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Kraftorte zum auftanken

Haben Sie einen Lieblingsort? Spüren Sie dort sogar eine spezielle Kraft? Dann haben Sie Ihren persönlichen Kraftort. Kraftorte gibt es seit Jahrhunderten und sie faszinieren bis heute – ob am Wasser oder in den Bergen. Kommen Sie mit uns und entdecken Sie neue kraftvolle Orte und deren Bedeutung.

Alle Kulturen dieser Welt kennen und verehren spezielle Orte in der Natur. Was im Grossen allgemein bekannt ist, wie z. B. Stonehenge, gibt es auch ganz zahlreich in der Schweiz. Manchmal sind sie religiöser Natur, manchmal geschichtsträchtige Orte, aber ganz oft ist es einfach ein Gefühl von Energie oder tiefer Ruhe, das einen umgibt. Doch: Was ist überhaupt ein Kraftort?

Zwischen Himmel und Erde

Die Definition eines Kraftortes ist nicht abschliessend. Eine mögliche Erklärung gibt die sogenannte Geomantie. Sie geht davon aus, dass die Erde gitterförmig von Energielinien überzogen ist. An Knotenpunkten solcher Energielinien entstehen besonders kraftvolle Orte. Mit Pendeln kann man die Energie erfassen und messen. Die offizielle Masseinheit für die Kraft nennt sich Bovis, benannt nach dem französischen Physiker und Rutengänger André Bovis (1871–1947). Orte, die über 10 000 Boviseinheiten aufweisen, gelten als Kraftorte. Allerdings ist diese Messung sehr subjektiv und lässt sich naturwissenschaftlich nicht belegen. Rein physikalisch unterscheiden sich diese Orte nicht von anderen. Aber bekanntlich gibt es Dinge zwischen Himmel und Erde, die die Wissenschaft nicht oder noch nicht erfassen kann. Und wenn Sie sich an einem bestimmten Ort wohlfühlen, Kraft und Ruhe tanken können, dann spielt es wohl keine Rolle, ob das messbar ist oder nicht.

Das Gute liegt so nah

Oft sind Kraftorte markante geografische Punkte, die von Mythen und Sagen umwoben sind, etwa Quellen, Flussufer, Schluchten, Berggipfel, Höhlen, Lichtungen oder Felsformationen. Meist findet man auch Bäume von speziellem Wuchs, oder es gibt Spuren alter Kulturen wie z. B. der Kelten bzw. deren Kultstätten. Es gibt aber auch in unserer unmittelbaren Umgebung viel zu entdecken und zu spüren. Bleiben Sie das nächste Mal auf einem Spaziergang einfach stehen und lassen Sie das Umfeld auf sich wirken. Vielleicht liegt Ihr persönlicher Kraftort gleich um die Ecke. Sie können aber auch einen Ausflug zu einem unserer Vorschläge unternehmen und sich dort auf die Spuren der Kraft begeben. Wir haben für Sie vier Orte ausgesucht, die Ihnen vielleicht weniger bekannt sind, aber auf jeden Fall entdeckt werden wollen. Unser Fotograf Beat Brechbühl hat für Sie die Felsengrotte in Würenlos eingefangen.

Emma Kunz Grotte

Emma Kunz Grotte und Zentrum, Würenlos

Wenn Sie Würenlos nur von der bekannten Autobahnraststätte kennen, dann fahren Sie das nächste Mal von der Autobahn runter und entdecken Sie die Kraft der Emma Kunz Grotte im Würenloser Steinbruch. Die Künstlerin, Forscherin und Naturheilärztin Emma Kunz (1892–1963) entdeckte dort das Heilgestein Aion A und nutzte regelmässig die natürliche Kraft, die der Grotte eigen ist, «um Körper und Geist aufzuladen wie eine Batterie». Seit Jahrmillionen durchdringt hier eine aussergewöhnlich hohe Energie die Felsen. Bis heute ist die Grotte Anziehungspunkt von Menschen aus allen Himmelsrichtungen, die in der Grotte Kraft tanken.

Der Wasserfall von Jaun

Wasserfälle faszinierten die Menschen schon immer. Vor allem, wenn man nicht genau weiss, woher sie gespeist werden. So war lange Zeit nicht bekannt, woher die Wassermassen des Wasserfalls von Jaun im Kanton Freiburg kommen. Bis zu 6000 Liter Wasser stürzen hier in den Sommermonaten pro Sekunde in die Tiefe. 1928 färbte ein Professor ein kleines Bächlein im 15 Kilometer entfernten Val Les Morteys ein, das dort schon kurz nach der Quelle in der Erde versickert. 11 Tage später färbte sich der Wasserfall von Jaun. Der unterirdische Zufluss ist also bekannt, sein genauer Verlauf aber bis heute ein Geheimnis der Natur. Wenn Sie sich ganz vorne an den Zaun stellen und im Sprühnebel des Wasserfalls stehen, dann sind Sie mitten in einem Kraftfeld, das über 13 500 Boviseinheiten haben soll. 

Ruhe tanken im Gasterntal

Ganz hinten im Kandertal im Berner Oberland, da, wo Sie glauben, es gehe nicht mehr weiter, gehts hoch ins Gasterntal. Dieses versteckte und ursprüngliche Hochtal am Fusse der Gemmi ist voller Kraftorte. Wer hierher kommt, dem wild gurgelnden Bergbach folgt und die Sonne durch die lichten Birkenwälder strahlen sieht, kommt unweigerlich zur Ruhe. Umgeben von hohen Felswänden fühlen Sie sich von der Natur geborgen und können zur Ruhe kommen und auftanken. Ein verzauberter und eher unbekannter Ort, der unbedingt eine Reise wert ist.

Pure Kraft im Bavonatal im Tessin

Das Bavonatal ist wohl das wildeste Tal der Tessiner Landschaft. Ein wenig verschlafen und versteckt im Schatten der bekannten Schwestertäler, ist dieses Tal von natürlich wilder Schönheit, positiver Energie und Ruhe erfüllt. Quasi direkt auf einem energetischen Landschaftsmeridian liegt die Gegend um Sabbione. Wenn Sie auf der Fussgängerbrücke die Bavona überqueren, finden Sie eine Wiese, auf der ein halber Steinkreis auf eine alte Mondkultstätte hinweist. Ein magischer Ort, erfüllt von kosmischer Energie. Super geeignet zum Meditieren, für Yoga oder einfach zum Ausspannen. 

Energie auftanken

Unterwegs gut gerüstet

Ob Städtetrip oder Wanderung, eine gute Reiseapotheke muss nicht riesig sein. Das verrät uns in einem Interview Regula Schild, Drogistin HF und Inhaberin der Naturdrogerie Bern.

 

Frau Schild, was gehört auf jeden Fall ins Erste-Hilfe-Set?

Es braucht nicht einen Extra-Rucksack: Ein kleiner Beutel oder eine Dose mit Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial, Pinzette, Schmerzmittel, Arnika-Globuli, ein Gel gegen Insektenstiche/Sonnenbrand/Allergien und etwas für Magen-Darm-Beschwerden reicht als Grundausstattung.

 

Gibt es Unterschiede, ob ich alleine bzw. als Paar oder als Familie mit Kindern unterwegs bin?

Man sollte darauf achten, dass die Produkte beim Familienausflug auch für Kinder geeignet sind. Auch die entsprechenden Alterseinschränkungen sollten Sie beachten.

 

Ihr persönlicher Erste-Hilfe-Tipp für den Sommerausflug?

Hat man grad kein Gel für Insektenstiche zur Hand, dann zerreibt man Spitzwegerich-Blätter zwischen den Fingern, legt die Blätter dann auf die Insektenstiche und fixiert sie mit einem Pflaster. Das mildert den Juckreiz und die Rötung. Allen, die in die Berge gehen, empfehle ich, die Rega-App zu installieren – Vorsorge ist besser als Nachsicht.

Text: Lukas Maron, Bilder: Beat Brechbühl

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