load

Was tun, wenn die Venen unter Druck geraten?

Leiden Sie im Sommer, vor allem an heissen Tagen, auch an geschwollenen Beinen? Wenn ja, sollten Sie sich um ihre Venengesundheit kümmern. Denn dicke Beine sind ein erstes Anzeichen für eine beginnende Venenschwäche.
Im Sommer «dicke» Beine zu haben und am Abend nicht mehr in die neuen schicken Schuhe zu passen, erachten die meisten Menschen als normal. So nehmen denn viele die Symptome einer beginnenden Venenschwäche nicht ernst und riskieren damit ernsthafte Erkrankungen. Immerhin ist jede zweite Frau und jeder vierte Mann von Venenerkrankungen betroffen. Venenprobleme, verursacht durch eine genetische oder hormonelle Veranlagung zu Bindegewebeschwäche oder durch Bewegungsmangel,
gehören damit zu den häufigsten Krankheiten in der Schweizer Bevölkerung. Zu den Erkrankungen des oberflächlichen Venensystems zählen Krampfadern und deren Komplikationen wie Entzündungen, Blutungen sowie Geschwüre. Thrombosen, Lungenembolie und die chronische Zerstörung der Venenklappen werden den Erkrankungen des tiefen Venensystems zugeordnet. All diese Krankheitsbilder können zu chronischer venösen Insuffizienz mit Schwellungsneigung der Beine, Hautverfärbung
und -verhärtung bis hin zum offenen Bein führen. Bei Beschwerden eignet sich unter anderem die Einnahme eines geeigneten pflanzlichen Präparates. Bewährt hat sich hier der rein pflanzliche Wirkstoff aus Rosskastaniensamenextrakt. Er verringert die Durchlässigkeit der Venenwände und damit die typischen Schwellungen und Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen. Durch den erst im Darm freigesetzten Wirkstoff Aescin mit retardierender Wirkung wird ein gleichmässiger Wirkstoffspiegel im Blut erreicht und gleichzeitig der Magen geschont. Um erneuten Schwellungen vorzubeugen, wird eine kurmässige Anwendung über mindestens drei Monate empfohlen. Dabei werden die Venenwände von innen stabilisiert, der Austritt von Flüssigkeit ins Gewebe wird normalisiert, Spannungen und Schmerzen gehen zurück. Wie kommt es zu überforderten Venen?
Wenn die Venen nicht mehr schaffen, das verbrauchte Blut aus den Beinen kontinuierlich zurück zum Herzen zu pumpen – pro Tag sind es immerhin 7000 Liter – staut sich das Blut in den Gefässen. Dadurch werden diese mit der Zeit undicht. Durch das Austreten von Flüssigkeit in Beinen und Füssen schwellen diese stark an, selbst dann, wenn die Lymphen gut arbeiten. Wärme, ungesunde Ernährung sowie Bewegungsmangel begünstigen diesen Effekt zusätzlich. Neben der erblichen Veranlagung ist es unsere bequeme Lebensweise, die Venenprobleme verursachen kann. Übergewicht ist ein weiterer begünstigender Faktor, da dadurch die Fliessgeschwindigkeit des Blutes durch den Körper verlangsamt wird. Durch zusätzlichen Bewegungsmangel werden die Venenklappen der Beine zu wenig gefördert. Regelmässiges Gehen, Schwimmen, Tanzen oder Treppensteigen minimiert das Risiko einer Venenerkrankung. Schlecht ist langes Stehen, vielmehr sollte an Stelle gelaufen werden. Hitze oder heisse Bäder lieben die Venen genauso wenig. Was die Beine dagegen mögen, sind Kneipp-Kaltwassergüsse und -Wechselfussbäder sowie Fuss und Beingymnastik. Man kann beginnenden oder bestehenden Venenschwächen, schweren und müden Beinen mithilfe von chemischen
oder pflanzlichen Venenmedikamenten wie zum Beispiel dem Wirkstoff aus der erwähnten Rosskastanie oder Cremes und Gels vorbeugen oder diese mildern. Wenn Beine textile Unterstützung brauchen
Um Klarheit über den Zustand der Beinvenen zu erhalten, bieten einzelne Drogerien zur Grobeinschätzung mittels Lichtreflexionsrheografie Venenmessungen an. Dabei wird, nachdem das Blut mittels Aktivierung der Gelenk- und Muskelpumpe kniewärts gepumpt wird, mit Licht gemessen, wie lange das Blut benötigt, wieder knieabwärts zu fliessen. Je länger dieser Zeitraum ist, umso dichter, also gesünder sind die Venenklappen. Der Drogist Thomas Roth von der gleichnamigen Drogerie und Sanitätshaus in Meilen empfiehlt, nebst seinen allgemeinen Tipps gegen Venenprobleme (s. Kasten) Stützoder
Kompressionsstrümpfe. Im Gegensatz zu Erstgenannten, die nach der Schuhgrösse verkauft werden, sind die Kompressionsstrümpfe genau dem Bein angepasst. Dadurch bekommt das Bein je nach Stelle unterschiedlich angepassten Druck. Die Symptome von schmerzenden und müden Beinen werden durch die textile Unterstützung des Blutflusses nach oben spürbar gelindert. Bei langen Flug- oder Autoreisen empfiehlt Roth nebst vielem Trinken spezielle, angenehm zu tragende Reisestrümpfe. Daneben vertraut er dem natürlichen Kastanienextrakt mit dem Wirkstoff Aescin, das leicht blutverdünnend und venenwandverstärkend wirkt. Text Lilo Lévy    
Newsletter
Newsletter

Blei­ben Sie in­for­miert und abon­nie­ren Sie un­se­ren Newslet­ter.

more
Shops
Shops

Dro­ge­rie Shops

more

Das könnte Sie auch interessieren