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Natur- und Schulmedizin gegen Erkältung

Erkältungskrankheiten haben wieder Hochsaison. Die Betroffenen freuen sich, wenn die Beschwerden möglichst rasch verschwinden. Kombinieren Sie natürliche und schulmedizinische Lösungen mit Wickel oder Auflagen und Sie sind Husten, Schnupfen und Halsbeschwerden schnell wieder los.

Husten, Schnupfen und Halsbeschwerden – wer kennt sie nicht, diese drei Symptome? Meist beginnt es mit einem Kratzen im Hals, leichten Schluckbeschwerden, die Nase juckt und reizt zum Niesen, und schon ist sie da, die Erkältung. Viele Leute leiden zusätzlich an Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, oft verbunden mit moderatem Fieber. Erkältungen können das ganze Jahr über auftreten, am häufigsten kommen sie jedoch in den Wintermonaten vor. Verursacher sind über 200 verschiedene Virenarten.

Die Schulmedizin unterscheidet zwischen unproduktivem (trockenem) und produktivem (schleimlösendem) Husten. Meist ist der Husten während der ersten zwei, drei Tage unproduktiv, bevor dann die Schleimlösung ­beginnt. Der Hustenreiz kann gut mit Butamirat oder ­Noscapin unterdrückt werden. Sobald sich der Schleim zu lösen beginnt, sollte das ­Ab­husten und die Verflüssigung des Schleimes gefördert werden. Dazu eignen sich Präparate mit Acetylcystein, Ambroxol, Bromhexin, Carbocistein, Guaifenesin und ­Extrakte aus Pflanzen wie Schlüsselblume, Thymian, Efeu, Sonnentau, Eukalyptus, Anisöl, Spitzwegerich, ­Eibisch, Isländisch Moos oder Meerrettich.

Beim Schnupfen sind die Schleimhäute trocken, ­manchmal auch wund und verkrustet. Hier helfen Nasenduschen oder -sprays, welche physiologische Salzlösungen ent­halten und somit gut befeuchten. Die entzündete Nasenschleimhaut wird am besten mit pflegenden und ­regenerierenden Substanzen behandelt, so unterstützt Dexpanthenol die Zellneubildung. Grundlagen wie z.B. Wollwachs wirken rückfettend. Eine verstopfte oder laufende Nase behandelt man am besten mit ­abschwellenden Mitteln. Hierzu werden bevorzugt Nasensprays und Nasensalben mit Oxymetazolin oder Xylometazolin eingesetzt. Ebenso können ­Dragées eingenommen werden, die auch abschwellend, entzündungshemmend und desinfizierend wirken (z. B. Enzian, Schlüsselblume, Krauser Ampfer, Holunder, Eisenkraut). Wichtig: Generell sollten abschwellende ­Mittel nicht ­länger als 7 bis 10 Tage angewandt werden. Empfehlenswert sind auch schleimlösende Nasensprays (auf Basis von Tuaminoheptan, Alpenveilchen).

Bei Schluckbeschwerden und Halsschmerzen kommen häufig Lutschpastillen, Halssprays und Gurgelmittel zum Einsatz. Auch reine Lutschbonbons auf Glycerinbasis ­können durch ihre befeuchtende Eigenschaft Linderung verschaffen. Weitere mögliche Inhaltsstoffe sind lokale Betäubungsmittel (wie Lidocain, Oxybuprocain) oder Wirkstoffe, die antiseptisch und somit desinfizierend ­wirken (z.B. Chlorhexidin, Cetylpyridiniumchlorid). Sind diese Mittel gegen die Schmerzen nicht aus­ Ätherische Öle, Pflanzenextrakte, Tee und andere Zubereitungen: Die Pflanzenwelt bietet einen ganzen Reigen an Möglichkeiten gegen Erkältungsbeschwerden. Generell stärken der rote und der schmalblättrige Sonnenhut unser Immunsystem und unterstützen die Heilung bei schleppendem Verlauf. Auch der schwarze Holunder, Wasserdost oder das homöopathische Mittel Anas barbariae eignen sich gut zur Stärkung der Immunabwehr und zur allgemeinen Behandlung von Erkältungskrankheiten.

Meistens beginnt der Husten trocken und wechselt dann im Laufe von drei bis vier Tagen zu einem Husten mit Schleim. In der ersten Phase ist der Hustenreiz das Ziel der natürlichen Behandlung, in der zweiten geht es vor allem darum, den Schleim zu verflüssigen und das Abhusten zu unterstützen. Spitzwegerich, Eibisch und Malvenblüten lindern den lästigen Hustenreiz und können als Sirup oder Tropfen eingenommen werden. Thymian, Efeu und Schlüsselblume wirken schleimlösend, entzündungs­hemmend und leicht antibakteriell. Ergänzt man die Haupt­therapie wie z.B. Sirup oder Tropfen mit Brust- und ­Hustentee sowie einer Erkältungssalbe, werden die ­Beschwerden nachhaltig gelindert und die Heilung kommt schneller voran.


Meistens beginnt der Husten trocken.

Mindestens so lästig wie Husten ist der Schnupfen. Ent­weder läuft das Nasensekret wie Wasser aus der Nase oder der Schleim ist zäh und dick, behindert das Atmen und ­verstopft die Nebenhöhlen. Ausgleichend auf die Schleimbildung und entzündungshemmend wirken zum Beispiel Nasensprays, die einen homöopathisch aufbereiteten ­Grippevirus (Virus Influenza) enthalten. Auch Sprays oder Spülungen mit katarrhlösender Salzmischung beruhigen die gereizte Nase. Zusätzlich kann man auch mit ätherischen Ölen aus Kamille oder Thymian inhalieren und ­wieder frei atmen. Auch ein probates Mittel: Eine aufgeschnittene Zwiebel neben dem Bett erleichtert die Atmung in der Nacht.

  Mit Halsschmerzen ist man irgendwie nur ein halber Mensch. Das Schlucken tut weh und die Stimme ist belegt. Hier sind vor allem Mittel mit entzündungshemmenden, antibakteriellen und schmerzstillenden Eigenschaften ­gefragt. Natürliche Lutschtabletten oder auch Tropfen bzw. Tee zum Gurgeln sind hier eine gute Wahl. Als Klassiker bei Halsschmerzen gilt der Salbei. Aber auch Malvenblätter, Kapuzinerkresse oder spezielle Zubereitungen der Tollkirsche helfen gegen Halsschmerzen. Wichtig dabei: Halten Sie den Hals warm, achten Sie auf eine genügend hohe Luftfeuchtigkeit und trinken Sie regelmässig, damit die Schleimhäute feucht bleiben.Vitamin C). 

Hilfe aus der Natur

Ätherische Öle, Pflanzenextrakte, Tee und andere Zubereitungen: Die Pflanzenwelt bietet einen ganzen Reigen an Möglichkeiten gegen Erkältungsbeschwerden. Generell stärken der rote und der schmalblättrige Sonnenhut unser Immunsystem und unterstützen die Heilung bei schleppendem Verlauf. Auch der schwarze Holunder, Wasserdost oder das homöopathische Mittel Anas barbariae eignen sich gut zur Stärkung der Immunabwehr und zur allge­meinen Behandlung von Erkältungskrankheiten.

Meistens beginnt der Husten trocken und wechselt dann im Laufe von drei bis vier Tagen zu einem Husten mit Schleim. In der ersten Phase ist der Hustenreiz das Ziel der natürlichen Behandlung, in der zweiten geht es vor allem darum, den Schleim zu verflüssigen und das Abhusten zu unterstützen. Spitzwegerich, Eibisch und Malvenblüten lindern den lästigen Hustenreiz und können als Sirup oder Tropfen eingenommen werden. Thymian, Efeu und Schlüsselblume wirken schleimlösend, entzündungs­hemmend und leicht antibakteriell. Ergänzt man die Haupt­therapie wie z.B. Sirup oder Tropfen mit Brust- und ­Hustentee sowie einer Erkältungssalbe, werden die ­Beschwerden nachhaltig gelindert und die Heilung kommt schneller voran.

Mindestens so lästig wie Husten ist der Schnupfen. Entweder läuft das Nasensekret wie Wasser aus der Nase oder der Schleim ist zäh und dick, behindert das Atmen und ­verstopft die Nebenhöhlen. Ausgleichend auf die Schleimbildung und entzündungshemmend wirken zum Beispiel Nasensprays, die einen homöopathisch aufbereiteten ­Grippevirus (Virus Influenza) enthalten. Auch Sprays oder Spülungen mit katarrhlösender Salzmischung beruhigen die gereizte Nase. Zusätzlich kann man auch mit ätherischen Ölen aus Kamille oder Thymian inhalieren und ­wieder frei atmen. Auch ein probates Mittel: Eine aufgeschnittene Zwiebel neben dem Bett erleichtert die Atmung in der Nacht.

Mit Halsschmerzen ist man irgendwie nur ein halber Mensch. Das Schlucken tut weh und die Stimme ist belegt. Hier sind vor allem Mittel mit entzündungshemmenden, antibakteriellen und schmerzstillenden Eigenschaften ­gefragt. Natürliche Lutschtabletten oder auch Tropfen bzw. Tee zum Gurgeln sind hier eine gute Wahl. Als Klassiker bei Halsschmerzen gilt der Salbei. Aber auch Malvenblätter, Kapuzinerkresse oder spezielle Zubereitungen der Tollkirsche helfen gegen Halsschmerzen. Wichtig dabei: Halten Sie den Hals warm, achten Sie auf eine genügend hohe Luftfeuchtigkeit und trinken Sie regelmässig, damit die Schleimhäute feucht bleiben.

Wickeln Sie sich gesund

Über die Haut bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, Husten-, Halsweh- oder Schnupfenbehandlungen effektiv zu unterstützen. Einerseits wird mit Wärme oder Kälte und entsprechenden Zusätzen das darunterliegende Organ direkt behandelt (Beispiel: Brustwickel bei Husten). Anderseits kann mit einem Wickel oder einer Auflage über reflektorische Wege ein ähnlicher Effekt erzielt werden wie mit Zwiebelsocken oder Meerrettichauflagen auf dem siebten Halswirbel.

Bei produktivem Husten sind Kartoffelwickel angezeigt. Hier ist Vorsicht geboten: Die «Gschwellti» können bis zu 80 °C heiss werden und bei unvorsichtiger Anwendung Verbrühungen hervorrufen. Vor dieser Wärmebehandlung kann, um eine stärkere Wirkung zu erzeugen, eine Brust- und Hustensalbe aufgetragen werden. Die darin enthaltenen ätherischen Öle fördern die Durchblutung zusätzlich. Das hilft, den Schleim aus der Lunge zu befördern. Eine ­bewährte Alternative bilden Auflagen mit ätherischem Öl aus Thymian, Fichtennadeln oder Anis. Bei trockenem Husten mit gereizten Schleimhäuten sind eher ein Quarkwickel oder Strath Schleimhaut-Tropfen angezeigt.

Um Schnupfen schneller loszuwerden, setzt man Lein­samenschrot-Auflagen links und rechts der Nase an. Dazu gibt man das Schrot in Teebeutel und verwendet sie mit lauwarmem Wasser getränkt. Ebenfalls hilfreich sind Auflagen von geriebenem Meerrettich in feinen Strümpfen oder Teebeuteln auf dem siebten Halswirbel. Diese Auflage auf der Haut belassen, bis ein Jucken oder gar Brennen spürbar wird – und erst dann wegnehmen. Sollte das Brennen auch danach noch anhalten, wirkt das leichte Einmassieren eines Öles (z. B. Oliven-, Sonnenblumen- oder Rapsöl) ­beruhigend auf der Haut.

Bei Halsweh und Ohrenschmerzen helfen Zwiebel-, Zitronen- und Quarkwickel oder auch ätherische Öl-Auflagen. Bedenken Sie dabei: Zwiebelwickel wirken sehr gut, sind aber geruchsintensiv. 

Text: Lukas Maron, Bilder: Beat Brechbühl

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