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Inkontinenz bei Männern und Frauen

Häufig drückt die Blase. Nächtliche Toilettengänge werden zur unangenehmen Regel. Inkontinenz ist ein weitverbreitetes Phänomen bei Männern wie Frauen.

Wenn Urin ungewollt abgeht, spricht man von Harninkontinenz. Die Menge der Ausscheidung variiert von ein oder zwei Tropfen bis zur ganzen Blasenentleerung. Entsprechend gibt es Harnbinden mit verschieden starker Saugkraft. Es gibt Modelle für die Frau wie auch für den Mann. Diese Inkontinenzeinlagen sind heute so diskret, dass sie kaum auffallen. Das entschärft ein grosses Problem der Harninkontinenz – die soziale Isolation.

Dranginkontinenz

Der verstärkte Drang kommt entweder vom Blasenentleerungsmuskel selber oder einem Nervenimpuls der Harnblasenwand ans zentrale Nervensystem. Der «unnötige» Nervenreiz der Blase kann dann zur Reizblase führen. Mögliche Ursachen sind Entzündungen, Harnsteine oder auch schwerwiegendere Krankheiten. Eine ärztliche Konsultation ist hier ratsam.


Wenn die Blase macht, was sie will.

Stressinkontinenz

Wenn zum Beispiel durch Treppensteigen, Joggen, heftiges Niesen oder Husten ein erhöhter Druck auf die Blase entsteht, spricht man von Stressinkontinenz. Damit verbunden sind oft Schwächen im Muskel und Bindegewebe rund um die Blase, insbesondere der Beckenbodenmuskulatur. Hier hilft gezieltes Training. Ein geschwächtes Bindegewebe, zum Beispiel während der Schwangerschaft, kann das Problem verstärken. Deshalb tritt diese Harninkontinenz bei Frauen auch häufiger auf als bei Männern. Neben dem bewährten Beckenbodentraining kann auch mit gezieltem Abklemmen des Harnstrahls der Schliessmuskel in seiner Funktion trainiert werden.

Überlaufinkontinenz 

Wenn die Blase nicht normal geleert werden kann, steigt der Druck. Dadurch geht der Harn in kleinen Portionen ab. Hier liegt eine Störung der Abflusswege vor. Das ist vorwiegend bei Männern mit einer Prostatavergrösserung der Fall. Wichtig zu wissen: Eine gutartige Prostatavergrösserung tritt bei jedem zweiten Mann schon ab 50 Jahren auf. Eine Kur mit natürlichen Präparaten kann helfen, zum Beispiel Extrakte der Sägepalme oder von Brennnesselwurzeln. Inkontinenz ist ein sehr persönliches und heikles Thema, das es aus der Tabuzone zu holen gilt. Daher ist es besonders wichtig, darüber zu sprechen. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie oder Apotheke über Mittel, Therapien und Trainingsmethoden beraten.

Text: Patrick Seiz, Bilder: Beat Brechbühl

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