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Gelenkapparat - gelenkig und beweglich

Die schmerzenden Knie machen Treppensteigen zum Leistungssport. Im Büro ist das Benutzen der Computermaus mit leidigen Schmerzen verbunden. Tanzen? Unmöglich. Kennen Sie solche Situationen? Lesen Sie in diesem Artikel, was Sie gegen rheumatische Beschwerden tun können.

Abgenutzte oder überbeanspruchte Gelenke und Muskeln führen zu Schmerzen und Entzündungen. Rheuma ist der Überbegriff dafür. Dieser Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet «ziehender, reissender Schmerz». Es ist ein Sammelbegriff für schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates. Über 200 verschiedene Krankheitsbilder gehören zum rheumatischen Formenkreis. Diese lassen sich grob in vier Gruppen einteilen. Die Arthrose ist eine Abnutzung des Gelenkknorpels, die als Alterserscheinung oder in Folge von Fehlbelastungen auftritt. Schmerzen, Steifigkeit und Gelenkknirschen sind die Symptome. Als Arthritis bezeichnet man die entzündlichen Phasen der Arthrose. Durch die Entzündung nehmen die Schmerzen und die Knorpelzerstörung zu. 

Überlastungen

Weichteilrheuma – zum Beispiel der Tennisellbogen – ist die Folge von Überlastungen. Dabei entstehen in Muskeln und Sehnen kleinste Verletzungen, die Schmerzen und Entzündungen verursachen. Die Gicht hat ihre Ursache in einer Störung des Harnsäurestoffwechsels. Harnsäurekristalle in Gelenken, Weichteilen und Organen führen zu Entzündungen und Deformationen.

Bewegung ist wichtig 

Bei rheumatischen Erkrankungen ist es wichtig, trotz Schmerzen in Bewegung zu bleiben. Dadurch werden die Gelenke und Muskeln optimal versorgt. Zudem stützen trainierte Muskeln die Gelenke und beugen Haltungsveränderungen vor. Gelenkschonende Bewegungsarten – zum Beispiel Schwimmen oder Radfahren – sind optimal. Weil Entzündungen den Verlauf einer rheumatischen Erkrankung verschlimmern, sollten sie möglichst gehemmt werden. Die Möglichkeiten reichen von natürlichen Entzündungshemmern (zum Beispiel Weihrauch, Kurkuma, Hagebutte, Teufelskralle und Omega-3-Fettsäuren) bis hin zu synthetischen Schmerz- und Entzündungshemmern (zum Beispiel Ibuprofen, Diclofenac oder Acetylsalicylsäure). Zum Schutz der Knorpelsubstanz können Grünlippmuschelextrakte, Glucosaminsulfat oder Chondroitinsulfat verwendet werden. Sie halten den Knorpel elastisch. Die innerliche Therapie kann man mit Salben und Gels von aus-sen ergänzen. Auch diese gibt es auf Basis pflanzlicher und synthetischer Wirkstoffe. Wichtig: Eine gesunde Ernährung mit einem reduzierten Konsum von tierischen Eiweissen und mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten unterstützt die Therapie.

Text: Lukas Maron, Bilder: Beat Brechbühl

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