load

Herz&Kreislauf

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in der Schweiz. Fast jede dritte Person ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen oft, ohne es zu wissen. Zudem gehen rund ein Drittel aller Todesfälle in der Schweiz auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück. Viele Beschwerden entwickeln sich schleichend und verursachen lange Zeit keine spürbaren Symptome. Umso wichtiger ist es, frühzeitig auf Warnzeichen zu achten und rechtzeitig aktiv zu werden. Die gute Nachricht: Mit einem bewussten Lebensstil und den passenden Heilpflanzen lässt sich viel für Herz und Gefässe tun!

Im Drogerie- und Apothekenalltag sind Bluthochdruck (Hypertonie), die koronare Herzkrankheit (KHK), Herzrhythmusstörungen und die Herzinsuffizienz oft Gegenstand unserer Beratung. Auch erhöhte Blutfettwerte etwa zu hohe Cholesterin- oder Triglyzeridwerte zählen zu den bedeutenden Risikofaktoren. Werden diese nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann es über Jahre zu einer schleichenden Arterienverkalkung (Atherosklerose) kommen. Diese wiederum gilt als Hauptauslöser für Herzinfarkt und Schlaganfall. 

Ursachen: Mehr als nur das Alter 
Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen seit Jahren kontinuierlich zu. Neben dem steigenden Alter der Bevölkerung spielen moderne Lebensgewohnheiten eine entscheidende Rolle. Bewegungsmangel, unausgewogene, fettreiche und ballaststoffarme Ernährung, chronischer Stress sowie Nikotin- und Alkoholkonsum belasten Herz und Gefässe zunehmend. Hinzu kommen Schlafmangel, ein oft hektischer Alltag mit vielen Sinnesreizen und mangelnde Erholung. Das sind alles Faktoren, die auch den Blutdruck negativ beeinflussen. Eine genetische Vorprägung für Herz-Kreislaufbeschwerden sowie erhöhte Blutfettwerte belasten das Herz zusätzlich. Seit einigen Jahren verschlechtern Umweltfaktoren wie Hitze und Luftverschmutzung die Situation zusätzlich.

BLUTHOCHDRUCK (HYPERTONIE)
Wird oft lange nicht bemerkt, erhöht aber das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich.

KORONARE HERZKRANKHEIT (KHK)
Verengte Herzkranzgefässe führen zu Brustschmerzen, manchmal auch zu Herzinfarkt.

HERZRHYTHMUSSTÖRUNGEN
Herzstolpern, Vorhofflimmern oder Herzrasen sind häufig und bedürfen der Abklärung.

HERZINSUFFIZIENZ
Wenn das Herz zu schwach ist, um den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen oft mit Atemnot oder Müdigkeit verbunden.

Therapeutische Ansätze
Zur Behandlung und Vorbeugung lassen sich verschiedene Therapieansätze kombinieren. In der Phytotherapie haben sich zahlreiche Heilpflanzen bewährt, die das Herz-Kreislauf-System auf natürliche Weise unterstützen. Weissdorn etwa stärkt die Herzleistung, während die Mistel und Rauwolfia senkend auf den Blutdruck einwirken. Knoblauch wie auch Bärlauch wirken gefässschützend und cholesterinsenkend, was die erhöhten Blutfettwerte positiv beeinflusst. Auch Olivenblätter, Ginkgo oder Rosmarin können wertvolle Dienste leisten sei es zur Förderung der Durchblutung, bei zu tiefem Blutdruck sowie zur Kreislaufstabilisierung. Artischocke und Mariendistel wiederum unterstützen Leber und Fettstoffwechsel ebenfalls hilfreich bei erhöhten Blutfettwerten. Ihre Drogerie oder Apotheke empfiehlt Ihnen gerne eine für Sie passende Heilpflanzenzubereitung. Magnesium, Omega-3-Fettsäuren, das Coenzym Q10 und verschiedene B-Vitamine fördern die Herzfunktion, helfen bei der Regulation von Blutdruck und Cholesterin und wirken entzündungshemmend. Wichtig ist dabei eine fachkundige Beratung, damit Sie mit dem passenden Produkt auch Ihr Gesundheitsziel erreichen.

Atmen Sie beherzt und tief frische Waldluft ein und das möglichst oft. Das ist eine bewährte Therapie gegen zu hohen Blutdruck und Stress. Die Japaner haben es erfunden und nennen es «Waldbaden». Mittlerweile ist es eine anerkannte Entspannungsmethode, die in Japan sogar medizinisch empfohlen wird unter anderem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stress. Der bewusste Aufenthalt im Wald senkt nachweislich den Blutdruck, reduziert den Stresspegel und stabilisiert den Herzschlag. Studien zeigen, dass schon ein kurzer Aufenthalt im Grünen den Parasympatikus im Nervensystem aktiviert, was zu Entspannung und Erholung führt. Verantwortlich dafür sind unter anderem die Duftstoffe der Bäume, welche auch gezielt in Form von ätherischen Ölen (z. B. Arve oder Fichte) nach Hause in die gute Stube oder ins Büro geholt werden können.

Achten Sie auf sich
Langfristig ist bei bestehenden Beschwerden wie auch bei der Prävention eine Änderung des Lebensstils die zentrale Massnahme. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkorn, Nüssen, hochwertigen Ölen und wenig Zucker trägt entscheidend zur Risikoreduktion bei. Regelmässige Bewegung idealerweise 30 Minuten pro Tag oder 210 Minuten in der Woche stärkt das Herz und verbessert die Gefässfunktion. Der Verzicht auf Rauchen und übermässigem Alkoholkonsum sowie ausreichender und erholsamer Schlaf sind grundlegende Massnahmen. Ebenso wichtig ist eine aktive Stressbewältigung ob durch Meditation, bewusste Atemübungen oder simpel durch entspannende Spaziergänge in der Natur: Gezielte Erholungspausen sind entscheidend, damit das Herz im Gleichgewicht bleibt.

GEFAHREN ERKENNEN

WANN ZUR ÄRZTLICHEN ABKLÄRUNG?

Achten Sie auf folgende Anzeichen:

– Anhaltend hoher Blutdruck
– Engegefühl oder Druck in der Brust
– Herzklopfen oder -rasen
– Atemnot bei Belastung
– Schwindel, Ohnmachtsanfälle
– Kalte, blasse Beine oder Schmerzen beim Gehen

Diese Symptome müssen ernst genommen werden besonders bei bestehender familiärer Vorbelastung.

Text: Thomas Schneider, Bilder: Beat Brechbühl

Newsletter
Newsletter

Blei­ben Sie in­for­miert und abon­nie­ren Sie un­se­ren Newslet­ter.

{{more}}
Onlineshops
Onlineshops

On­li­neshop

{{more}}

Das könnte Sie auch interessieren