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Pollen-Alarm

Nachdem sich die winterliche Schnupfennase gerade verabschiedet hat, ist der Frühling die Zeit zum Aufatmen. Aber nicht für alle: Viele Menschen leiden im Frühjahr an Heuschnupfen. Was passiert dabei im Körper?

Mit jedem Atemzug inhalieren wir winzige Teilchen (Pollen, Russpartikel usw.), die auf den Schleimhäuten abgefangen und mit dem Schleim der Atemwege wieder ausgeschieden werden, ohne eine Reaktion auszulösen. Beim Heuschnupfen hingegen reagiert das Immunsystem auf die Pollen ähnlich wie auf einen Virus oder ein Bakterium. Durch verschiedene Botenstoffe löst der Körper die klassischen Heuschnupfensymptome aus, um damit den vermeintlichen Erreger zu bekämpfen. Heuschnupfen ist im Prinzip eine Fehlreaktion des Immunsystems.

Gereizte Schleimhäute 

Neben Juckreiz, geröteten Augen und laufender Nase leiden Betroffene auch an Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen und erfahren so eine Beeinträchtigung ihrer ­Lebensqualität. Eine Pollenallergie entwickelt sich im ­Laufe der Jahre oft weiter. Der Körper reagiert auf Pollen, die früher keine Allergie ausgelöst haben. Es kommen Kreuzallergien mit Nahrungsmitteln dazu oder es entwickeln sich zusätzliche Erkrankungen wie Asthma, chronische Entzündungen der Nebenhöhlen oder des Mittelohrs. Damit eine Verschlimmerung bzw. Ausdehnung der Allergie vermieden werden kann und die Betroffenen wieder an Lebensqualität gewinnen, sind neben der symptomatischen Therapie auch vorbeugende Ansätze zu verfolgen.

Vorbeugung

Generell wichtig bei der Heuschnupfenprävention ist der frühzeitige Beginn – das heisst: zwei bis drei Monate vor der individuellen Allergiezeit. Je nachdem, auf welche Pollenart man allergisch reagiert (z. B. Frühblüher oder späte Gräser), kann das also bereits im Dezember des Vorjahres sein. Eine ungefähre Zuordnung der Hauptflugzeiten verschiedener Pollen bietet der Pollenflugkalender (siehe Tabelle). Mit ­homöopathisch aufbereiteten Pollen oder Bakterien (Staphylokokkus aureus), spagyrischen Essenzen, Schwarzkümmelöl oder spezifischen Mikronährstoffen wird das Immunsystem so moduliert, dass sich die allergische Reaktion abschwächt oder sie gar nicht mehr auftritt. 

Behandlung akuter Symptome 

Ist der Heuschnupfen schon da, kann die Modulation des Immunsystems zwar unterstützend eingesetzt werden, zentral ist aber die Reduktion der akuten Symptome, um den Leidensdruck zu senken. Für die Augen kommen zur Linderung homöopathische, pflanzliche oder synthetische Augentropfen zur Anwendung. Ähnlich verhält es sich bei nasalen Symptomen. Damit die Symptome rasch zurückgehen, kann man Produkte gezielt auf der Nasenschleimhaut anwenden, z. B. als Spray oder Salbe, oder man nimmt die Produkte ein. Auch hier stehen homöopathische oder pflanzliche Alternativen genauso wie die synthetische Wirkstoffklasse der sogenannten Antihistaminika zur Verfügung. Wichtig: Individuelle Therapiekombinationen bringen weit mehr als allgemeine Empfehlungen. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie oder Apotheke beraten, welche Möglichkeiten für Sie persönlich die beste Wahl darstellen, auch im Sinne einer wirksamen Vorbeugung. 

Text: Lukas Maron, Bilder: Beat Brechbühl

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