Natur-Gesund

 

Gemmotherapie

Was ist Gemmotherapie?


Die Gemmotherapie ist eine Therapieform, die vor allem in Frankreich bekannt war. Die Gemmotherapie (Gemma = lat. die Knospe) macht das „Lebendigste“ der Pflanzen als Heil- und Regenerationskraft für den Menschen nutzbar:

Die Arzneien werden ausschließlich aus Embryonalgewebe der frischen Pflanzenknospen samt den Vegetationspunkten, aus Triebspitzen oder jungen Schösslingen und wachsenden Wurzelfasern hergestellt. Also allesamt Gewebe, die sich in der Vermehrung befinden und damit reich an pflanzlichen Wachstumsfaktoren sind.

Schon der Entdecker der Methode, Dr. Pol Henry aus Brüssel, wusste, dass im Embryonalgewebe der Pflanzen die höchste Potenz an Vitalität vorhanden ist.

Die Gemmotherapeutika, die als Spray angeboten werden, wirken reinigend, ausleitend und regulierend.

Eine Behandlung ist beispielsweise angezeigt nach einer Infektion oder Antibiotikatherapie. Die Mittel regen den Zellhaushalt an und abgetötete Keime, Medikamenten- Rückstände oder Schadstoffe können rasch entfernt werden.

Bei vielen Funktionsstörungen wie Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden, Schlafstörungen oder Magenbrennen, Allergien oder Heuschnupfen bewirken die Gemmotherapeutika eine Harmonisierung im Körper und regulieren damit die Beschwerden. Sie können sowohl als eigenständige sanfte Therapie aber auch als Begleittherapie (zu einer pflanzlichen oder konventionellen Behandlung) eingesetzt werden.

EINIGE WICHTIGE AUSSAGEN ZUR GEMMOTHERAPIE

Knospen und Schosse sind teilungsaktiv:

  • Der Sommertrieb zeigt das ganze Aststück, das in  kleinen Knospen über den  Winter geborgen war und stellt das riesen Wachstum dar .
  • Ausgewachsene Blätter sind bis zu tausendmal schwerer als die sich entfaltenden Blättchen einer Knospe.
  • Teilungsaktive Pflanzengewebe sind Zellverbände mit starkem Zellwachstum und Zelldifferenzierung und man nennt sie „Meristeme“
  • Zu den ungewöhnlichsten Aspekten in der Entwicklung von höheren Pflanzen gehört, dass sie zeitlebens Regionen mit embryonalem Gewebe behalten.
  • Spross- und Blütenknospen werden im Sommer in den Achseln der Blätter gebildet. Um den Winter zu überleben werden sie mit harzverklebten Schuppenblättern eingehüllt. Man nennt sie „Schlafende Knospen“. Im Frühjahr laufen die Lebensvorgänge in den Zellen an und die Knospenruhe wird gebrochen. Die Speicherenergie wird für die Ernährung der Knospen verwendet. So ist der Knospenzyklus im Sommer wieder geschlossen.
  • In der Gemmotherapie sind die Knospen und Schosse die Ausgangsstoffe, welche je nach Entwicklungsstand der einzelnen Knospenpflanzen die Erntezeit angeben.  Erntegut sind frisch austreibende Knospen und Schosse mit einem hohen Anteil von Primärstoffe und auch schon genügend Sekundärstoffen.
  • Primärstoffe sind am Aufbau und der Entwicklung des Pflanzengewebes beteiligt.
  • Sekundärstoffe sind dann schon pflanzencharakteristisch.
  • Ein Blick auf sich öffnende Knospen zeigt, dass in ihnen mehr als nur Blätter stecken. Einer Himbeerknospe entwächst ein ganzer Jahrestrieb mit Ästen, Blättern und Blüten.
  • Standorte sind ausgewählt  und von Umweltbelastung geschont. Es werden bei Wildbeständen von Naturschutzämtern notwendige Bewilligungen eingeholt. Es wird bei trockener Witterung gesammelt und dies von Hand.
  • Erntetechnik. Die Knospen werden einzeln  in Handarbeit gepflückt und schonend behandelt. Nur wenige Knospen pro Zweig, nur an wenigen Zweigen an einzelnen Pflanzen gewährt eine genügende Pflanzenpopulation.
  • Geübte Knospenpflücker ernten in 30Minuten 100 g Johannisbeer-Knospen.
  • Die Knospen und Schosse werden am Erntetag weiterverarbeitet. Das Pflanzenmaterial wird sorgfältig manuell zerkleinert und sofort mit einem Glycerin-Alkohol-Gemisch .Der endgültige Ansatz der Gemmo-Mazerate entspricht dem 20fachen Trockengewicht des einzelnen Pflanzenmaterials. Die Mazeration erfolgt in Lichtgeschützter, temperaturstabiler Atmosphäre und wird durch regelmässiges Mischen gefördert. Nach 3 Wochen Auszugszeit wird gefiltert und das Glycerinmazerat mit 9 Teilen Glycerin-Alkohol-Mazerat verdünnt und verschüttelt (D1).
  • Die Anwendung einiger Gemmo-Mazerate entspricht den Indikationsgebieten derselben Pflanzen in der Phytotherapie. Auch wenn sie in D1 potenziert sind überwiegt der stoffliche Aspekt.
  • Fichtenspitzen zb. wirken schleimlösend und nachgewiesenermassen anti-mikrobiell. Bei Erkältungen, Husten und Bronchitis wirken sie lindernd.
  • Phytohormone in  Gemmo – Mazeraten??
  • Wachstumshormone der Pflanzen sind relativ kleine Moleküle aus verschiedenen Stoffklassen. Auxine, Cytokinine, Gibberelline, Abzissinsre, und Ethylene.  Sie wirken in kleinsten Konzentrationen auf Wachstums-, Differenzierungs-, Reifungs- und Alterungsprozesse der Pflanze hin, sie kommen aber auch nur in kleinsten Konzentrationen vor.  Indem nicht alle aus der Pflanze ausgezogen, und dann noch verdünnt werden – man spricht bei Fichten Gibberelline von 0,05ng/g Mazerat  =5 Hundertstel eines Milliardstels- kann nicht mehr von einem Effekt auf rein stofflicher Ebene gesprochen werden.
  • Anwendung:  3-mal täglich 3 Sprühstösse in den Mund oder in akuten Fällen stündlich.
  • Normalerweise werden die Gemmo-Mazerate einzeln verabreicht, können aber bei Bedarf auch gemischt werden.
  • Der Einsatz von Gemmo-Therapeutika lässt sich gut mit einer klassischen Homöopathischen Behandlung kombinieren.

WIRKUNGSKREIS UNSERER GEMMO MAZERATE

Sequoia gigantea (Mammutbaumknospe)
Wir setzen diesen Wunderbaren Baum ein, wo der Geist oder Der mentale Bereich Stärkung braucht.

Nervenschwächen, Angst, Depression, altersbedingte Gedächtnisstörungen aber auch bei sexuellen Schwächen des Mannes, chron. Prostatitis, Prostataadenom, Hoden- und Nebenhodenentzündung

Ribes nigrum (Schwarze Johannisbeere)
Über den Indikationenkreis von Entzündungen und Allergien bietet das „pflanzliche Kortison“ grosse Heilungserfolge.

Arthritis, Otitis, Laryngitis, Sinusitis, Pankreatitis, Gastritis und Asthma, sowie anregend für die Nebennierenrinde.

Pinus montana (Bergföhre)
Die Bergföhre setzen wir im ganzen Rheumabereich mit guten Resultaten ein. Sie kann vor allem bei nichtentzündlichem und degenerativem Rheuma sehr gute Resultate erzielen.

Rosa canina (Hagebutte)
Ist für die Heilung von Schmerzzuständen verantwortlich. Sowohl Arthrose- wie auch Kopfschmerzen sind damit zu heilen. Fieberabwehrend und Immunstärkend sind zusätzliche Eigenschaften. Vor allem bei Kindern, die immer wieder krank werden gibt sie grossen Schutz.

Rubus idaeus (Himbeere)
Sie richtet sich vor allem auf die weiblichen Genitalien und deren Probleme aus. Insbesondere die spasmolytische Wirkung auf den Uterus ist sehr hilfreich. Reguliert auch die Funktion der Ovarien.

Man setzt sie auch ein beim PMS und im Klimakterium und kann so die Tropfen sehr gut unterstützen.

Olea europaea (Olivenbaum)
Überall, wo es um Blutgefässe geht, steht die Olive bereit und dies mit guten Resultaten. Arteriosklerose, erhöhte Blutcholesterinwerte, Bluthochdruck, hilft Blutfliessen, aber auch diffuse Müdigkeit ohne klare Kausalität.

Carpinus Betulus (Weissbuche)
Ersetzt in speziellen Fällen die Schwarze Johannisbeere in gewissen Atemwegsinfekten gut.

Chronische Sinusitis; Entzündungen im Nasen-, Rachenraum; Entzündungen der Luftwege

Krampflösend auf Atmungsapparat.

Tilia Tomentosa (Silberlinde)
Die Linde ist ein Körperwärmender Baum und somit erweichend, beruhigend, krampflösend.

Auch schreibt man Der Knospe blutdrucksenkende, schweisstreibende, Angstlösende, nervenstärkende und antineuralgische Fähigkeiten zu und dies vor allem bei der Frau.

Corylus Avelana (Hasel)
Der Lungenstrauch an und für sich und insbesondere bei sklerotischen Erscheinungen.

Lungensklerose, Kurzatmigkeit bei Lungenemphysem, Chronischen Bronchitis, Asthma, verbessert die Elastizität des Parenchyms (Lunge, Leber).

Vaccinium Vitis-Idaea (Preiselbeere)
Der Gemmoeinsatz der Preiselbeere konzentriert sich vorwiegend auf den Darm.

Darmsymptomenkomplex, Störung der Darmmotorik, spastischen Kolon, chronische Verstopfung, Dickdarmentzündung, Kolibazillose, Verstopfung wechselt mit Durchfall.

Aber dank seiner Östrogenen Wirkung zeigt das Gemmomazerat-  bei Frauen auch bei Blasenentzündung, Osteoporose und Fibrom im Uterus gute Resultate.

Betula Pubescens (Birke)
Der Gemmoeinsatz  der Birke liegt bei den Nieren und Nebennieren. Harnsäure im Blut, Gicht, Arthritis, Arthrose im Hüftgelenk, Scheuermann, allgem. Allergien, vergrösserte Hoden, männl. Sexuelle Asthenie ,Abwehrkraft bei Grippe, Paradontose.

Fraxinus excelsior (Esche)
Der Gemmoeinsatz der Esche liegt bei Akuter und chron. Gicht, Wassersucht (reduziert Ödeme), Rheumatische Beschwerden, Infektionen,  erhöhte Cholesterinwerte.

Picea Abies (Tanne Rot, Fichte)
Fördert als Gemmo den Sauerstoffversorgung, stärkt die körpereigene Abwehr, Blutreinigungsmittel bei Gicht, Rheumatismus, Hautleiden. Auswurffördernd bei Bronchialkatarrh, fördert die Durchblutung und hilft bei Erschöpfungszuständen.

Abies Alba (Weisstanne)
Sie ist eine Unterstützung bei Osteoporose-Behandlung/Vorbeugung.

für Dekalzifikati­onserscheinungen und Rachitis, Zahnkaries, Knochenfraktur- Konsolidierung,

Nasen und Rachenschleimhautentzündungen der Kinder

Alnus Glutinosa (Erle schwarze)
Entzündungshemmend, gegen Gefäßverkrampfungen, überhaupt gefäßerweiternd und thrombosehemmend, gegen gutartige Wucherungen und Gewebeneubildungen. Husten, Schnupfen, Bronchitis, Gastritis, Magengeschwüre, Colitis, Migräne (gemeinsam mit Johannisbeeren), beginnende Demenz (fördert die cerebrale Durchblutung, tonisiert die Arterien im Gehirn). Allergien (gemeinsam mit Birke und Hundsrose).

Castanea Sativa (Edelkastanie)
Richtet sich auf das lymphatische System, das sie entstaut und anregt. Edelkastanien-Knospe fördert den Blutfluss in den Venen und hilft daher bei Schweren Beinen, Ödemen durch Lymphstau und bei Krampfadern. Sie gilt als Entgifter allgemein.

Ficus Carica (Echte Feige)
Sie hilft bei Psychosomatischen Beschwerden aus Angst und Zwangsneurosen. Sie wirkt dann auch direkt Angstlösend und etwas Antidepressiv. Kann bei Verstopfungen gute Dienste leisten. Bei Essstörungen und Untergewicht bei Sportlern ist sie sehr oft und beliebt eingesetzt.

Quercus Rubor (Stieleiche)
Sie ist ein Geschlechtsbaum, der die sexuelle Schwäche / Frigidität  beim Mann gut behandelt. Zusammen mit dem Mammutbaumknospen sind sie gute Potenzstärker. Auch gerne eingesetzt bei Chron. Verstopfung und auch bei Rheumabeschwerden. Die entzündungshemmende, wie auch die Antivirale Wirkung kommt von der Adstringierenden Eigenschaften.

Rosmarinus Officinalis (Rosmarin)
Sie wird auch als „Mariendistel der Gemmotherapie“ bezeichnet. Er ist ein Schutz für die Leber und fördert deren Funktion – cholagog wie auch choleretisch – und hilft sehr als Antioxidans gegen freie Radikale. Als Unterstützung einer Entschlackungskur sehr empfohlen. Hat auch Kreislaufanregende Eigenschaften.

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