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Reiseapotheke zur Selbsthilfe

Auf Reisen gesund zu bleiben ist manchmal eine ganz schöne Herausforderung. Essen, Klima, Sonne und andere Faktoren können neben Genuss auch Verdruss verursachen. Eine richtig zusammengestellte und vollständige Reiseapotheke ist die ideale Hilfe zur Selbsthilfe. Was gilt es dabei zu berücksichtigen?

Beim Begriff «Reiseapotheke» denkt man sofort an Pflaster, Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial, Wundauflagen, Pinzette, Schere, Einweghandschuhe und etwas gegen Durchfall und Erbrechen. Je nach Reiseziel sollte man die Reiseapotheke aber ergänzen und persönliche Krankheitsneigungen berücksichtigen. Wer zum Beispiel aufgrund der klimatisierten Flughäfen oder Hotelhallen schnell Halsschmerzen oder Ohrenbeschwerden bekommt, der tut gut daran, die Reiseapotheke auch dahingehend aufzurüsten. Gerade weil man in fremden Ländern nicht gerne zum Arzt geht, ist eine gute Reiseapotheke wichtig. Im Ernstfall sollte man aber auch nicht zu lange warten, bis man sich professionelle Hilfe holt. Denn schon eine verschleppte Ohrenentzündung kann den Heimflug verzögern. Die Reiseapotheke sollte also Produkte umfassen, die bereits bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung Hilfe bieten.

Achtung Sonne

Ein Sonnenbrand ist schnell eingefangen. Spezielle Gels beruhigen und pflegen die entzündete Haut. Je nach Produkt kann man dasselbe Gel auch für Sonnenallergie und Insektenstiche benutzen. Verändertes Klima, Höhenmeter oder zu viel Sonne verursachen oft einen Brummschädel. Schmerzmittel gehören in jede Reiseapotheke. Am besten Schmerzmittel mitnehmen, welche nicht nur bei Kopfschmerzen, sondern auch fiebersenkend oder entzündungshemmend wirken. Oft leidet man in den Ferien auch unter trockenen und gereizten Augen und Nasenschleimhäuten. Bei trockenen Augen helfen Augentropfen am schnellsten. Zusätzlich schützt draussen die Sonnenbrille vor trocknendem Wind und Staub. Die Nasenschleimhäute profitieren von befeuchtenden Nasensprays. Frauen sind im Schleimhautbereich zusätzlich gefährdet. Das Wasser im Pool oder Meer begünstigt das Auftreten von Vaginalinfekten. Anfällige Vaginalschleimhäute freuen sich über Extrapflege und abwehrstärkende Milchsäure.


Bereiten Sie Ihre Reiseapotheke vor – und lassen Sie es sich gut gehen in Ihren wohl-verdienten Ferien.

Rechtzeitig vorbereiten

Ganz generell lohnt es sich, alle möglichen Eventualitäten mit einzubeziehen. Beginnen Sie deshalb früh genug mit dem Zusammenstellen der Reiseapotheke und nicht erst einen Tag vor den Ferien, denn das Wichtigste geht gerne vergessen. Beachten Sie: Was noch von der letzten Reise drin ist, ist eventuell schon verfallen. Deshalb gilt es auch die Ablaufdaten zu kontrollieren und abgelaufene Produkte zu ersetzen. Wer regelmässig Medikamente nehmen muss, der packe genügend davon für die ganzen Ferien und auch für ein paar Tage mehr ein. Reicht der Vorrat nicht und das Rezept ist nicht mehr gültig, dann muss noch ein Arztbesuch in die Vorbereitung eingeplant werden. Auch spezielle Lagerbedingungen gewisser Medikamente (z. B. kühle Lagerung) sind zu berücksichtigen. Bei langen Flugreisen unbedingt daran denken, dass wichtige Medikamente auch ins Handgepäck gehören. Nicht zwingend in die Reiseapotheke, aber auf alle Fälle ins Gepäck gehören die Krankenkassenkarte, der Impfausweis und der Allergiepass sowie eine Liste mit den Telefonnummern der Personen, die bei einem Notfall zu informieren sind. Informieren Sie sich im Voraus auch über nötige Impfungen je nach Reisedestination. Ihre Apotheke oder Drogerie oder Ihr Arzt wissen hier Bescheid. Eine gute Vorbereitung schützt zwar nicht vor Zwischenfällen, aber wer hatte nicht schon mal das Gefühl, dass genau dann etwas passiert, wenn man nichts eingepackt hat? Bereiten Sie Ihre Reiseapotheke vor – und lassen Sie es sich gut gehen in Ihren wohlverdienten Ferien.

Text: Lukas Maron, Bilder: Beat Brechbühl

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