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Natürliche Stoffwechselaktivierung

Die Pflanzenwelt hält einiges bereit, was die Organe in ihrer Tätigkeit unterstützt und damit den Stoffwechsel aktiviert. Nachfolgend finden Sie zu jedem Organ die passende Therapie und ergänzende Tipps.

Leber und Galle

Den Funktionskreis von Leber und Galle kann man sehr gut mit tibetischen Kräuterrezepturen in Kapselform unterstützen und sie auch passend zur «Organ-Uhr» einsetzen. Die leberaktivierende und -schützende Kombination nimmt man abends und unterstützt damit die Leber in der Nacht. Die galleflussfördernde Rezeptur nimmt man morgens zum Aktivieren der Ausscheidung und zum Unterstützen der Verdauung über den Tag. Wer es lieber flüssig mag, der ist mit Urtinkturen oder einer Spagyrikmischung aus Artischocke, Löwenzahn und Mariendistel gut beraten. Ganz generell unterstützt alles, was bitter schmeckt, den Funktionskreis von Leber und Galle. Somit kann auch mit bitteren Tees wie Wermut oder bitteren Salaten (Chicorée) eine zusätzliche Unterstützung erfolgen. Von den Gemmomazeraten sind Wacholder und Rosmarin die wichtigen Lebermittel. Ein Leberwickel kann als zusätzliche Unterstützung die Entschlackung anregen (siehe unseren Haustipp). 

Nieren und Blase

Eine ganze Reihe von verschiedenen Pflanzen regt die Filterleistung der Nieren an und aktiviert die Ausscheidung von Urin. Klassiker sind Birke, Brennnessel oder Schachtelhalm. Die Goldrute stärkt zusätzlich das Nierengewebe und gilt als eine der wichtigsten Nierenpflanzen. Diese Pflanzen können als Urtinktur oder spagyrische Essenzen verwendet werden. Sie eignen sich aber auch bestens für Teemischungen. Viel stilles Wasser und ungesüssten Kräutertee trinken ist ungemein wichtig für die Funktionsfähigkeit von Nieren und Blase. Die Gemmomazerate des Wacholders und der Birke regen die Nierentätigkeit an. Wer die Harnsäureausscheidung in den Fokus der Entschlackung setzt, hat mit dem Gemmomazerat der Eberesche ein gutes Mittel zu Hand. 


Der Stoffwechsel folgt den Jahreszeiten, die Organe hingegen richten sich nach einem 24-Stunden-Rhythmus.

Darm

Als initiale Aktivierung der Darmtätigkeit und der Ausscheidung können abführende Kräuter verwendet werden. Eine tibetische Kräutermischung regt den Darm mit fünfzehn verschiedenen Pflanzen an, die sich gegenseitig sinnvoll ergänzen und die Wirkung regulieren. Sie sind aber nur anfänglich geeignet. Zur langfristigen Aktivierung des Darms benötigt der Körper ebenfalls genug Bitterstoffe, welche die Galleproduktion anregen, denn die im Gallensaft enthaltenen Gallensäuren wirken aktivierend auf den Darm. So kommen im Grunde ähnliche Pflanzen zum Einsatz wie bei der Leber und Galle. Zusätzlich hat Efeu eine direkte Wirkung auf die Entgiftungsfunktionen im Darm. Diese Pflanze kann einer Tinkturmischung beigegeben werden. Ganz wichtig für den Darm und die Ausscheidung ist aber auch eine gute Versorgung mit Ballaststoffen. Sie kommen in Gemüse, Obst und Vollkornprodukten vor, können aber auch separat ergänzt werden. Flohsamenschalen, Haferkleie oder Leinsamen erhöhen das Stuhlvolumen, binden aber auch gewisse Giftstoffe an sich und verstärken die Ausscheidung über den Darm. Eine Darmreinigung als schnelle Säuberung ist ebenfalls zu empfehlen. In Ihrer Drogerie oder Apotheke finden Sie guten Rat zur Anwendung probiotischer Mittel für die Regeneration des Darms.

Kurdauer: Fachperson konsultieren

Kurzzeitige Entschlackungsbemühungen sind besser als nichts, aber für einen nachhaltigen Effekt zu kurz. Drei bis vier Wochen sollte eine Frühlingskur dauern. Wer stärker belastet ist, kann auch zwei bis drei Monate eine Entschlackungskur machen. Es ist wichtig, dass Sie sich beraten lassen. So kann die Fachperson aus Drogerie oder Apotheke eine massgeschneiderte Lösung für Sie zusammenstellen. In dieser Kur sind Dauer, Zweck und die einzelnen Komponenten sowie Heilpflanzen exakt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Unser Haustipp - Leberwickel

Der Leberwickel wird bei verschiedenen Arten von Leberbeschwerden sowie Verdauungsproblemen angewandt. Seine wohltuende, wärmende Wirkung unterstützt die Entgiftung/Entschlackung und hilft bei folgenden Beschwerden:

> Leberstau nach schwerem, fetthaltigem Essen 

> Müdigkeit

> Schlafstörungen mit Erwachen zwischen 2 und 3 Uhr

> Einseitige Kopfschmerzen

> Verspannungen und Nervosität

Hilfsmittel:

  • Leberspagyrik
  • Evtl. Schafgarbentee
  • Waschtuch
  • Frotteetuch
  • Bettflasche
  • Kirschstein- oder Traubenkernkissen
  • Wolldecke

Anwendung

  • Zirka 10 Sprühstösse Leberspagyrik auf rechten Rippenbogen sprühen und leicht einmassieren.
  • Waschlappen nässen oder mit Schafgarbentee tränken, gut auswringen.
  • Auf den rechten Rippenbogen auflegen.
  • Frotteetuch über den Waschlappen legen.
  • Wärmequelle wie Bettflasche oder Chriesisteisack auflegen.
  • Oberkörper mit Wolldecke einwickeln und sich 30 bis 60 Minuten bequem hinlegen.

Am besten macht man einen Leberwickel mittags nach dem Essen, weil die Leber wegen der Nahrungsaufnahme stark beansprucht ist. Aber auch abends ist ein Leberwickel möglich. Die Wärme und Ruhe fördern zudem einen gesunden Schlaf. 


> Mehr lesen zum Thema Stoffwechsel.

Text: Lukas Maron, Bilder: Beat Brechbühl

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