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Haarentfernung

Die ersten Badeanstalten öffnen schon bald ihre Tore. Der Wunsch nach glatter, schöner Haut wird nun wieder wach. Heutzutage gibt es viele Methoden sich unerwünschter Körperhaare zu entledigen.
Geschichte
Rasieren und epilieren gibt es seit Menschengedenken. Das Thema begleitet uns Menschen seit Urzeiten. Es wird manch einen erstaunen, dass bereits Urmenschen sich mit Muscheln oder scharfen Steinen rasierten. Das Bild des langhaarigen, ungepflegten Ur-Erdbürgers ist lange überholt. In Ägypten zum Beispiel galt es als Schönheitsideal einen haarlosen Körper zu haben. Auch Skulpturen und Abbildungen aus griechischer Zeit zeigen ausschliesslich Menschen ohne Körperbehaarung. Bei den Römern zupften sich Frauen und Männer die Haare aus oder entfernten sie mittels Bimsstein. Was das Haarentfernen bringt
Ein haarloser Körper ist in vielen Kulturen ein angestrebtes Ideal, aus hygienischer Sicht, weil es als schön empfunden wird oder aus religiösen Gründen. Hierzulande rasiert man sich meist der Hygiene wegen und/oder aus ästhetischen Gründen. Vor allem bei den jüngeren Generationen ist eine Ganzkörperrasur in. Das Entfernen der Achselhaare bewirkt, dass der Schweiss in dieser Körperpartie weniger stark riecht. Die Bakterien, welche den Schweissgeruch auslösen, können sich ohne Haare weniger gut vermehren. Somit bewirkt eine Rasur der Achselhaare, neben dem schöneren Anblick, auch eine angenehmere Ausdünstung. Die Haarentfernung an Gesicht, Bein, Rücken und Intimbereich wird meist des Aussehens wegen praktiziert. Die verschiedenen Arten der Entfernung
Am bekanntesten wird wahrscheinlich die Rasur mit Klinge und Rasierschaum sein. Es ist wohl die angenehmste Variante, da sie schmerzfrei und einfach ist. Nachteilig ist jedoch, dass die Haare relativ schnell wieder nachwachsen. Da man mit dieser Methode die Härchen mit der Rasierklinge abschneidet, wachsen sie mit Stoppeln nach. Daher entsteht der Eindruck, dass die Haare dicker nachwachsen. Dies scheint jedoch nur so, da all die rasierten Haare zeitgleich nachwachsen und durch die Schnittstelle schon als Stoppeln aus der Haut stossen. Bei starkem Haarwuchs können schon am selben Tag wieder Haarstummel auftauchen. Oftmals wachsen auch Härchen ein. Ein zweiter Nachteil können Hautirritationen und Rötungen sein. Die Haarentfernung mit Heiss- oder Warmwachs ist eine andere Methode. Das im Wasserbad oder in der Mikrowelle erwärmte Wachs wird mittels Spachtel auf die gewünschte Körperpartie aufgetragen. Die Wachsschicht wird sofort mit einem Stoffstreifen (liegt der Packung bei) abgedeckt und in Haarwuchsrichtung glatt gestrichen. Danach zupft man den Streifen gegen die Haarwuchsrichtung weg. Der Vorteil des Heisswachses ist, dass die Härchen erst in 2-3 Wochen wieder nachwachsen. Zudem kommen sie nicht stopplig nach, da sie nicht abgeschnitten, sondern ausgezerrt wurden. Nachteilig ist das schmerzhafte Abziehen. Durch das warme Wachs ist die Haut jedoch etwas betäubt. Nach demselben Prinzip funktioniert das Kaltwachs. Nur dass dieses bereits auf einem Stoffstreifen klebt und wie es der Name sagt, kalt angewendet wird. Es gibt verschiedene Grössen an Stoffstreifen. Die kleinen eignen sich vor allem für den Gesicht- und Intimbereich, die grösseren für Beine und Rücken. Die Anwendung ist relativ schnell, die Entfernung hält auch hier 2-3 Wochen und die Haare wachsen wie beim Warmwachs nicht stoppelig nach. Jedoch ist auch diese Prozedur etwas schmerzhaft. Die bekannten Haarentfernungscremen lösen die Haare innert 3-5 Minuten auf. Die Cremes sind chemische Enthaarungsmittel mit einem aktiven Wirkstoff, der den Haarschaft auflöst. In der Anwendung beinhaltet sind das Auftragen der Creme mittels Spachtel, die Einwirkzeit sowie das Entfernen der Creme und der aufgelösten Haare mit dem Spatel. Anschliessend wird die Haut unter fliessendem Wasser abgewaschen. Allergien auf diese Produkte gibt es kaum mehr, da die Zusammensetzungen heutzutage gut hautverträglich sind. Die Haare sind schnell und schmerzfrei entfernt. Einziger Nachteil ist, dass die Haare, wie bei der Rasur, nicht mit der Wurzel ausgezogen werden. Daher wachsen sie relativ schnell wieder mit Stoppeln nach. Das Ergebnis hält ca. 1 Woche an. Epilieren stellte eine andere Möglichkeit dar. Unter Epilation versteht man das Verfahren zur Entfernung von Körperhaaren, wobei das Haar mitsamt der Haarwurzel entfernt wird. Bei dieser Form der Haarentfernung braucht man ein Epiliergerät. Dieses Gerät besitzt viele kleine Pinzetten, welche die Härchen schnell auszupfen. Man fährt damit bei der Haarentfernung gegen den Haarwuchs. Dies ist wichtig, damit die Härchen von den Pinzetten gut erwischt werden. Ganz schmerzfrei ist diese Methode nicht. Vor allem wenn man nebst den Beinen auch die Achselpartie und den Intimbereich enthaaren möchte! Aber das Ergebnis lässt sich sehen. Es hält mit bis zu 4 Wochen deutlich länger als das der Rasur oder Entfernungscreme. Zudem entstehen auch hier keine lästigen Haarstummel. Laserbehandlungen sind eine sehr effektive Methode unerwünschtes Körperhaar zu entfernen und im Vergleich zu anderen Methoden ist das Resultat dauerhaft. Hierbei wird das Haar großflächig Laserpulsen oder Lichtblitzen ausgesetzt. Das Licht wird dabei von der Haarwurzel absorbiert und in Wärme umgewandelt. Diese lokale Wärmeentwicklung führt zu einer Verödung der Haarwurzeln. Die Haarwurzeln sind daher dauerhaft zerstört und das Haar wird nicht mehr nachwachsen. Die Behandlung selbst ist relativ schmerzlos. Das Verfahren zur dauerhaften Haarentfernung wirkt jedoch nur, wenn die Körperhaare noch mit den Haarwurzeln verbunden sind und sich in der Wachstumsphase befinden. Nur in diesem Stadium enthalten die Haarwurzeln Melanin (dunkle Farbstoffpigmente). Abhängig von der jeweiligen Körperregion wachsen etwa 20 bis 30 Prozent der Haare gleichzeitig – die restlichen Haarwurzel befinden sich in der Ruhephase oder Abstossungsphase. Bei diesen Haarwurzeln zeigt die Laser-Behandlung keine Wirkung. Somit braucht es einige Behandlungen (meist vier bis sechs) um die Mehrzahl der Haare dauerhaft zu beseitigen. Zudem ist dieses Verfahren auch nicht gerade kostengünstig. Einzelne Härchen kann man auch mit einer kosmetischen Pinzette auszupfen. Dies macht vor allem im Gesichtsbereich Sinn. Am besten eignen sich Pinzetten, welche vorne eine schräge Spitze besitzen. Damit kann man die Härchen besonders gut auszupfen. Die Pflege vor und nach der Haarentfernung
Rasieren, Wachsen oder Epilieren - eingewachsene Haare und Pickel sind die häufigsten Nebenwirkungen der diversen Haarentfernungsmethoden. Das Haar findet den „Ausweg“ nicht, daher kann es zu einer Entzündung im Haarfollikel kommen. Oftmals wächst es auch einfach sichtbar unter der Haut weiter. Um Pickel zu vermeiden, muss man vorbeugend handeln. Ausgiebiges Eincremen mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen nach jeder Dusche macht die Haut widerstandsfähiger gegen Hautreizungen. Bei eingewachsenen Haaren kann ein vorgängiges Peeling helfen. Es stellt die Haare auf und entfernt abgestorbene Hautschüppchen. Somit wird vermieden, dass die Haare einwachsen. Bei der Rasur ist zudem auf einen guten Rasierschaum oder Gel zu achten. Dieser macht das Haar weicher und vereinfacht das Gleiten der Klinge auf der Haut. Zudem beinhalten viele Rasierschaums und Gels entzündungshemmende Wirkstoffe. Auch die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser kann die Haut austrocknen. Mit feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukten, zum Beispiel mit Aloe Vera, kann dies vermieden werden. Nach der Haarentfernung empfiehlt sich eine hautberuhigende, feuchtigkeitsspendende Pflege. Achten Sie auf Produkte ohne Alkohol, da dieses auf der sonst schon gereizten Haut brennen kann. In ihrer Drogerie finden Sie eine Vielzahl an verschiedenen Cremen, welche man nach der Haarentfernung einsetzen kann. Text: Karin Sollberger    
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