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Wenn die Pollen fliegen

Wenn die Nase juckt, läuft und oder völlig verstopft ist, dann ist Pollenflugzeit. Alle Jahre wieder leiden Tausende Menschen in unserem Land ­darunter. Gut, dass einiges getan werden kann, damit alle den Frühling und dann auch den Sommer geniessen können.

Im Grunde sollten wir auf Pollen nicht wie auf einen gefährlichen Eindringling reagieren. Doch genau das macht das Immunsystem von Allergikerinnen und Allergikern. Es zeigt eine Überreaktion. Die Folgen sind bekannt und können von leichten Symptomen bis hin zu Arbeitsausfällen führen. Die Symptome sind störend, wie ein leidgeplagter Allergiker klagt: «Ich muss oft niesen und meine Nase läuft ständig oder – fast noch schlimmer – sie ist verstopft. Und ich kann es kaum lassen, meine juckenden Augen immer wieder zu reiben, die dazu noch tränen und anschwellen!» Wahrlich kein frohes Frühlingserwachen. Weniger oft zeigt sich bei einigen Menschen ein leichtes Jucken im Rachenbereich. Hingegen kann das Atmen nicht nur durch die verstopfte Nase, sondern auch durch allergisches Asthma stark erschwert werden. Die gute Nachricht: Für alles und alle gibt es Hilfe.

Vor dem Pollenflug

Am besten ist es, die Allergie zu behandeln, bevor die Symptome auftreten – etwa mit dem Öl des Schwarzkümmels schon zwei Monate vor der Heuschnupfenzeit eine Kur zu beginnen. Wiederholt man das alle Jahre, wird erfahrungsgemäss der Heuschnupfen nach und nach etwas schwächer. Auch die Homöopathie kann helfen, mit Produkten, die auch für die Zeit des akuten Heuschnupfens wirksam sind. Zugegeben, es ist nicht jedermanns Sache, etwas einzunehmen, wenn der Körper keine Symptome zeigt. Bei Menschen mit Tendenz zu Heuschnupfen kann sich das jedoch lohnen. Die richtige Versorgung mit Vitalstoffen (Kalzium, Zink, Linolensäure, Vitamin E und C, Mangan) oder auch die passenden Schüsslersalze (zum Beispiel Nr. 2, 3, 6, 8) helfen unserem Immunsystem, sich besser auf Pollen einzustellen.

Wenn die Pollen fliegen

Die Pollen draussen lassen, etwa mit Pollengittern vor den Fenstern – das ist schon mal eine gute Abwehr. Nasenduschen helfen, die Pollen aus der Nasenhöhle zu spülen. Ähnliches gilt für die Haare: Ein kurzes Abspülen – insbesondere vor dem Zubettgehen – ist wichtig, weil die Pollen sonst von den Haaren auf das Kopfkissen und von dort in Nase und Augen gelangen können. Damit man sich nicht in ein «Meer» von Pollen legt, hilft eine auf dem Bett ausgebreitete Tagesdecke. Wenn das Zimmer gelüftet wird, fallen die Pollen nicht auf das Bettzeug, sondern auf die Tagesdecke, die man am Abend sorgfältig zusammenlegt. In der akuten Phase des Heuschnupfens bietet sich eine Vielzahl von Konzepten und Produkten an, oft in Kombination, die je nach Intensität der Symptome eingesetzt werden. Insbesondere der Glycerinauszug der Schwarzen Johannisbeerknospe (Gemmotherapie) kann als sehr starker Entzündungshemmer praktisch mit allem kombiniert werden. Viele Betroffene wollen verständlicherweise möglichst wenig Aufwand betreiben. Da liegt es noch knapp drin, einmal täglich eine Tablette zu schlucken, um Ruhe zu haben. Hier schaffen verschiedene Antihistaminika Abhilfe. Je nach Generation des Wirkstoffes machen diese mehr oder weniger müde. Lassen Sie sich unbedingt in Ihrer Drogerie oder Apotheke beraten. Antihistaminika finden sich auch in Nasensprays, die nur lokal wirken und so nicht müde machen. Aber auch die Natur bietet tolle Helfer, zum Beispiel eine Spagyrikmischung (kann gut stündlich eingenommen werden, falls nötig), ein Spengler-Spray oder Schüsslersalze. Relativ neu auf dem Markt ist ein Kaugummi mit rein natürlichen Wirkstoffen, der ausgezeichnete Rückmeldungen von Betroffenen bei akuten Zuständen erhalten hat. Bei so vielen Möglichkeiten kann der Überblick verloren gehen. Deshalb ist es ratsam, sich von einer Fachperson beraten und ein individuelles Behandlungskonzept zusammenstellen zu lassen. 

Ein Augenzeuge

Wer kennt das nicht: Obwohl ich mir ständig die Augen reiben will, sollte ich es lassen. ­Unbedingt, denn es wird nur schlimmer: das Jucken, das Brennen, die lästigen Tränen. Dazu kommt das Anschwellen ..., wie unansehnlich! In solchen Fällen sind Augentropfen mit Antihistaminika angezeigt. Auch stehen ­diverse homöopathische Mittel zur Auswahl. Je nach Situation, habe ich die Möglichkeit ­zwischen verschiedenen Augentropfen, ­Globuli oder Tabletten zu wählen. Zuweilen hilft mir das Abwaschen des Lidrandes mit sanften Mitteln sowie das Auflegen von kaltfeuchten Waschlappen oder vorgetränkten Gaze-Tüchlein. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind mit Spagyrik oder Gemmotherapie. Aber auch hier gilt: Lassen Sie sich in Ihrer ­Drogerie oder Apotheke beraten, bevor es ins Auge geht.

Text: Patrick Seiz, Bilder: Beat Brechbühl

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