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Insekten im Herbst

Eigentlich haben Insekten im Sommer ihre Hochsaison. Aber auch bis weit in den Herbst hinein können sie uns noch lästig werden und die letzten schönen Tage vermiesen. Was kann man gegen die herbstliche Insektenplage tun?

Je nachdem, wie sich der Herbst wettermässig zeigt, sind auch Insekten wie Stechmücken, Kriebelmücken, Wespen, Bienen, Hornissen und Zecken immer noch aktiv. Ein milder und goldener Herbst bietet auch den kleinen Plagegeistern ein willkommenes Tummelfeld, bevor sie durch die tiefen Temperaturen sterben oder sich zum Überwintern zurückziehen. Am Essenstisch und im Haus sind sie vor allem lästig, aber zum Glück für die meisten Menschen nicht gefährlich. Ebenso verhält es sich mit ihren Stichen und Bissen. Bis auf den Juckreiz und leichte Schwellungen sind sie in der Regel harmlos.

Reaktionen sind unterschiedlich

Je nach Insekt können unterschiedliche Reaktionen in verschiedenen Schweregraden auftreten. Die häufigsten Reaktionen sind Juckreiz, Hautrötung und Quaddelbildung. Bei einer allergischen Reaktion sind nicht nur die Haut, sondern oft auch der Kreislauf und die Atmung betroffen. Allergische Reaktionen gehören auf jeden Fall in sofortige ärztliche Behandlung und Betroffene sollten immer ein Set mit Notfallmedikamenten mit sich führen. Gerade bei Kindern mit Insektenstich-Allergien sollte man auch im Herbst besonders vorsichtig sein. Auch Stiche im Mund-, Hals-, Nasen- und Rachenbereich müssen idealerweise von einem Arzt überprüft werden. Mildere Stich- und Bisswunden hingegen können in der Regel selbst behandelt werden.


Allergische Reaktionen gehören auf jeden Fall in sofortige ärztliche Behandlung und Betroffene sollten immer ein Set mit Notfallmedikamenten mit sich führen.

Behandlung

Bei einem Stich muss als Erstes der Stachel entfernt werden. Zum Entfernen einer Zecke benutzt man am besten eine Zeckenzange. Bestreichen Sie die Zecke auf keinen Fall mit Öl oder Salbe. Sie riskieren dadurch, dass noch
mehr Gift in den Körper gelang. Das Insektengift kann auch mit speziellen Pumpen (z. B. Aspvenin) aus der Stichstelle gesaugt werden. Es gibt eine Reihe natürlicher und synthetischer Heilmittel bei Insektenstichen, die meist als Roller, Spray oder Gel zum Einsatz kommen. Äusserlich eignet sich eine Mischung aus ätherischen Ölen. Die Öle aus Lavendel, Manuka und Pfefferminze mildern den Juckreiz sowie die Schwellung und desinfizieren. Innerlich und äusserlich können Insektenstiche mit einer spagyrischen Mischung (z. B. Spitzwegerich, Echinacea, Herzsamen usw.) oder homöopathischen Mitteln (Apis, Ledum usw.) behandelt werden. Die synthetischen Heilmittel enthalten meist sogenanntes Antihistamin, um den Juckreiz und die Schwellung zu mindern. Am wichtigsten ist aber generell: nicht kratzen! Durch das Kratzen können Keime in den Einstich gelangen und die Entzündung massiv verstärken.

Vorbeugung

Es gibt allgemeingültige Verhaltensregeln zur Vorbeugung. Tragen Sie lange und vorwiegend helle Kleidung, die mit einem Insektenabwehrmittel besprüht ist und verwenden Sie auch für freie Hautstellen sogenannte Repellentien (Insektenvertreiber). Wespen zum Beispiel sind besonders angriffslustig. Sie stechen schnell und schmerzhaft, wenn sie sich bedroht fühlen. Abwehrende Bewegungen, wie das Wedeln mit den Armen, machen die Insekten aggressiv und bringen diese dazu, sich zu verteidigen und anzugreifen. Es lohnt sich also, ruhig zu bleiben. Für die meisten Menschen ist der Wespenstich «nur» schmerzhaft. Aber Achtung: Es kann kritisch werden, wenn viele Wespen stechen oder eine Allergie vorliegt. Decken Sie Nahrungsmittel und Getränke ab. Mischungen aus ätherischen Ölen (Citronelle, Zitronengras, Nelke usw.), Duftkerzen oder Räucherspiralen helfen auch, die Insekten fernzuhalten. Verzichten Sie auf blumige und fruchtige Parfums, Bodylotions und andere Körperpflegeprodukte. Die Insekten verwechseln Sie sonst gerne mit einer Blumenwiese.

Text: Lukas Maron, Bilder: Beat Brechbühl

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