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Trockene Gesichtshaut im Winter

Das Glück ist uns ins Gesicht geschrieben. Geht es uns gut, strahlt die Haut rosig. Fehlen der Haut aber Fett und Feuchtigkeit, wird sie rau und rissig, spannt und juckt. Vor allem in den Wintermonaten braucht die Haut besonders intensive Pflege.

Unsere Haut ist Schutzschild, Stimmungsanzeiger, Sinnesorgan, Temperatur- und Feuchtigkeitsregler zugleich. Rund zwei Milliarden Hautzellen schützen den menschlichen Körper vor Krankheitserregern, UV-Strahlen, Austrocknung, Hitze und Kälte.

Warum trocknet die Haut, mit einer Oberfläche von eineinhalb bis zwei Quadratmetern unser grösstes Sinnesorgan, manchmal so schnell aus? Um es einfach auszudrücken: Es liegt am Wetter. Hitze und Kälte rauben ihr die Feuchtigkeit. Frieren wir beispielsweise, ziehen sich die Blutgefässe zusammen, um die Wärme im Körper zu halten – eine natürliche Schutzfunktion. Was auf Dauer die Durchblutung und den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen behindert. Die Talgdrüsen drosseln ihre Produktion, was den natürlichen Fettfilm reduziert, der unsere Haut vor dem Austrocknen schützt. Dazu kommt, dass sowohl die winterliche kalte Luft draussen wie auch die aufgeheizte Luft drinnen sehr trocken sind. Die Folge: Die Haut verliert, speziell in den Wintermonaten, viel Feuchtigkeit und wird trocken und schuppig.


Geht es uns gut, strahlt die Haut rosig.

Auf die Balance achten

Da die Gesichtshaut durch die dünnere Fettschicht der Subcutis (Unterhaut) und ihre grösseren Poren empfindlicher ist als am übrigen Körper, braucht sie vor allem Feuchtigkeit und Lipide (Fette). Stimmt die Balance, strahlt die Haut. Spannungsgefühle oder ein fahler Teint deuten ebenso wie eine zu Schuppen neigende Haut den Bedarf einer intensiveren Pflege an. Bilden sich im Gesicht feine Fältchen, sollte ebenfalls auf eine reichhaltigere Pflege geachtet werden. Diesbezügliche Beratung gibt es bei Fachleuten in Ihrer Drogerie.

Die als Intensivpflege geeigneten, reichhaltigen Cremes enthalten oft zusätzliche Wirkstoffe wie Ceramide und Linolsäure aus Granatapfelkernen, welche die Barrierefunktion der Haut stärken. Hyaluronsäure (HA) legt sich wie ein zweiter Schutzfilm über die Haut und verhindert das Austrocknen. Zusätzlich regt dieser Anti-Aging-Wirkstoff die Collagenproduktion an, was das Speichern von Wasser in der Haut verbessert. Aminosäuren schützen vor freien Radikalen, und Panthenol glättet die Haut. Milchsäure sorgt für eine ausgewogene Bakterienflora auf der Haut und Glyzerin und Urea (Harnstoff) helfen den Hautzellen, die Feuchtigkeit in ihrem Innern zu halten.

Welche Pflege zu welcher Zeit

Die Grundlage der meisten Hautpflegeprodukte sind Emulsionen. Grundsätzlich können zwei Emulsionstypen, Wasser-in-Öl (W/O) und Öl-in-Wasser (O/W), unterschieden werden. W/O-Emulsionen sind fettreicher als die O/W-Emulsionen und ziehen deshalb langsamer in die Haut ein, was sie zu einer idealen Nachtpflege macht. Sie transportieren Feuchtigkeit und Wirkstoffe nach dem Einreiben bis in die tiefere Hornschicht der Haut und nähren sie dadurch. Die leichteren W/O-Emulsionen spenden rasch Feuchtigkeit und beleben die Haut. Gerade im Winter ist es allerdings wichtig, bei Bedarf eine W/O-Emulsion mit mehr Öl-Anteilen zu verwenden. Denn die fettreiche Öl-Phase schützt die Haut vor dem Austrocknen.

Ein wichtiger Trägerstoff in der dermatologischen Kosmetik sind die Liposome. Dies sind Fettkörperchen, die in ihrem Innern wasserlösliche Wirkstoffe transportieren können. Da sie aus den gleichen Bausteinen wie die Zellwand von Hautzellen aufgebaut sind, dringen sie bis in tiefere Hautschichten vor und geben die Wirkstoffe depotartig an ihre Umgebung ab.


Fehlen der Haut aber Fett und Feuchtigkeit, wird sie rau und rissig, spannt und juckt.

Pflege von Innen und Aussen

Zu einem optimalen Gesichtspflegeprogramm gehört nebst der Pflege auch die Reinigung. Dazu eignen sich am besten milde, pH-neutrale Substanzen. Ein Tonique beseitigt letzte Unreinheiten und belebt die Haut. Die Tages- und Nachtpflege sollte auf das Alter, den individuellen Hauttyp und die Jahreszeit abgestimmt sein. Gerne berät man Sie dazu in Ihrer Drogerie.

Nebst der äusserlichen Pflege unterstützt auch eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse ein gesundes Hautbild. Zusätzlich hilft die Einnahme von Leinöl-Kapseln oder ein bis zwei Esslöffel eines hochwertigen Leinöls, das die wertvolle Alpha-Linolensäure enthält, den Feuchtigkeitshaushalt der Haut zu regulieren und ihre Elastizität zu bewahren. Die antioxidative Wirkung der Vitamine A, C und E macht freie Radikale unschädlich und mit genügend Flüssigkeit kann so die Fältchenbildung vermindert werden. Zusammen mit einer ausgewogenen Work-Life-Balance und ausreichend Schlaf kann Ihre Haut bald von innen heraus strahlen.

Text: Lilo Lévy, Bild: Pixabay

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