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Erholsamer Schlaf in unruhigen Zeiten

Ein- und Durchschlafstörungen sind weitverbreitet und können verschiedenste Ursachen haben. Und genau da ist der richtige Therapieansatz. Versuchen Sie, die Ursachen zu finden und entsprechend anzugehen. Belastende Zeiten, wie wir sie aktuell erleben, sind häufig ein Auslöser für einen unruhigen Schlaf. Eine Mutter berichtet.

Während der Winterzeit ist der Schlaf häufig durch Erkältungskrankheiten wie Schnupfen oder Husten gestört. Es hilft also auch der Schlafqualität, wenn man sein Immunsystem unterstützt. Diese Art der Schlafstörungen ist aber zeitlich begrenzt und belastet das Wohlbefinden nur kurzfristig. Viel tiefere Spuren hinterlassen hingegen lang anhaltende Schlafstörungen. Mit zunehmender Dauer leidet der ganze Organismus unter der mangelhaften Erholung. Eine Mutter schildert uns, wie sie in der Covid-Zeit zunehmend schlechter schlief und was ihr dabei geholfen hat.

Gefangen in wiederkehrenden Gedanken

Ich hatte eigentlich immer einen gesunden Schlaf und nie Probleme mit dem Einschlafen. Seit dem Covid bedingten Lockdown im letzten Frühling hat sich das leider stark verändert. Plötzlich war die ganze Familie daheim. Das totale Chaos: Keine Zeit für irgendwas, sondern vor allem schauen, dass alles läuft, die Kinder ihr Home-Schooling absolvieren und meinem Mann im Homeoffice nicht in die Quere kommen. Ich war jeweils fix und fertig, aber gleichzeitig so überdreht, dass ich keinen Schlaf finden konnte. Ich war gefangen in wiederkehrenden Gedanken rund um die tägliche Planung. Mit Beginn des Herbstes stellte sich eine zunehmende Ohnmacht gegenüber dem Geschehen ein. Zusätzlich belasteten mich Gedanken von Unsicherheit darüber, wie das alles weitergehen sollte und trübten mir die Stimmung.

Schlafprobleme haben viele Ursachen

Alles zusammen, vor allem aber die Schlafstörungen, haben dazu geführt, dass ich immer schlapper wurde. Am Anfang konnte ich die fehlende Erholung noch irgendwie kompensieren, aber das ging nicht lange. Unausgeglichen und reizbar wie ich war, habe ich in meiner Drogerie Hilfe gesucht. Ich wollte einfach etwas zum Schlafen, aber so einfach war das bei der grossen Auswahl an Möglichkeiten dann doch nicht. Daher war ich froh, dass sich die Drogistin viel Zeit für mich und mein Anliegen ernst genommen hat. Es war ihr wichtig, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Denn, so habe ich erfahren, können bei Schlafproblemen zum Beispiel auch Blasenschwäche, Schnarchen, Schlafapnoe, Wechseljahre oder eine belastete Leber (z. B. durch Alkohol) als Ursachen in Frage kommen. Auch gebe es Situationen, in denen das eigentliche Problem gar nicht mehr vorhanden sei, aber die Schlafstörung weiterhin bestehe, wie durch eine Art Gewöhnungseffekt. Sollten die Schlafstörungen trotz Therapie anhalten, sei eine ärztliche Abklärung sinnvoll. 

Einfach mal loslassen

Schnell war klar, dass meine Schlafstörung eine mentale Ursache hat, die wie bei vielen anderen Menschen auch in der aktuellen Lage begründet liegt. Es sei wichtig, nicht nur den Schlaf zu unterstützen, sondern auch die Ursachen einer Schlafstörung anzugehen. Die Covid-Situation kann ich selbst nicht ändern, aber meinen Umgang damit schon. Dabei helfen mir ein abendlicher Spaziergang und hin und wieder ein Entspannungsbad. Beim Spaziergang einfach die Natur, die Gerüche und die klare Luft wirken lassen und loslassen. Manchmal kommen mir dabei sogar Superideen, wie ich den Familienalltag besser organisieren kann und somit weniger Probleme mit in den Schlaf nehme. Die Drogistin hat mir auch andere Möglichkeiten wie z. B. Yoga, Meditation, autogenes Training, Lesen, Musik machen oder Malen empfohlen. Wichtig sei einfach, dass es einem persönlich entspricht und man Freude daran hat. Ich plane mir für meinen Spaziergang oder mein Bad fixe Zeiten ein. Ich versuche, mich auch konsequent daran zu halten, denn einen Grund, auf den Spaziergang zu verzichten, gäbe es eigentlich immer. Aber die meisten Gründe sind nicht so wichtig, dass sie nicht auch bis nach dem Spaziergang warten könnten.

Schlafmuster erhalten 

Um meinen Schlaf direkt zu unterstützen, hat mir die Drogistin verschiedene Präparate vorgestellt. Auf meine Nachfrage nach «klassischen» Schlaftabletten hat Sie mir auch erklärt, dass Präparate mit synthetischen Wirkstoffen zwar sehr schnell wirken würden, aber eher für den kurzfristigen Gebrauch gedacht sind, da sie das sogenannte Schlafmuster, die Abfolge zwischen Tiefschlaf und weniger tiefem Traumschlaf, verändern können. Zwar fühle man sich am Morgen ausgeruht, aber langfristig sei der Erholungswert mit einem unveränderten Schlafmuster einfach besser. Daher hat sie mir auch pflanzliche Alternativen mit Baldrian oder Lavendel aufgezeigt. Diese brauchen meist ein paar Tage, bis sie ihre volle Wirksamkeit entfalten, erhalten aber das natürliche Schlafmuster. Am meisten hat mich persönlich die Spagyrik überzeugt, denn mit der riesigen Auswahl an Essenzen konnte mir die Drogistin einen individuellen Spagyrik-Spray zusammenstellen. In meinem Fall ist auch Baldrian drin, um den inneren Tag-Nacht-Rhythmus wieder zu stabilisieren. Er hilft auch beim Einschlafen. Lavendel lindert die Ungewissheit und hellt meine Stimmung auf. Coffea, die spagyrische Essenz aus der Kaffeepflanze, hilft mit, kreisende Gedanken loslassen. Ausserdem sind noch Melisse und der nervenstärkende Hafer darin enthalten. Es hat zwar, wie bereits erwähnt, ein paar Tage gedauert, bis die Wirkung vollumfänglich eingesetzt hat, aber durch die regelmässige Anwendung verspürte ich eine zunehmende Besserung meiner Schlafprobleme. Mittlerweile kann ich bis auf wenige Ausnahmen wieder gut ein- und durchschlafen. Als zusätzliches Abendritual trinke ich beim Lesen oder Fernsehen noch eine Tasse Schlaf- und Entspannungstee. Alleine das wärmende Gefühl des Tees entspannt mich zusätzlich. Die Kräuter tun dazu ihr Übriges. Ich bin froh, habe ich mir Hilfe geholt. So kann ich nun wieder erholt in den Tag starten. 

Text: Lukas Maron, Bilder: Beat Brechbühl

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