben je nach Konzentration der Pigmente einen mehr oder weniger starken weisslichen Film auf der Haut, was von vielen Verwendern als kosmetisch negativ beurteilt wird. Die Verwendung von Pigmenten in Nanogrösse, sogenannte Nanopartikel, ist immer noch umstritten, da diese so klein sind, dass sie in die Haut eindringen könnten.
Organische oder chemische Lichtfilter decken je nach Substanz einen ganz bestimmten Bereich der UV-Strahlen ab. Deshalb werden meist verschiedene Filter gemischt oder sogenannte Breitbandfilter verwendet, um vor dem ganzen Spektrum der UV-Strahlen zu schützen. Sie bilden ihren Schutz in der Haut selbst. Dort werden die eindringenden UV-Strahlen in Wärme umgewandelt und so unschädlich gemacht. Bei den organischen Filtern zeigen gewisse Filtersubstanzen in neueren Tests hormonaktive Wirkung. Das heisst, sie wirken ähnlich wie das weibliche Östrogen. Der Filter 4-MBC ist die umstrittenste Substanz in diesem Bereich. Er wird, wenn auch in geringen Mengen, immer noch in einigen Sonnenschutzpräparaten verwendet. Schauen Sie also auf die Zusammensetzung oder fragen Sie das Fachpersonal in Ihrer Drogerie nach Produkten mit unproblematischen Filtern.

Sonnenschutz für Kinder
Kinder spielen in den Sonnenmonaten meist draussen und geniessen das Herumtollen in der Natur. Kinderhaut ist aber noch viel empfindlicher als die eines Erwachsenen. Deshalb verdient der Sonnenschutz für Kinder besondere Aufmerksamkeit.
Kinder bis zum 1. Lebensjahr sollen nie direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Platzieren Sie Kinderwagen und Krabbeldecke im Schatten oder stellen Sie einen Sonnenschirm auf. Kleidung ist für Kinder nach wie vor der beste Sonnenschutz. Wählen sie lange Kleidung aus leichten Materialien. Im Fachhandel sind auch Textilien erhältlich, die zusätzlich mit einem UV-Schutz im Gewebe ausgerüstet sind und so die Schutzwirkung der Kleidung erhöhen. Auch ein Sonnenhut, der die Nackenregion schützt, gehört zur Ausrüstung. Ebenso brauchen Kinder eine Sonnenbrille, um die empfindlichen Augen zu schützen. Sonnenschutzpräparate für Säuglinge und Kleinkinder sollten nur mineralische Filtersubstanzen enthalten. Tragen Sie nach dem Baden den Sonnenschutz erneut auf. Denn selbst bei wasserfesten Produkten wird ein Teil des Schutzes abgespült. Das erneute Auftragen verlängert zwar nicht die Wirkung, ergänzt aber weggespülten und lückenhaften Schutz und pflegt die Haut.

Sonnenschutz generell
Was für Kinder gilt, gilt ebenso für Erwachsene mit wenigen Unterschieden. So sollen auch Erwachsene nicht direkt an der Sonne brutzeln und die stärkste UV-Strahlung zwischen 11 und 15 Uhr meiden. Kleidung ist der effektivste Sonnenschutz. Schützen Sie auch Ihre Kopfhaut mit Hut oder allenfalls einem fettfreien Sonnenschutzmittel. Eine Sonnenbrille ist nicht nur ein modisches Accessoire, sondern schützt die empfindlichen Augen vor UV-Schäden. Wichtig: Dunkle Gläser sind kein Garant für einen guten UV-Schutz. Die Tönung ist nur ein Blendschutz. Der UV-Schutz ist abhängig vom Glas und wird separat auf der Etikette oder der Sonnenbrille selbst aufgeführt.
Wählen Sie ein Sonnenschutzmittel, welches für Ihren Hauttyp und die entsprechende Aktivität geeignet ist. Tragen Sie eine halbe Stunde vor der Sonnenexposition genügend davon auf. Als Faustregel gelten zwei Esslöffel Creme, um einen erwachsenen Körper vollständig einzucremen. Andernfalls wird der Schutz nur unvollständig aufgebaut und die Schutzdauer verkürzt. Faktoren ab LSF 25 erhöhen den Schutz nur noch um 1–2%. Dies kann bei sehr empfindlicher Haut Sinn machen, beeinflusst die Verlängerung der Schutzzeit bei normaler Haut aber nur unwesentlich (LSF 60 u.Ä. bedeutet also nicht eine sechzigfache Verlängerung der Eigenschutzzeit). Denken Sie auch daran, dass Insektenschutzmittel mit der Substanz DEET den Sonnenfilter um rund einen Drittel reduzieren können.
Verzichten Sie auf Parfums, diese können mit der Sonne zu allergischen Reaktionen und zu unschönen Flecken auf der Haut führen. Ebenso können gewisse Medikamente (z.B. Johanniskrautpräparate, gewisse Antibiotika …) die Sonnenempfindlichkeit erhöhen.

Sonne und Vitamin D
Wie bereits erwähnt, ist die UV-Strahlung nicht per se schädlich. UVB ist unabdingbar für die körpereigene Produktion von Vitamin D. Der Mensch ist auf diese körpereigene Produktion angewiesen, da unsere Nahrung nur sehr wenig Vitamin D enthält. Vitamin D ist wichtig bei der Verstoffwechselung verschiedener Mineralien und zum Erhalt gesunder Knochen. Ausserdem wird es auch für eine optimale Funktion des Immunsystems benötigt. Um eine genügend hohe Produktion zu gewährleisten, genügt eine tägliche indirekte Sonnenexposition von rund 30 Minuten auf ungeschützte Haut (Gesicht, Arme). Dies gilt primär für die Sommermonate. Im Herbst und Winter genügt die Sonnenstrahlung nicht mehr, um eine ausreichende Eigenproduktion zu gewährleisten. Auch Sonnencremen und Pflegeprodukte mit UV-Schutz verhindern die körpereigene Vitamin-D-Synthese weitgehend. Die Haut älterer Menschen kann nur noch einen Viertel der normalen Vitamin-D-Menge produzieren, und auch bei Dunkelhäutigen ist die Produktion durch die stärkere Pigmentierung eingeschränkt. In europäischen Breitengraden weisen über 50% der Bevölkerung eine Unterdeckung mit Vitamin D auf. Lassen Sie sich bei Fragen zu Vitamin D und über allfällige Supplementierungen von einer Fachperson beraten.

Sonnenallergie, die Ursachen
Eine allergische Reaktion auf die Sonne im Sinne des Wortes gibt es zwar, sie ist aber äusserst selten. Was wir unter Sonnenallergie verstehen, ist eine allergische Reaktion der Haut, die verschiedene Ursachen haben kann. Die Sonne spielt dabei meist eine Rolle als Mitverursacher. Die UV-Strahlen können nämlich Stoffe aus Kosmetika, Parfums, Medikamenten, Pflanzensäften und sogar aus Sonnencreme zersetzen und verändern, was zu einer allergischen Reaktion führen kann. Für sogenannte Sonnenallergiker ist es deshalb nicht unbedingt notwendig, einen superhohen Schutzfaktor zu verwenden, wie es oft fälschlicherweise empfohlen wird. Vielmehr sollte das Augenmerk auf parfum-, emulgator- und fettfreie Produkte gelegt werden. Eventuell hilft es auch, nur Produkte mit physikalischen Filtern zu verwenden. Welches Produkt aber individuell das richtige ist, können Sie nur im Beratungsgespräch und durch Ausprobieren feststellen. Auch für die sogenannte Mallorca-Akne, ein akneartiger Ausschlag im Dekolletébereich, empfiehlt sich ein fettfreier Sonnenschutz.

Wir empfehlen:
Suchen Sie einen Sonnenschutz mit hautgerechter Formulierung für die ganze Familie? Dann empfehlen wir Ihnen SunVital. SunVital schützt zuverlässig mit Faktor 25, beruhigt gestresste Haut durch Essenzen aus Spitzwegerich und Brennnessel und vitalisiert mit Myro-Extrakt und biophysikalischen Mineralsalzen.
Durch ein innovatives Herstellungsverfahren und das verwendete Broccolisamenöl kann der Anteil an Filtersubstanz deutlich geringer gehalten werden als üblich. Die Haut wird weniger stark belastet und es entstehen weniger inhaltsstoffabhängige Allergien. Trotzdem schützt SunVital optimal vor UVA, UVB und UVC.
SunVital ist wasserfest und frei von Konservierungs-, Farb- und allergenen Duftstoffen.