load

Wenn Bewegung nicht mehr locker geht

Rheumatische Erkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Gesundheitsproblemen und 
betreffen Millionen von Menschen. Was oft als «Rheuma» bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit eine grosse und sehr vielfältige Gruppe von Erkrankungen des Bewegungsapparats. Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder und Knochen können betroffen sein – bei manchen Formen sogar Herz, Lunge, Nieren oder Blutgefässe.

Schmerzende Gelenke, Morgensteifigkeit und zunehmende Bewegungseinschränkungen gehören für viele Menschen mit rheumatischen Erkrankungen zum Alltag. Was oft mit gelegentlichen Beschwerden beginnt, kann sich mit der Zeit zu einer dauerhaften Belastung entwickeln und selbst einfache Tätigkeiten wie Gehen, Treppensteigen oder das Öffnen eines ­Verschlusses erschweren.

Im Alltag eingeschränkt

Für die Betroffenen bedeutet Rheuma häufig mehr als nur gelegentliche Schmerzen: Jede Bewegung kann zur Herausforderung werden. Alltagstätigkeiten wie Treppensteigen, Einkaufen, Arbeiten oder sogar das Öffnen einer Flasche können plötzlich schwerfallen. Müdigkeit, Erschöpfung und Schlafprobleme kommen oft hin­­zu und beeinträchtigen die Lebensqualität er­heblich. Die gute Nachricht: Dank Beratung und der linderndenWirkung von Heilpflanzen lassen sich viele rheumatische Erkrankungen heute deutlich besser behandeln als noch vor wenigen Jahrzehnten. Eine frühe Diagnose kann entscheidend sein, um Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit zu erhalten und bleibende Schäden zu verhindern.

Rheuma

Unterschiedliche Krankheitsbilder

Rheumatische Erkrankungen umfassen eine Vielzahl ­unterschiedlicher Krankheitsbilder, die den Bewegungsapparat und teilweise auch innere Organe betreffen ­können. Eine wichtige Gruppe sind die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Hier greift das Immunsystem irrtümlich gesundes Gewebe an und verursacht Entzündungen in den Gelenken. Zu den bekanntesten Formen zählen die rheumatoide Arthritis, die Psoriasis-Arthritis und Morbus Bechterew. Unbehandelt können diese Erkrankungen zu dauerhaften Gelenkschäden und Bewegungseinschränkungen führen.

Zu den degenerativen rheumatischen Erkrankungen gehört vor allem die Arthrose. Dabei nutzt sich der Gelenkknorpel im Laufe der Zeit ab, wodurch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen entstehen. Besonders häufig betroffen sind Knie-, Hüft-, Finger- und Wirbelgelenke. Beim sogenannten Weichteilrheumatismus stehen Beschwerden an Muskeln, Sehnen, Bändern und Schleimbeuteln im Vordergrund. Ein bekanntes Beispiel ist die Fibromyalgie, die oft mit weit verbreiteten Schmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen einhergeht.

Auch Stoffwechselstörungen können rheumatische Beschwerden verursachen. Die bekannteste Form ist die Gicht, bei der sich Harnsäurekristalle in den Gelenken ablagern und schmerzhafte Entzündungen auslösen. Daneben gibt es seltenere Autoimmunerkrankungen wie Lupus oder verschiedene Gefässentzündungen, die neben Gelenken auch innere Organe betreffen können und daher eine besonders sorgfältige Behandlung erfordern.

 

Typische Warnsignale

Rheumatische Erkrankungen entstehen meist durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Neben ­einer genetischen Veranlagung können auch Fehlsteuerungen des Immunsystems, altersbedingter Gelenk­verschleiss, Stoffwechselstörungen sowie Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und chronischer Stress eine Rolle spielen.

Typische Anzeichen rheumatischer Erkrankungen sind Gelenkschmerzen, Morgensteifigkeit sowie geschwollene, gerötete oder überwärmte Gelenke. Die Schmerzen können je nach Erkrankung unterschiedlich auftreten: Ruheschmerzen oder nächtliche Beschwerden sprechen eher für eine entzündliche Arthritis, während Belastungs- oder Anlaufschmerzen häufiger bei Arthrose auftreten. Auch die Dauer der Gelenksteifigkeit kann wichtige Hinweise liefern. Während sich die Steifigkeit bei Arthrose meist innerhalb weniger Minuten nach Bewegung bessert, hält sie bei entzündlichen Rheumaformen oft länger als 30 Minuten an.

Zusätzlich leiden viele Betroffene unter Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen und einer verminderten Leistungsfähigkeit. In einigen Fällen können sogar Organe wie Herz, Lunge, Nieren oder Blutgefässe betroffen sein. Da eine frühzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf sind, sollten anhaltende Beschwerden immer ärztlich abgeklärt werden.

Rheuma

Mehr Lebensqualität ist möglich

Viele Menschen wissen nicht, dass es neben Medikamenten und anderen medizinischen Behandlungen auch natürliche Möglichkeiten gibt, rheumatische Beschwerden zu lindern. Eine ganzheitliche Rheuma-Therapie setzt an verschiedenen Stellen an und kann die schulmedizinische Behandlung sinnvoll ergänzen. Im Mittelpunkt steht eine entzündungshemmende, möglichst naturbelassene Ernährung mit viel frischem Gemüse, gesunden Fetten und wenig Zucker. Ebenso wichtig ist es, mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten abklären zu lassen und belastende Faktoren wie Rauchen, übermässigen Alkoholkonsum und chronischen Stress zu vermeiden.

Eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und entzündungshemmenden Pflanzenstoffen kann den Körper zusätzlich unterstützen.

Regelmässige Bewegung, Physiotherapie und gelenkschonender Sport helfen dabei, die Beweglichkeit zu erhalten und Schmerzen zu reduzieren.

 

Rheuma

Pflanzliche Behandlung

Die Natur hält eine Vielzahl wertvoller Helfer bereit. Richtig eingesetzt, können Heilpflanzen dazu beitragen, Beschwerden zu lindern, die Beweglichkeit zu fördern und das Wohlbefinden auf sanfte Weise zu unterstützen. Auch bei rheumatischen Erkrankungen können ausgewählte Pflanzen eine wertvolle Ergänzung zur bestehenden Behandlung sein. Zu den bekanntesten gehören Löwenzahn, Brennnessel, Teufelskralle, Weidenrinde und Pappel.

Besonders der Löwenzahn nimmt in der Naturheilkunde einen wichtigen Platz ein. Oft wird er als eine Art «natürliches Waschpulver» für den Körper bezeichnet. Seine wertvollen Inhaltsstoffe regen den Stoffwechsel an und unterstützen zahlreiche Organe wie Leber, Nieren, Galle, Magen und Darm. Dadurch kann der Organismus dabei unterstützt werden, Stoffwechselprodukte besser auszuscheiden. Gerade bei rheumatischen Beschwerden wie Gicht, Arthritis oder Arthrose wird Löwenzahn deshalb seit Langem geschätzt.

Auch Brennnessel und Teufelskralle sind für ihre entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften bekannt und werden häufig zur Unterstützung des Bewegungsapparates eingesetzt. Die Heilpflanzen werden meist als Tee, Tinktur oder in Form von pflanzlichen Präparaten angewendet. Ergänzend können Weihrauch, Wallwurz (Beinwell) oder Teufelskralle äusserlich auf schmerzende Gelenke und Muskeln aufgetragen werden.

Mit der richtigen Kombination aus pflanzlichen Heilmitteln, moderner Therapie, regelmässiger Bewegung und einem gesunden Lebensstil lassen sich rheumatische Beschwerden oft deutlich lindern und die Lebensqualität nachhaltig verbessern. Besuchen Sie uns in der Drogerie oder Apotheke – wir nehmen uns gerne Zeit für eine persönliche Beratung und zeigen Ihnen natürliche Möglichkeiten zur Unterstützung Ihres Wohlbefindens.

Text: Darko Schleiss, Bilder: Beat Brechbühl

Newsletter
Newsletter

Blei­ben Sie in­for­miert und abon­nie­ren Sie un­se­ren Newslet­ter.

{{more}}
Onlineshops
Onlineshops

On­li­neshop

{{more}}

Das könnte Sie auch interessieren