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Die Schattenseite des Sommers - Pilz. Läuse. Würmer.

Noch sind die wunderschönen Ferienerinnerungen präsent. Aber Achtung: Die Bescherung zeigt sich erst, wenn wir wieder zu Hause sind. Gemeint sind der Befall von Läusen oder Würmern, aber auch unangenehme Infekte wie Fuss- oder Scheidenpilze. Erfahren Sie hier, was Sie dagegen tun können.

Nach den Sommerferien steigt die Zahl der Läusebefälle typischerweise stark an. Vor allem, wenn wir die Ferien in warmen Gegenden verbracht haben. Wohlgemerkt: Ein Läusebefall hat praktisch nie etwas mit Hygiene in der Familie zu tun. 

Typische Symptome sind auffällig häufiges und intensives Jucken. Vor allem am Hinterkopf, aber nicht nur. Es können auch stark gerötete Pusteln auftreten. Und aufgepasst: Durch das Kratzen könnte es zu einer Wundinfektion kommen. Die Läuse sind wirtspezifisch, das heisst: Menschenläuse findet man nur auf Menschen. Ohne Blutnahrung trocknen sie innert Stunden aus und sterben. Deshalb ist es unnötig, Kuscheltiere und Mützen in Plastiksäcken tiefzugefrieren. Für das Wohlgefühl kann es dennoch gut sein, die Bettwäsche zu wechseln. Einen Befall können Sie einfach und zuverlässig mit einem Läusekamm feststellen. Mit diesem wird das Haar sorgfältig, Strähne für Strähne durchgekämmt, am besten über einer weissen Fläche (z. B. Haushaltspapier) auf welcher der Kamm ausgeklopft wird. Aber Vorsicht: Läuse sind je nach Alter fast durchsichtig und schwer zu sehen. Bei langen oder sehr widerspenstigen Haaren erleichtert ein Entwirrungs-Spray (auf das trockene Haar sprühen) das Durchkämmen.


Nach den Sommerferien steigt die Zahl der Läusebefälle typischerweise stark an.

Würmer und Pilze

Wurmbefälle häufen sich nicht auffällig nach den Ferien. Aber in der Sommerzeit verbringen wir mehr Zeit an Orten, wo zum Beispiel Katzen ihr Geschäft verrichten. Oder wir sind durch den Verzehr ungewaschener Beeren oder Pilze zusätzlich exponiert. So kann es in dieser Jahreszeit zu mehr Befällen kommen.

Es gibt verschiedene Wurmarten. Ein Befall von Madenwürmen zeigt sich durch häufiges Jucken im Afterbereich, das die dort abgelegten Wurmeier auslösen. Durch das anschliessende Kratzen gelangen die Eier unter die Fingernägel und von dort in den Mund. Damit schliesst sich der Kreislauf.

Fusspilze treten in den warmen Sommertagen häufiger auf. Die Symptome sind augenfällig: Zwischen den Zehen verursacht die schuppige, weisse Haut mit kleinen Rissen und Rötungen ein unangenehmes Brennen oder Jucken. An der Fusssohle und auch seitlich am Fuss können Bläschen auftreten.

Der Scheidenpilz gehört zu den häufigsten Infektionen der Geschlechtsorgane bei Frauen. Schwangere sind überdurchschnittlich davon betroffen. Ein Scheidenpilz – nicht selten in öffentlichen Bädern eingeholt – verursacht ein Jucken im Intimbereich. Es kommt zu einer Wunde beim Scheideneingang sowie zu einer leichten Schwellung der Schamlippen. Ein weisser Ausfluss mit körniger Konsistenz kann die Folge sein. Läuse, Würmer und Pilze gehören definitiv nicht zu den schönen Erinnerungen an unsere Ferien. Nützliche Tipps für die Behandlung finden Sie nachfolgend. 

Massnahmen gegen 4 unschöne Ferienerinnerungen

Hier ist vor allem die Behandlung mit einem wirksamen Mittel und genau nach Anweisung nötig. Die Einwirkzeit darf nicht verkürzt werden. Ihre Drogerie oder Apotheke steht mit Rat zur Seite. Unter der Woche sollte man sich die Haare sicher zweimal mit dem Läusekamm durchkämmen, um den Erfolg der Behandlung oder eine allfällige Neubesiedlung schnell zu erkennen. Nach der Behandlung empfiehlt es sich, die Haare wie auch den Haarboden zu pflegen, denn zum Teil können die Läusebekämpfungsmittel die Kopfhaut austrocknen. Noch etwas: Führen Sie die Läusekontrolle mit dem Läusekamm dringend bei der ganzen Familie durch. Nur wer bei der sorgfältigen Kontrolle Läuse aufweist, muss auch behandelt werden. Um einer Weiterverbreitung vorzubeugen, sollten zumindest die nächsten «Gspänlis» und die Lehrer informiert werden. Gute Erfolge erzielen auch Shampoos oder Sprays mit Repellent-Eigenschaften. Lange Haare müssen nicht abgeschnitten aber zumindest zusammengebunden werden. Die Behandlung nach ca. einer Woche nochmals wiederholen, ausser es tauchen bei der Kontrolle mit dem Kamm keine lebenden Läuse mehr auf.

Ein Pilzbefall hat immer auch etwas mit einer Immunsystemschwäche zu tun. Deshalb tritt bei der einen Frau nach dem Besuch im Freiluftbad ein Pilz auf, bei der anderen nicht. Auch nach dem Geschlechtsverkehr ist ein Pilzbefall möglich.

Deshalb ist es wichtig, dass bei einer Behandlung immer die Partnerin und der Partner mitmachen. Wer auf Scheidenpilze anfällig ist, kann nach dem Geschlechtsverkehr oder auch nach dem Besuch in der Badi eine Scheidenspülung durchführen. Mit dem entsprechenden Mittel kann die Scheidenflora gestärkt werden, damit sich ein Pilz nicht einnisten kann. Zusätzlich sollte das Immunsystem gestärkt werden.

Behandlung von aussen:

  • Fusspilzsalbe oder -spray konsequent
  • Nach dem Duschen die Füsse insbesondere zwischen den Zehen sehr gut trocknen (evtl. föhnen)
  • Keine synthetischen Socken und Schuhe verwenden, um ein stärkeres Schwitzen zu verhindern
  • Zu Hause Socken anziehen, um ein Streuen der Pilzsporen zu verhindern
  • Socken mit einem Fungizid (pilzabtötendes Mittel) waschen (Kochwaschgang reicht nicht)
  • In öffentlichen Duschen Badeschlappen benutzen und auf Fusshygiene achten
  • Immunsystem stärken; auch probiotisch über die Darmflora Feinstofflich mit Globuli von Candida parapsilosis

Behandlung von innen:

  • Immunsystem stärken; auch probiotisch über die Darmflora
  • Feinstofflich mit Globuli von Candida parapsilosis

Der Madenwurm kann relativ gut mit entsprechenden Mitteln behandelt werden, wobei diese Behandlung wiederholt werden muss. Eine Kontrolle bei den Familienmitgliedern ist hier ungleich schwerer durchzuführen als den Läusen. Deshalb werden oft alle Kinder und zum Teil auch die Eltern gleich mit behandelt. In der Behandlungszeit gilt der Hand- und Fingernagelhygiene ein besonderes Augenmerk. Waschen Sie Unterwäsche wie auch Duschtücher mit desinfizierenden Mitteln oder im Kochwaschgang. Verwenden Sie zum Händetrocknen besser Einmalhandtücher. Wer auffällig oft unter Wurmbefall leidet, dem kann eventuell ein homöopathisches Mittel helfen.


Konsultieren Sie Ihre Drogerie oder Apotheke für die richtige Behandlung mit erprobten Mitteln.​

Text: Patrick Seiz​​, Bilder: Beat Brechbühl

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