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Spagyrik und Gemmo-Therapie

Naturheilkundliche Methoden zur Behandlung von Beschwerden sind heute beliebt – hier ist deutlich ein Trend auszumachen. Und das völlig zu Recht. Es gibt verschiedene Mechanismen, wie die Heilkräfte der Pflanzen für Mensch und Tier wirken. Spagyrik- und Gemmo-Essenzen sind zwei wirksame und erfolgreich eingesetzte Anwendungen, vor allem in der Erkältungszeit.

Spagyrik ist die Kunst des Trennens und des Vereinens – Spao steht im Griechischen für trennen und Ageiro für vereinen. Dieses uralte, ganzheitliche Naturheilverfahren trennt die Wirkstoffe aus Pflanzen auf eine besondere Weise und fügt diese nach einem Destillierverfahren wieder zusammen. Auf diese Weise werden alle organischen Stoffe wie auch die Gifte der Pflanzen beseitigt – zurück bleiben die wertvollen Mineralsalze und somit die Heilkraft. Spagyrische Essenzen setzen Heilungsprozesse in Gang und regen so das Selbstheilungspotenzial des Körpers an.

Die richtige Einnahme von Spagyrikmitteln

Oft werden mit diesen speziellen Pflanzenauszügen adhoc-Mischungen in der Drogerie oder Apotheke individuell zusammengestellt um möglichst passende Heilmittel zu erhalten. Im Angebot sind häufig auch vorgemischte Sprays. Dies, weil bei gängigen Problemen oft auch erprobte Mittel helfen. Spagyrische Essenzen werden in der Regel in Flaschen mit einem Zerstäuber zubereitet. Das ermöglicht eine einfache Anwendung mittels zwei bis drei Sprühstössen in den Mund. Dabei spürt man den Alkohol, der – mittels Destillation gewonnen – auch zum Wirkprinzip gehört. Dieser stellt aber in so kleinen Mengen keine Gefahr für den Stoffwechsel oder die Blutwerte dar. Wem es dennoch zu «scharf» ist, der kann auch fünf bis sechs Sprühstösse in ungefähr drei Deziliter Wasser geben und über einen halben Tag verteilt schluckweise trinken. Wichtig dabei: Jeden Schluck gut einspeicheln. Wer eine intensivere Wirkung benötigt, erhöht die Kadenz der Gaben und nicht die Dosierung pro Gabe. Das heisst: Statt drei bis vier Mal täglich, kann man es bis zu zweimal pro Stunde anwenden. Das gilt auch für Tiere – wobei der Alkohol hier sicherlich störend wirkt.

Kraft der jungen Knospe

Der belgische Arzt Dr. Pol Henry (1918 – 1988) gilt als Entdecker der Gemmo-Therapie. Er erforschte gezielt die enorme Energie von frischen Pflanzenknospen (lat. Gemmo) und nutzte diese für therapeutische Zwecke. Die frischen Knospen werden zerschnitten und einige Tage in einer Glyzerin-Alkoholmischung eingelegt. Mit dieser Technik werden wertvolle Wirkstoffe gewonnen. Die Gemmo-Therapie arbeitet in erster Linie mit Knospen von Bäumen, mit der Zeit aber sind immer mehr Sträucher und Kräuter hinzugekommen. Gemmo-Essenzen wirken reinigend, regulierend und ausleitend. Das sind aus naturheilkundlicher Sicht drei wichtige und tiefgreifende Wirkungen, was das breite Einsatzspektrum der verschiedenen Essenzen erklärt.

Die Gemmo-Essenzen sind deutlich stofflicher als die spagyrischen und können auch gut mit diesen gemischt werden. Man setzt sie als Haupttherapie bei vielen akuten und chronischen Problemen ein. Auch die Gemmo-Essenzen werden per Sprühstösse in den Mund eingenommen. Hier spürt man den Alkohol ebenfalls, der aber in so geringen Mengen keinen Einfluss auf den Stoffwechsel hat. Dosiert wird drei bis sechs Mal täglich mit zwei bis drei Sprühstösse – bei Kindern ist jeweils nur ein Sprühstoss notwendig.



Pflanzen- und Knospenessenzen sind wunderbare Werkzeuge der Naturheilkunde

Individuelle Beratung

Menschen wie Tiere fahren mit der Spagyrik erfolgreich. Diese Pflanzen- und Knospenessenzen sind wunderbare Werkzeuge der Naturheilkunde, die in Drogerien und Apotheken erhältlich sind, um allgemeine oder auch ganz spezifische gesundheitliche Probleme zu lösen. Lassen Sie sich beraten, welche Mischung bei Ihnen oder Ihren Liebsten angezeigt ist. Eine genaue Prüfung lohnt sich allemal.

Spagyrik gegen Erkältungen

Typische Vertreter in spagyrischen 
Mischungen bei Erkältungsleiden sind:



  • Thymian
  • Schlüsselblume

  • Tollkirsche (als Spagyrik ungiftig)
  • 
Ringelblume
  • Propolis (keine Pflanze 
und dennoch eine spagyrische Essenz)

  • Augentrost
  • Küchenzwiebel
  • Taigawurzel
  • Holunder
  • Eukalyptus
  • Kanadische Gelbwurz


    • Eibisch,
    • Blauer Eisenhut 
(als Spagyrik ungiftig)

    Bei grippalen Zuständen treten die bleichen körperlichen Symptome wie bei einer Grippe (Fieber, Müdigkeit, Zerschlagenheit, Gliederschmerzen) auf, ohne 
an einer echten Grippe erkrankt zu sein. Der Hauptunterschied liegt in der Krankheitsdauer und vor allem 
in der Heilungszeit. Nach einer echten Grippe ist man noch zwei bis drei Wochen nach den Symptomen deutlich geschwächt. Die Art des Schnupfens kann entscheidend für die Mittelwahl sein. Es lohnt sich darauf zu achten, wie sich der Schnupfen zeigt: mit 
viel wässrigem Ausfluss, mehr gelblichem, zähem Ausfluss oder gar keinem. Das hilft bei der genaueren Zusammenstellung des passenden Heilmittels.

    Text: Patrick Seiz, Bilder: Beat Brechbühl

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