Natur-Gesund

 

Frühling: Der Körper stellt um

Die Tage werden länger, die Natur erwacht in zarten Grün- und Pastelltönen und wir sehnen uns nach Schwung, Leichtigkeit und Neuanfang. Leichter gesagt als getan, denn der Körper reagiert langsam auf die Umstellung der Natur und hinkt ein bisschen hinterher.


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Komplexe Abläufe steuern unseren Körper durch den Alltag. Immer wieder muss sich der Körper und sein Stoffwechsel auf neue Situationen einstellen und entsprechend reagieren. Gerade beim Wechsel der Jahreszeiten und den entsprechend unterschiedlichen Tageslängen ist der Körper gefordert. Am meisten fällt uns diese Umstellung im Frühling auf. Alles spriesst und blüht, der Geist ist wach und unternehmungslustig, nur der Körper will nicht mitmachen. Frühlingsmüdigkeit heisst dieses Phänomen und verschiedene Ursachen sind daran mitbeteiligt.

 

Ruhepause Winter
Im Winter reduziert der Körper evolutionsbedingt seinen Stoffwechsel auf ein Minimum. In früheren Zeiten hatte diese Reduktion durchaus ihre Berechtigung, hatten doch die Menschen im Winter nur ein reduziertes Nahrungsangebot und auch noch keine Heizung. Nur so war das Überleben durch die harten Wintermonate gesichert. Heute würden wir diese Ruhepause zwar nicht mehr benötigen, da der Körper aber immer noch stark abhängig ist von Tageslänge und Lichtmenge, reduziert sich die körperliche Leistung trotzdem.

 

Raketenstart im Frühling?
Werden die Tage im Frühling wieder länger, herrscht im Körper ein Ungleichgewicht zwischen den aktivierenden Hormonen Serotonin und Dopamin und dem Schlafhormon Melatonin. Unlust, Trägheit und Müdigkeit sind die Folgen. Der Körper braucht eine gewisse Zeit, um  dem Frühling zu huldigen und die entsprechende Vitalität zu entwickeln. Durch die steigenden Frühlingstemperaturen erweitern sich auch die Blutgefässe, was zu einem Blutdruckabfall führt. Diese Senkung verschärft das Problem weiter. Ein Raketenstart im Frühling ist also eher unwahrscheinlich.

 

Träger Stoffwechsel, träge Entgiftung
Durch die Reduktion der Stoffwechselaktivitäten im Winter wird auch die Entgiftung langsamer. Der Körper will den winterlichen Speicher füllen und erhalten und nicht durch eine gesteigerte Entgiftung Energie und wertvolle Ressourcen  verschwenden. Zu allem Überfluss haben wir durch diese winterlichen Mechanismen auch noch vermehrt Lust auf deftiges, eher fettiges Essen und setzen das eine oder andere Kilo Winterspeck an. Die Giftstoffe lagert der Körper derweil ganz einfach im Bindegewebe ein. Das Bindegewebe dient dem Körper als Abfallkübel. Wird es nicht regelmässig gereinigt, können als Folge der Verschlackung Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, der Haut und der Verdauung entstehen und die Entzündungsneigung des Gewebes steigt.

 

Entgiften im Frühling
Um der Verschlackung entgegen zu wirken und dem Körper im Frühling unter die Arme zu greifen, ist es sinnvoll, die Entgiftungsmechanismen zu unterstützen. Dadurch wird der träge gewordene Organismus entlastet und die Reaktionsfähigkeit steigt wieder. Eine gesteigerte Vitalität und eine schnellere Anpassung an den Frühling sind das Resultat. Als netter Nebeneffekt purzeln meist auch noch ein paar Pfunde. Dies ist aber nicht das eigentliche Hauptziel beim Entgiften.  Aber wie entgiftet man richtig? Ist die Saftwoche wirklich so effektiv und gesund? Mache ich vielleicht nicht besser die Frühlingsdiät aus dem letzten Klatschheft?

 

Die Entgiftungsorgane
Wer richtig entgiften will, muss wissen, welche Organe zentral an der Entgiftung beteiligt sind. Ein wichtiger Pfeiler sind die Ausscheidungsorgane. Also die Nieren, die die wasserlöslichen Substanzen über den Harn abtransportieren, und der Darm. Über den Darm werden nicht verdauliche Feststoffe und fettlösliche Substanzen aus dem Körper gebracht. Die fettlöslichen Substanzen werden zuvor von der Leber ausgefiltert, was diese ebenfalls zu einem wichtigen Entgiftungsorgan macht. Bei der Aufzählung werden aber gerne zwei weitere wichtige Organe vergessen: die Haut und die Lunge.  Beide Organe sind ganz wichtig bei der Entsäuerung des Organismus und natürlich beim Gasaustausch.

 

Wann? Wie lange? Wie?
Meist hat man im Frühling ganz automatisch das Bedürfnis, dem Körper etwas Gutes zu tun und ihn zu entgiften. Solche Kuren machen aber auch im Herbst Sinn, denn dann profitiert das Immunsystem von einem gut funktionierenden Stoffwechsel und einem reaktionsfähigen und entgifteten Organismus.
Eine Verschlackung passiert nicht von heute auf morgen, also dauert auch der Abtransport nicht nur eine Woche. Folglich sollte eine tiefer greifende Entschlackungskur mindestens drei, eher sechs Wochen dauern. Eine Saftwoche ist also viel zu kurz, um einen bleibenden Effekt zu erzielen, kann aber als Einstieg zur Entschlackung und Umstimmung durchaus Sinn machen. Sanfter und nachhaltiger eignen sich kurmässige Anwendungen, welche die Entgiftungsorgane und ihre Funktion anregen. Von einseitigen Diäten und Crashkuren sollten Sie lieber die Finger lassen. Wenn Sie unter chronischen Krankheiten leiden, dann sollten Sie weder Entschlackungskuren noch Diäten ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt durchführen. Eine verstärkte Ausscheidung kann nämlich unter Umständen negative Auswirkungen auf Ihre Medikation haben oder gewisse Symptome verstärken.

 

Natur pur für Ihren Körper
Ganz viele Pflanzen unterstützen den Körper in seinen Bemühungen, Giftstoffe und Ablagerungen loszuwerden. In verschiedenen Zubereitungsformen wird das wertvollste der Natur für den Körper verfügbar gemacht. Sei es ganz klassich als Tee, Spagyrik oder Tinktur oder etwas unbekannter als Gemmoessenz. Zur Herstellung von Gemmoessenzen werden von den Pflanzen die Knospen und Triebspitzen verwendet. Durch die Verwendung dieses jungen, teilungsaktiven Pflanzenmaterials enthalten die fertigen Essenzen Wirkstoffe, die in einer ausgewachsene Pflanze gar nicht mehr zu finden sind. Gemmoessenzen sind daher sehr stark und tiefgreifend in der Wirkung und unterstützen zusätzlich alle anderen Therapiebemühungen als eine Art Wirkbooster. Wenn Sie also mit Gemmoessenzen entschlacken und zusätzlich noch andere Massnahmen dazu kombinieren, dann wirkt die ganze Kur viel tiefer und nachhaltiger als jede Komponente für sich alleine.

 

Die Birke
Die Birke nimmt unter den Pflanzen mit entgiftender Wirkung seit jeher eine ganz zentrale Stelle ein. Die Birke galt wegen ihrer weissen Rinde und der lichtdurchlässigen Baumkrone bei den Kelten als Baum des Lichts. In der klassischen Heilkunde wird die Birke immer wieder erwähnt. Ihre harntreibende, entsäuernde und reinigende Wirkung ist den meisten bekannt. Durch die reinigenden und entsäuernden Wirkaspekte wird die Birke nicht nur bei Harnwegsinfektionen, sondern auch bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen, von Gicht, Hautausschlägen und Allergien eingesetzt. Sie hat entzündungshemmende Eigenschaften und verbessert den Mineralsalzstoffwechsel. Auch die Leber, die Milz und die Bauchspeicheldrüse werden durch die Wirkstoffe der Birke stark angeregt. Die Birke ist also eine Pflanze, die praktisch sämtliche Entgiftungsorgane und Entgiftungsmechanismen anregt.

 

Der Rosmarin
Rosmarin kennen die meisten als Gewürz aus der Mittelmeerküche und weniger als Heilpflanze. Als Heilpflanze wird der Rosmarin traditionell wegen seiner stärkenden, aktivierenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften verwendet. Sowohl für junge wie auch für ältere Menschen mit Erschöpfungssymptomen ist er daher eine tolle Alternative zu synthetischen Muntermachern. Die Aktivierung und die gesteigerte Durchblutung sind natürlich auch im Frühling bei der Bekämpfung der Frühlingsmüdigkeit interessant. Rosmarin kann aber noch mehr. Vor allem die Gemmoessenz hat eine stark anregende Wirkung auf den Gallenfluss und fördert so die Entgiftung über die Leber. Zusätzlich hat Rosmarin leberschützende Wirkungen und ist ein hervorragender Fänger freier Radikale.

 

Der Wacholder
Der Name Wacholder geht auf das Althochdeutsche zurück und bedeutet munterer oder lebendiger Baum. Diesen Namen trägt der Wacholder zu Recht. Genau wie der Rosmarin, hat auch der Wacholder aktivierende und durchblutungsfördernde Eigenschaften. Viel prägnanter jedoch ist seine stark harntreibende Wirkung. Die Nierendrainage wird verstärkt und so vermehrt harnpflichtige Schlackenstoffe ausgeschieden. Bemerkenswert ist auch seine Wirkung auf die Leber. Sämtliche Leberfunktionen werden durch den Wacholder positiv beeinflusst und die Entgiftungsleistung der Leber massgeblich erhöht. Durch die Einnahme von Wacholder-Gemmoessenz wird die chronische Selbstvergiftung des Körpers bekämpft und der Organismus gestärkt.

 

Säure-Basen-Gleichgewicht
Wer entschlacken will, der tut auch gut daran auf sein Säure-Basen-Gleichgewicht zu achten. Unsere Ernährung ist durch tierische Eiweisse und den hohen Kohlenhydratanteil sehr säurebildend. Um ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen zu erreichen, braucht es also auch eine Umstellung der Ernährung. Diese ist sowieso sinnvoll, denn entschlacken ohne dass man gleichzeitig auf seine Ernährung und seinen Lebenswandel achtet, bringt nur einen minimalen Effekt. Reduzieren Sie tierische Eiweisse in Ihrer Ernährung oder ersetzen Sie diese durch pflanzliche Produkte wie Hülsenfrüchte und Sojaprodukte. Kohlenhydrate sollten Sie in normalen Mengen geniessen und die Vollkornvariante bevorzugen. Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse und trinken Sie genügend stilles Wasser oder Kräutertee.

 

Entsäuern
Neben der Ernährung kann der Körper auch ganz gezielt in seinen Bemühungen, die überschüssigen Säuren loszuwerden, unterstützt werden. Es gibt verschiedene Produkte, die basische Mineralsalze enthalten und so als Säurepuffer dienen. Diese eignen sich vor allem anfänglich, um den akuten Säureüberschuss zu mildern. Ihre Einnahme sollte immer kombiniert mit Produkten erfolgen, welche die Entgiftungsorgane anregen. Nur so ist der Abtransport der gebunden Säuren auch wirklich gewährleistet. Eine langfristige Entsäuerung erfolgt aber besser über die Haut. Basenbäder sind eine tolle und erholsame Variante, den Körper zu entsäuern und der Haut etwas Gutes zu tun. Mit basischen Bädern wird ganz bewusst der Säureschutzmantel der Haut zerstört. Weil der Körper diesen nach dem Bad sofort wieder aufbauen will, holt er sich die Säuren aus dem Bindegewebe und entsäuert so den Abfallkübel des Körpers. Durch diese Anregung des Hautstoffwechsels gewinnt Ihre Haut an Gesundheit, Ihr Bindegewebe wird gereinigt und besser versorgt und Ihr ganzer Körper wird vitaler.

 

Ausatmen ist genauso wichtig wie Einatmen
Klar ist Einatmen wegen der Sauerstoffversorgung lebenswichtig. Haben Sie aber schon mal daran gedacht, was wir ausatmen? CO2, auch bekannt als Kohlensäure, ist der Hauptbestandteil unserer «Abluft». Bewusstes Ausatmen hilft also mit, den Körper zu entsäuern und den Stoffwechsel anzukurbeln. Regelmässige Bewegung an der frischen Luft ist ein wichtiger Pfeiler für eine nachhaltige Entschlackung. Dabei muss es nicht Jogging oder Radfahren sein, auch ein ausgedehnter, zügiger Spaziergang hilft hier schon ganz entscheidend mit.

 

Stress lass nach
Die Bewegung hilft nicht nur der Atmung und dem Stoffwechsel. Auch Stress und Unzufriedenheit werden abgebaut. Stress oder eine saure Stimmungslage bremsen den Stoffwechsel. Beispielsweise wird die Leber als Stressorgan zusätzlich stark belastet und die Verkrampfung, die mit dem Stress einhergeht, behindert unsere Atmung. Wichtige Entgiftungsmechanismen werden also behindert. Durch regelmässige Bewegung wird auch die Durblutung sämtlicher Organe verbessert. Diese erhalten dadurch mehr Vitalstoffe und können Ihre Funktionen besser erfüllen.

 

Essen und trinken

Wir haben schon gesehen, dass richtiges Essen das Säure-Basen-Gleichgewicht positiv beeinflussen kann. Richtig essen und trinken kann aber auch die Entgiftungsorgane unterstützen. Obst und Gemüse versorgen den Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen, aber genauso wichtig sind die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Dazu gehören z.B. Bitterstoffe. Sie sind enthalten in Chicorée, Endivien, Rucola, Artischocken und anderen Gemüsen und unterstützen vor allem die Leber und die Verdauungsorgane in ihrer Funktion. Die gelben, roten und grünen Farbstoffe schützen vor freien Radikalen, und scharfe Aromastoffe haben keimhemmende Wirkungen. In Ihrer Drogerie wird man Ihnen gerne weitere Tipps zu diesem Thema geben.

 

Kein Leben ohne Wasser. Das gilt auch für den menschlichen Körper. Wasser ist für unseren Stoffwechsel ein wichtiges Entgiftungs- und Transportmittel. Wasser kommt in sämtlichen Teilen des Körpers bis in die kleinste Zelle vor. Auch das Blut besteht zu über 90 Prozent aus Wasser. So können Vitalstoffe bis in den hintersten Winkel und im Gegenzug Abfallstoffe zu den Nieren transportiert werden. Dort werden wasserlösliche Abfallstoffe aus dem Blut gefiltert und als Harn ausgeschieden.

 

Trinken ist also sehr wichtig für eine optimale Entgiftung. Stilles Wasser oder Kräutertees eignen sich am besten. Der Kräutertee bringt den Vorteil, dass man mit ihm zusätzlich die Entgiftungsorgane unterstützen kann. Für eine stoffwechselanregende Kräutermischung eignen sich z.B. Löwenzahn, Artischocke, Schafgarbe, Ringelblume, Schachtelhalm, Brennnessel und andere Kräuter. Zwischendurch sind auch verdünnte Frucht- oder Gemüsesäfte eine willkommene Abwechslung. Sie sollten aber nicht als alleinige Flüssigkeitszufuhr dienen. Kaffee und Alkoholhaltige Getränke sollten Sie aber meiden. Diese behindern wichtige Stoffwechselfunktionen und mindern den Erfolg Ihrer Entschlackungskur.

 

Nicht nur den Körper entschlacken

Wenn Sie zu Hause den grossen Frühlingsputz machen, putzen Sie nicht nur den Kühlschrank. Genauso verhält es sich mit dem Körper. Entschlacken ist nicht nur für die Organe und den Körper eine gute Sache, sondern auch das seelische Wohlbefinden profitiert davon. Wenn Sie sich also Zeit nehmen für eine Entschlackungskur, planen Sie auch für den Geist mit. Bewegung an der frischen Luft reduziert nicht nur Stress, auch das Sonnenlicht bringt unseren Körper in Schwung und erheitert das Gemüt. Die spriessende Natur und die lichten Farben nach dem tristen Grau in Grau sind Balsam für die Augen und die Seele.
Schalten Sie zur Abwechslung einen Wellnesstag ein. Gönnen Sie sich neben dem erwähnten Basenbad eine wohltuende Gesichtsmaske oder entspannen Sie danach bei einer Massage. Wenn Sie dann danach voller Energie und Vitalität strahlen, ist vielleicht ein Konzert- oder Theaterbesuch genau das Richtige, um den Kopf noch ganz frei zu bekommen und Ihre Entschlackungskur damit gänzlich abzurunden.

 

Es gibt unzählige Möglichkeiten zu Entschlacken. Beraten Sie sich mit Ihrer Drogistin bzw. Ihrem Drogisten, welche Variante für Sie und Ihre Lebensumstände die richtige ist. Individuell abgestimmt, ist eine Entschlackungskur viel effektiver und nachhaltiger und Sie erleben einen vitalen und beschwingten Frühling.

 


Entschlacken, so geht’s

Planen Sie mindestens drei Wochen für eine erfolgreiche Kur. Über alle drei Wochen nehmen Sie täglich morgens Gemmoessenz Birke, mittags Gemmoessenz Rosmarin und abends Gemmoessenz Wacholder. Jeweils zwei Sprühstösse in den Mund. Zusätzlich trinken Sie täglich drei bis fünf Tassen Stoffwechseltee und viel stilles Wasser.

Zur Unterstützung der Entsäuerung machen Sie in der ersten Woche zwei bis drei basische Vollbäder. In den folgenden Wochen machen Sie nur noch ein basisches Vollbad und zwei bis drei basische Fussbäder. Ihre Drogsitin, Ihr Drogist berät Sie gerne ausführlich über verschiedene Ergänzungsmöglichkeiten und stellt mit Ihnen eine individuelle Entschlackungskur zusammen. Viel Erfolg!

Text: Lukas Maron