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Was Frauen alles mit sich tragen

Gesundheitliche Themen, die die Frau betreffen, sind vielschichtig. Und vor allem individuell. So individuell wie die Frauentaschen und deren Inhalte. Eine Auslegeordnung.

Der weibliche Körper bringt spezifische Herausforderungen mit sich. Was etwa gegen Menstruationsbeschwerden hilft, in der Schwangerschaft wichtig ist und wie sich die Wechseljahre gut meistern lassen, sind einige der Fragen, die nachfolgend beantwortet werden. Weil jede Frau anders ist, kommt einer individuellen und persönlichen Beratung eine hohe Bedeutung zu. In Ihrer Drogerie und Apotheke finden Sie als Frau kompetente Antworten auf Ihre Gesundheitsfragen.

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1 - Der weibliche Zyklus

Bedingt durch die Fähigkeit, Leben zu gebären, zeigen sich hormonelle Themen bei Frauen im Alltag viel häufiger als bei Männern. Verantwortlich dafür ist der monatliche Zyklus. Das ständige Wechselspiel der Hormonlage fordert den weiblichen Körper teilweise stark heraus und bringt oft unliebsame Konsequenzen mit sich. Einige Frauen werden schon in den Tagen vor der Menstruation Blähungen, Verstopfung oder allgemeine Bauchschmerzen, Heisshunger oder Appetitlosigkeit. Daneben treten oft Wassereinlagerungen im Gesicht, in den Extremitäten oder in den Brüsten auf, was zu Brustschmerzen führen kann. Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen können ebenfalls prämenstruelle Begleiter sein.

Probieren Sie

Mönchspfeffer, Allchemilla comp., Damaszener Rose oder Gänsefingerkraut. Dazu noch der Frauenmantel – ein Alleskönner in Bezug auf Probleme im weiblichen Genitalbereich. Weitere nützliche Heilpflanzen: Storchenschnabel, Steinklee oder die Gemmo-Essenz der Essmarone. Viel trinken und die Nieren anregen ist ratsam. Auf alle Fälle hilft eine gesunde, vitalstoffreiche Ernährung und ein (auch körperlich) aktives Leben.

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2 - Die Zyklusstörungen

Die grundsätzlichen Empfehlungen gelten auch, wenn die Probleme «erst» mit der Menstruation auftreten. Wichtig: Der Zyklus ist immer hoch individuell! Es kann nie darum gehen, einen Zyklus zu «normieren», auch wenn das mit der Antibabypille im Grunde gemacht wird. Und ja, das kann durchaus zu Veränderungen im Wesen führen, muss aber nicht. Bei der Pille geht es nicht um die Menstruation, sondern um den Wunsch, jetzt kein Kind zu «bekommen», und da spielt die Menstruation eine wichtige Rolle, weshalb sie gesteuert wird. Die Menstruation kann regelmässig und unregelmässig oder gar nicht kommen. Sie kann fast schmerzfrei sein oder grosse Schmerzen verursachen, und dabei kann sehr wenig bis sehr viel Blut – mit und ohne Klumpen – fliessen. Auch die Psyche wird oft beeinflusst. Es ist ebenfalls sehr individuell, wie störend die Symptome empfunden werden. Wie es einer Frau vor, während und nach der Menstruation geht, kann auch ein Hinweis für die passende Therapiezusammenstellung sein.

Probieren Sie

Krampflösende Mittel wie die Pestwurz oder Magnesium und wiederum der Frauenmantel sowie das Gemmomazerat aus den Himbeerknospen sind hier angezeigt. Linderung verschafft oft die gute alte Bettflasche auf dem Unterbauch. Praktisch für unterwegs: Wärmepflaster für den Unterbauch. Es bieten sich auch Physiotapes an, wenn jemand die Wärme nicht benötigt: etwa K-Tape bei Mensbeschwerden (oder Physiotapes zuschneiden und anbringen). Vitalstoffe sind – wie beim PMS – eine sinnvolle Ergänzung.

 > Weitere Informationen zum Thema auf unserem Podcast.

 

3 - Der Kinderwunsch

Dieses Thema füllt ganze Bücherregale. Das zeigt schon auf, wie komplex und individuell der weibliche Zyklus funktioniert. Hier spielen «harte Faktoren» wie Hormon-, Eizellen- oder Spermienstatus genauso eine Rolle wie die «weichen Faktoren» Stress oder Unzufriedenheit. Auch unsere Lebensführung hat Einfluss auf uns und unseren Körper. Wer sich körperlich ständig überfordert oder im Alltag durch Stress oft über dem Energielevel funktioniert, zehrt seinen Körper aus. So ist eine Frau kaum in der Lage, ein Kind zu gebären. Das Ausbleiben der Menstruation kann auch ein Hinweis des Körpers sein, auf seine Ressourcen zu achten.

Probieren Sie

Derart viele Einflussfaktoren bieten zahlreiche Möglichkeiten, das Thema anzugehen. Beispielsweise beeinflussen Mönchspfeffer und Frauenmantel den Schleimhautaufbau in der Gebärmutter positiv und gleichen die Hormone aus. Brennnessel, Zink, Selen und Vitamin C verbessern die Bildung gesunder und beweglicher Spermien beim Mann. Dieses Thema bedarf einer professionellen und individuellen Beratung. In Ihrer Drogerie oder Apotheke finden Sie guten Rat.

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4 - Die Menopause

Wann beginnen die Wechseljahre, wann erfolgt die Menopause (letzte Menstruation) und mit welchen körperlichen und emotionalen Veränderungen wird sie einhergehen? Die Antworten zu diesen Fragen sind unterschiedlich, auch wenn es immer um das Eine geht: das Ende der Fruchtbarkeit. Die Begleiterscheinungen können praktisch den ganzen Körper und die ganze Emotionalität beherrschen, je nach Frau.

Probieren Sie

Natürliche Hilfe bieten Traubensilberkerze Yamswurzel, roter Klee oder Nachtkerzenöl. Zuweilen kann aber auch Entschlacken hilfreich sein, weil durch den Wegfall der Menstruation auch eine natürliche Entschlackungsmöglichkeit verloren geht. Je nachdem, wie sich die Symptome ausprägen und auf welche Organsysteme sie sich ausbreiten, können herz-, nerven- oder stimmungsstärkende Therapien ebenfalls hilfreich sein. Lassen Sie sich unbedingt in Ihrer Drogerie oder Apotheke beraten.

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5 - Der Vaginalpilz

Es ist höchst unangenehm, wenn es juckt oder brennt im Intimbereich. Ein Grossteil der Frauen kennt dieses Gefühl und oft auch den dazugehörenden Ausfluss. Normal ist ein klarer, durchsichtig bis weisslicher Ausfluss, auch, dass er sich innerhalb des Zyklus verändert. Ein gelblicher Ausfluss deutet auf eine unphysiologische Veränderung – oft auf Mykose – hin. Pilzerkrankungen sind immer auch ein Hinweis auf eine Schwäche des Immunsystems. Sie können auch oft nach Behandlungen mit Antibiotika entstehen. Darum ist es sinnvoll, bei allen Symptomen, die auf ein reduziertes Immunsystem hinweisen, auch die Vaginalschleimhaut speziell zu unterstützen und dem Immunsystem von aussen zu helfen.

Probieren Sie

Eine Vaginalspülung (nicht nur nach dem Sex) sowie entsprechende Gels pflegen die Vagina und verringern das Risiko, dass sich Infekte einnisten. Ebenso bieten sich spezielle Probiotika an für die Stabilisierung eines gesunden bakteriellen Klimas der Vagina.

 

6 - Der Harnwegsinfekt

Blasenentzündungen treten bei Frauen viel häufiger als bei Männern auf, weil die viel kürzere Harnröhre der Frauen es einem eindringenden Keim leichter macht, in die Blase zu gelangen. Es ist angezeigt, sich sich bereits bei den ersten Beschwerden in der Drogerie oder Apotheke beraten zu lassen. Mit einer frühzeitigen Therapie kann dem Fortschreiten des Infekts in die Niere und einem späteren Einsatz von Antibiotika entgegengewirkt werden. Bei starken Rückenschmerzen leicht neben der Wirbelsäule unterhalb der Rippen, Fieber oder allgemeinem Unwohlsein oder Blut im Urin während mehr als drei Tagen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Probieren Sie

Bei einer Blasenentzündung helfen Bärentraubenblätter, Kapuzinerkresse und die bekannten Nieren- und Blasenspüler: Brennnessel, Birkenblätter, Goldraute oder Schachtelhalm. Warme Füsse und ein warmer Rücken helfen solchen Entzündungen vorzubeugen. Im Sommer sollte frau nach dem Baden den nassen Badeanzug loswerden und trockene Kleider anziehen. Bei der Intimpflege auf eine Waschrichtung von Bauch zum Rücken hin und nicht umgekehrt achten, damit die Selbstkontamination von Bakterien aus dem Darmbereich verhindert wird. Diese sind recht häufig Ursache für Blaseninfekte.

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7 - Die tiefen Eisenwerte

Typisch für Eisenmangel sind Müdigkeit, brüchige Nägel, Haarausfall oder rissige Mundwinkel und Infektanfälligkeit. Diese Liste liesse sich beliebig fortsetzen. Doch aufgepasst: Diese Beschwerden können verschiedene Ursachen haben und weisen nie automatisch auf einen Eisenmangel hin. Eisenmangel kann auch aus verschiedenen Gründen entstehen, zum Beispiel: starke Monatsblutungen, unausgewogene Ernährung oder Verdauungsprobleme (mangelhafte Verdauungssäfte, Resorptionsstörungen). Auch innere Blutungen oder Schwangerschaft können zu Eisenmangel führen. Das ist mit ein Grund, weshalb bei Verdacht auf immer wiederkehrenden Eisenmangel Ärzte mit ins Boot gehören bzw. man seinen Ferritinwert bestimmen lassen sollte. Übrigens: Eine vegane Ernährung führt nicht unbedingt zu Eisenmangel. Frau muss sich ihre Ernährung nur etwas bewusster zusammenstellen.

Probieren Sie

Leichter Eisenmangel kann gut mit einfachen Eisensupplementierungen behoben werden, wobei eine Kombination mit anderen Vitalstoffen wie Vitamin C wichtig ist. Zudem können Mittel wie Strath oder Regulat pro die Vitalstoffverwertung verbessern. Naturheilkundlich macht es auch Sinn, mit Schüsslersalzen (Nr. 3, 5 und 17) eine Eisentherapie zu unterstützen oder gar vor dem höher dosierten, stofflichen Eisen zu starten. Vermeiden Sie während der Eisentherapie idealerweise Stoffe, welche die Eisenaufnahme eindämmen wie z. B. Getreide, Kaffee, Rotwein oder Kakao.

Text: Patrick Seiz, Bilder: Beat Brechbühl

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